
5. Dezember 2008
Die Freiburger Molkerei Breisgaumilch kündigt an, ab dem Frühjahr 2009 ihre Marke Schwarzwälder Weidemilch gentechnikfrei zu verkaufen. Greenpeace hat gemeinsam mit zahllosen Verbrauchern seit Jahren daran gearbeitet, die Freiburger Molkerei zu diesem Schritt zu bewegen. Dafür wurden unzählige E-Mails, Protestpostkarten und Briefe an Breisgaumilch geschickt.
28. November 2008
Eine repräsentative Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung im Auftrag von Greenpeace zeigt, dass rund 85 Prozent der Verbraucher in Deutschland wollen, dass Milchkühe kein gentechnisch verändertes Futter erhalten. Zwei Drittel würden sich, wenn sie die Wahl hätten, für das Produkt mit dem Hinweis ohne Gentechnik entscheiden. 80 Prozent der Verbraucher wären bereit, für Milchprodukte ohne Gentechnik mehr als bisher zu zahlen.
25. September 2008
Landliebe verbannt Gen-Pflanzen aus den Futtertrögen der Milchkühe und stellt die Fütterung konsequent um. Im Oktober können Verbraucher die ersten Landliebe-Frischmilchprodukte im Supermarktregal kaufen, die die Aufschrift ohne Gentechnik tragen. Auch die Schulmilch soll fortan ohne Gentechnik erzeugt werden. Im April 2009 soll die Kennzeichnung von Joghurt und Desserts folgen. Kühe, die Milch an die Marke Landliebe liefern, bekommen nur noch traditionell in Europa angebaute Futterpflanzen. Dadurch wird auf Soja komplett verzichtet. Das schützt auch die Urwälder in Südamerika. Dort tragen immer mehr Sojaanbauflächen für die Abholzung von Urwäldern bei.
11. Juni 2007
Landliebe kündigt an, die Milchkühe zukünftig nur noch mit so genannten heimischen und traditionellen Futterpflanzen zu füttern. Dabei soll ganz auf Soja verzichtet werden. Doch Mais ist erlaubt, wodurch auch weiter Gen-Mais im Futtertrog der Milchkühe landen kann. Doch das Programm wurde nicht wie angekündigt bis September 2007 umgesetzt.
5. Februar 2007
Greenpeace überreicht der EU-Kommission 1.000.000 Unterschriften, mit denen sich Verbraucher aus ganz Europa für eine EU-weite Gentechnik-Kennzeichnung von tierischen Produkten wie Fleisch, Eiern, Milch einsetzen. Bislang müssen diese Produkte nicht gekennzeichnet werden, auch wenn die Tiere mit Gen-Pflanzen gefüttert werden.
Januar 2007
Für die sogenannte Weidebutter der Marke Mark Brandenburg/Campina wird Milch von Kühen verarbeitet, die keinen Weidegang haben. Campina geht auf die Unterlassungsforderung von Greenpeace ein und sichert zu, die Butter umzubenennen. Fortan fehlt die Aufschrift: Diese Weidebutter wird aus feinstem Rahm hergestellt, der ausschließlich von Kühen von der Sommerweide stammt.
22. November 2006
Ein Greenpeace-Test zeigt: Joghurts von Onken, Danone/Actimel, Sachsenmilch/LC1 und Campina/Landliebe weisen im Vergleich zu anderen konventionellen Marken und zu Bioprodukten die niedrigsten Omega-3 Fettgehalte auf. Bei Butter schnitt eine sogenannte Weidebutter von Campina (MarkBrandenburg) am schlechtesten ab. Verbraucher wollen keine schlechte Futterqualität bei Campina/Landliebe und schicken Protestmails an den Molkereiriesen.
30. September 2006
Greenpeace-Aktivisten kennzeichnen Landliebe-Produkte bundesweit in über 140 Supermärkten in 34 Städten. Aufkleber mit dem Hinweis Hergestellt mit Gentechnik
informieren die Kunden, dass Kühe, deren Milch in der Marke Landliebe verarbeitet wird, mit Gen-Mais und Gen-Soja gefüttert werden. Nachdem Greenpeace Gen-Mais auf dem Acker von Campina-Vertragslandwirten und Gen-Futter im Trog von Kühen entdeckt hatte, bestätigte der Konzern den Anbau von Gen-Pflanzen bei einem der Lieferanten, weigert sich aber, auf Gen-Pflanzen im Futter zu verzichten.
17. August 2006
Der Einkaufsratgeber Essen ohne Gentechnik erscheint in der 9. Auflage. In der grünen Liste finden Verbraucher Produkte, die ohne Gen-Pflanzen im Tierfutter erzeugt wurden. Daneben hebt der Ratgeber Unternehmen hervor, die auf dem besten Weg sind, Gen-Pflanzen auszuschließen und solche, die den Verbraucherwunsch nach einer Fütterung ohne Gen-Pflanzen besonders hartnäckig ignorieren - darunter Müller-Milch und Campina.
9. August 2006
Greenpeace-Aktivisten ernten Gen-Mais bei einem Landwirt in Wölsickendorf Brandenburg, der Campina/Landliebe mit Milch beliefert, und deponieren ihn in 30 Mülltonnen sowie in nachgebauten Landliebe-Produkten. Am darauffolgenden Tag gibt Greenpeace die Mülltonnen mit Gen-Mais bei der Campina-Zentrale in Heilbronn ab und fordert den Konzern auf, Anbau und Verfütterung von Gen-Mais bei seinen Vertragslandwirten zu verbieten.
Juli 2006
Campina gibt bekannt, geringe Mengen Soja, die nach den so genannten Baseler Kriterien zertifiziert sind, einzuführen. Das Problem: Das Programm gilt nur für zwei Jahre und umfasst lediglich ein Viertel des Sojabedarfs der Campina-Milchlieferanten. Verbrauchern reicht das neue Konzept zur stufenweisen Einführung von sogenannter verantwortungsvoller Soja bei Campina nicht aus. Sie schicken Protestmails an die Molkerei.
1. Juli 2006
In über 100 Supermärkten in 33 Städten informieren Greenpeace-Aktivisten Verbraucher. Milch und Joghurt der Marke Landliebe bekommen einen Aufkleber mit dem Hinweis: Gentechnik - Hände weg
. Bereits mehrfach hat die Umweltschutzorganisation Gen-Futter im Trog von Kühen nachgewiesen, die für Landliebe und den niederländischen Mutterkonzern Campina Milch liefern.
28. Juni 2006
Milch ist nicht gleich Milch! Milch weist in ihrem Gehalt an gesunden Omega-3-Fettsäuren erhebliche Unterschiede auf. Das ist das Ergebnis einer Studie, in der Frischmilchprodukte aus ganz Deutschland auf ihre Qualität untersucht wurden. Nicht überall, wo Alpenmilch oder Milch aus Grünlandhaltung draufsteht, ist das versprochene Produkt drin. Campina-Milch und die sogenannte Alpenmilch von Bärenmarke schnitten am schlechtesten ab.
April / Mai 2006
In den Niederlanden protestieren Greenpeace-Aktivisten vor dem Campina-Verwaltungsgebäude in Zaltbommel gegen den Einsatz von Gen-Pflanzen bei der Milchproduktion sowie die Zerstörung des Urwaldes durch Sojaanbau und bringen der Molkerei 2.000 Liter Milch zurück.
21. April 2006
Wegen wiederholter Falschaussagen leitet Greenpeace gegen den Milchkonzern Campina/Landliebe rechtliche Schritte ein und überstellt eine Abmahnung. Das Unternehmen behauptet, dass der umstrittene, in Deutschland angebaute Gen-Mais MON810 nicht im Futtertrog ihrer Vertragslandwirte landet. Laboranalysen bestätigen jedoch, dass die bei Campina unter Vertrag stehende Agrargenossenschaft aus Neutrebbin, Brandenburg, den Gen-Mais an ihre Milchkühe verfüttern lässt. Campina lenkt ein und unterlässt diese Aussage.
14. April 2006
Greenpeace-Aktivisten in Belgien protestieren gegen die Urwaldabholzung durch Sojaanbau und die Verwendung von Gen-Soja als Tierfutter am Campina-Werk Aalter. Bei einem spontanen Gespräch vor Ort gibt Campina das Problem der Urwaldzerstörung durch Sojaanbau zu und signalisiert, dass Maßnahmen getroffen werden. In Bezug auf die Gentechnik sieht Campina weiterhin keinerlei Probleme.
4. April 2006
Greenpeace deckt auf, dass der Gen-Mais Mon810 im Futtertrog eines Milchlieferanten von Campina landet. Der Gen-Mais wurde 2005 auf dem Hof angebaut und landet im Trog der Milchkühe, obwohl der Landwirt versicherte, den Mais nicht an Milchkühe zu verfüttern. Gleichzeitig protestieren vor der Firmenzentrale des Molkereikonzerns Campina in Heilbronn 40 Greenpeace-Aktivisten gegen die Milchviehfütterung mit genmanipulierten Pflanzen. Mit einem acht Quadratmeter großen Wahlzettel fordern sie den Milchkonzern mit der Marke Landliebe auf, sich für einen generellen Verzicht auf Gen-Pflanzen zu entscheiden. Ohne eine strikte Regelung gerät Gen-Mais bei Campina außer Kontrolle. Dieser Fall wird vom investigativen ARD-Journal Monitor aufgegriffen und am 6.4. ausgestrahlt.
22. März 2006
Greenpeace veröffentlicht Umfrageergebnisse zum Gen-Maisanbau bei den größten deutschen Molkereien. Das Ergebnis: Berchtesgadener Land, Andechser Molkerei und die Upländer Bauernmolkerei schließen Gen-Pflanzen im Futtertrog generell aus. Humana kann nicht zusichern, dass ihre Lieferanten auf Gen-Maisanbau verzichten, beharrt aber darauf, das dieser nicht an Milchkühe verfüttert wird. Diese Firmen unternehmen nichts gegen den Anbau von Gen-Mais: Nordmilch, Hochwald, Müller Milch, Campina/Landliebe, MUH, Omira, BMI, Ammerland und Goldsteig.
3. März 2006
Greenpeace-Futteranalysen zeigen erneut: Gentechnisch veränderte Soja landet bei Landliebe-Milchlieferanten im Futtertrog der Milchkühe. Deshalb informieren Greenpeace-Aktivisten Verbraucher in 41 Städten in über 130 Supermärkten mit Lautsprecherdurchsagen und am Kühlregal, dass Gentechnik mit dem Landliebe-Idyll nicht zusammenpasst. Verbraucher können sich mit Protestpostkarten direkt bei Landliebe für eine Fütterung ohne Gen-Pflanzen stark machen.
1. März 2006
Tegut stellt als erste Handelskette seine Frischmilch-Eigenmarke um und kennzeichnet sie mit der Aufschrift Milch ohne Gentechnik.
18. Februar bis 21. Mai 2006
Mit einem zwei Meter hohen Landliebe-Joghurtglas und einer Weihenstephan-Sahneflasche informiert Greenpeace in 50 Städten Verbraucher über die Milchproduktion und den Gen-Maisanbau bei Landliebe- und Weihenstephan-Milchbauern. Tausende Standbesucher nehmen an einer Umfrage zur Verwendung von Gen-Futter in Lebensmitteln teil und fordern mit ihrer Unterschrift eine Kennzeichnung tierischer Produkte. Zusätzlich wenden sich Supermarktfilialleiter selbst an Campina und Müller-Milch, um sich im Namen ihrer Kunden für eine Milchproduktion ohne Gen-Pflanzen einzusetzen.
