
Politisch wie privat sind wir eingesponnen in ein kompliziertes Gefüge aus Macht- und Herrschaftsbeziehungen, ohne das Gesellschaft gar nicht denkbar ist. Jeder kennt aus eigener Erfahrung die Macht der Systeme, Institutionen, Hierarchien, der Medien und der Bilder ebenso wie die der Diskurse, des Vertrauens oder der Gewohnheit. Wo Menschen sind, ist Macht am Werk – und wir unterwerfen uns bewusst oder unbewusst ihren offenen oder subtilen Spielregeln.
Nicht jede Macht, die allgemein anerkannt wird, ist deshalb auch legitim. Ungerechte Machtverhältnisse offen zu legen, sie zu kritisieren und zu verändern, ist nicht nur ein politischer, sondern auch ein kultureller Prozess.
Die Beiträge des Filmfestivals zeigen die Macht und ihre Kontrolle an naheliegenden Orten ebenso wie an unerwarteten. Besonders interessant wird es, wenn sich für Einzelne oder Gruppen Chancen auftun, ihre Welt ein Stück weit zu verändern und mehr Selbstbestimmung zu gewinnen.
Mit ueber Macht gehen die Filmfestivals der Gesellschafter-Initiative in die dritte Runde. Im Jahr 2006 hat ueber arbeiten sich dem Thema Wirtschaft und Globalisierung gewidmet, 2007 ueber morgen Utopien und Entwürfe für die Gesellschaft von morgen zur Diskussion gestellt.