Ein Artikel von greenpeace.de
Gentechnikratgeber von Greenpeace

Die aktuelle Ausgabe ist da!

Greenpeace macht das Einkaufen einfacher: Die neueste Ausgabe des Ratgebers Essen ohne Gentechnik zeigt ganz aktuell, welche Firmen kein gentechnisch verändertes Futter an ihre Kühe, Hühner oder Schweine verfüttern. Eine weitere gute Nachricht für die Verbraucher: Edeka-Nord hat eine neue Eigenmarke angekündigt, für die garantiert kein Genfutter verwendet werden soll.

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Nur wenige genveränderte Pflanzen sind bisher für den menschlichen Verzehr zugelassen. Werden sie in Lebensmitteln verwendet, muss dies gekennzeichnet werden. Die Lebensmittelhersteller wissen, dass die Verbraucher keine genveränderten Nahrungsmittel wollen. Deshalb benutzen sie bislang kaum genmanipulierte Zutaten. Es gibt jedoch ein Schlupfloch: Gentechnisch veränderte Pflanzen dürfen als Tierfutter verwendet werden. Fleisch, Milchprodukte und Eier, die unter Verwendung solchen Futters hergestellt wurden, müssen nicht gekennzeichnet werden.

Der Einkaufsratgeber Essen ohne Gentechnik hilft Verbrauchern mit einer Liste von Unternehmen, die auf Genfutter verzichten. Er nennt auch die Firmen, die den Ruf nach gentechnikfreien Nahrungsmitteln beharrlich ignorieren. Darunter sind z.B. Bärenmarke, Danone und die gesamte Müllermilch-Gruppe inklusive der Premiummarke Weihenstephan.

Unser Ratgeber ist mit einer Auflage von inzwischen 3,2 Millionen Exemplaren ein großer Erfolg, der auch die Unternehmen nicht kalt lässt, sagt Barbara Kamradt, Gentechnik-Expertin von Greenpeace.

In der Viehzucht und in der Milchproduktion werden viele Tiere mit Kraftfutter gefüttert, das oft Sojaschrot enthält. Doch 70 Prozent der weltweit erzeugten Soja sind gentechnisch manipuliert. Viele Unternehmen behaupten daher, dass es unmöglich sei, auf gentechnikfreies Futter umzustellen. Umso willkommener sind Initiativen wie die von Edeka-Nord, für die Marke Unsere Heimat kein gentechnisch verändertes Tierfutter zu nutzen.

Verbraucher lehnen Gentechnik auf dem Acker und im Essen ab. Es ist gut, dass nun auch die größte Handelskette diesen Wunsch der Verbraucher erfüllt. Danach sollten sich alle Hersteller richten, so Kamradt.

Die Genmanipulation von Pflanzen ist gefährlich, weil in den manipulierten Pflanzen unerwünschte Stoffe mit riskanten Nebenwirkungen entstehen können. Auch die Stoffe, die ganz bewusst durch den Eingriff erzeugt werden, können die Umwelt schädigen. Gentechnisch veränderter Mais, der gegen bestimmte Schädlinge immun ist, tötet z.B. auch andere Insekten. Gen-Soja wird zudem stärker gespritzt als herkömmliche Soja. Dies gefährdet das Trinkwasser und die Pflanzenvielfalt in den Anbaugebieten.

Übrigens: auch die "Herren" von Revolverheld stehen nicht auf Gentechnik: Video auf YouTube

 

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