25. Januar 2006
Greenpeace stellt auf einer Karte im Internet dar, auf welchen Ackerflächen in Deutschland der Anbau von Gen-Mais geplant ist.
13. Januar 2006
Greenpeace Aktivisten stehen mit einem überdimensionierten Landliebe-Joghurtglas mit der Aufschrift Landliebe mit Gen-Futter
an drei Wochenenden vor den Toren der Grünen Woche in Berlin. Auf der größten Verbraucher- und Landwirtschaftsausstellung sammeln sie Unterschriften für eine Gentechnik-Kennzeichnung tierischer Produkte und verteilen Protestpostkarten, die viele Besucher am Campina-Messestand abgeben.
12. November 2005
In 22 Städten und rund 60 Supermärkten in ganz Deutschland protestiert Greenpeace gegen das ungelöste Problem bei Landliebe-Molkereiprodukten. Über Lautsprecherdurchsagen in den Läden und am Kühlregal werden Verbraucher darüber informiert, dass der Einsatz von Gen-Futter mit dem Landliebe-Idyll nicht zusammen passt. Im Dezember folgen Proteste in Luxemburg und Belgien.
August bis September 2005
Greenpeace informiert Verbraucher in zwölf Städten über gentechnisch veränderte Futterpflanzen bei der Müller-Milch und Landliebe-Milchproduktion. Fotos von Verbrauchern mit Protestschildern werden im Internet veröffentlicht und der Campina-Zentrale in Heilbronn sowie vor der Müller-Milch-Zentrale in Aretsried präsentiert. Die Molkereien sollen verbindlich festlegen, dass ihre Vertragslandwirte zukünftig keine Gen-Pflanzen mehr anbauen.
6. September 2005
Tausende Verbraucher fordern Campina in den nächsten Wochen auf, sich vom Anbau von Gen-Mais zu distanzieren und eine Milchherstellung ohne Gen-Futter zu garantieren.
23. August 2005
Nach Greenpeace-Recherchen beziehen die zwei großen deutschen Molkereien Müller-Milch und Landliebe/Campina Milch von fünf landwirtschaftlichen Betrieben, die auch den umstrittenen genmanipulierten Mais MON810 anbauen. Damit der Gen-Mais nicht an die Milchkühe verfüttert wird, protestiert Greenpeace an einem Gen-Maisacker bei Seelow in Brandenburg. Greenpeace fordert die Molkereien auf, keine Milch von Betrieben abzunehmen, die Gen-Mais anbauen und füttern.
20. Juni 2005
Die hessische Upländer Bauernmolkerei führt die erste Milch in Deutschland mit der Kennzeichnung ohne Gentechnik ein.
Juni 2005
Greenpeace protestiert in den Niederlanden, Belgien und Luxemburg gegen Gen-Futter bei Campina. Greenpeace-Aktivisten und Verbraucher fordern die Molkerei auf, auf Gen-Soja und Soja aus Urwaldzerstörung bei der Fütterung zu verzichten.
April 2005
Die Aussaat von gentechnisch verändertem Mais in Deutschland beginnt, unter anderem auf einem Betrieb in Brandenburg, der die Milch an ein Campina-Werk liefert. Greenpeace fordert Campina/Landliebe auf, den Anbau und die Fütterung von Gen-Mais bei ihren Lieferanten zu untersagen.
19. Januar 2005
Der Einkaufsratgeber Essen ohne Gentechnik erscheint in der 6. Auflage mit dem Schwerpunkt Molkereiprodukte. Campina will an der Umfrage zur Verwendung gentechnisch veränderter Futterpflanzen nicht teilnehmen und erscheint in der roten Kategorie.