
Nachdem Greenpeace 2005 den Gen-Mais-Anbau von Campina-Lieferanten aufgedeckt hatte, wollten besorgte Verbraucher wissen, ob die Gen-Saaten im Futtertrog der Milchkühe landen. Seid November 2005 behauptet Campina in seinen Antwortschreiben an Verbraucher, die Molkerei könne sicherstellen, dass der Gen-Mais nicht verfüttert wird.
Statt klare Regeln in den Lieferbedingungen der Landwirte festzulegen, verlässt sich Campina auf Selbstauskünfte seiner Lieferanten. Doch bei Campina gerät der Gen-Mais außer Kontrolle. Greenpeace entdeckte ein Jahr nach dem Anbau des umstrittenen Gen-Mais sowohl auf dem Hof des Milchlieferanten in Neutrebbin als auch im Futtertrog der Milchkühe gentechnisch veränderte Maiskörner. Wegen wiederholter Falschaussage hat Greenpeace Ende April rechtliche Schritte eingeleitet und der Großmolkerei eine Abmahnung überstellt.
Auch in diesem Jahr soll auf mindestens 134 Hektar Ackerfläche von Campina/Landliebe-Vertragslandwirten, Gen-Mais aussät werden. Diese Betriebe liegen in Brandenburg in den Ortschaften Heinersdorf, Neutrebbin, Prädikow und Wölsickendorf.
Greenpeace fordert den Molkereikonzern Campina auf, klare Regeln für die zuliefernden Landwirte festzulegen: Keine Verfütterung von Gen-Pflanzen an die Milchkühe. Doch bisher weigert sich Campina, dieses Qualitätskriterium einzuführen. Und das, obwohl laut Umfragen zwei von drei Verbrauchern keine Milch von Kühen wollen, die Gen-Futter fressen!
Lesen Sie selbst, wie Campina Verbraucher täuscht. Greenpeace Analyseergebnisse, Antwortschreiben von Campina an Verbraucher mit Greenpeace-Kommentaren, Selbstauskünfte der Campina Gen-Mais-Bauern sowie mehr Informationen zu dem Molkereikonzern finden Sie unter folgenden Links: