Zeitgleich protestierten Greenpeacer im Hafen der französichen Stadt Toulon. Von dort setzte sich ein Flugzeugträger in Richtung Türkei in Bewegung. Die Aktivisten wollten vom französischen Präsidenten Jacques Chirac wissen, wozu er eine so schlagkräftige Militäreinheit gerade in diese Region entsende, da er sich doch öffentlich immer gegen eine Militäraktion im Irak ausspreche.
Zuvor haben Greenpeace-Aktivisten auch vor dem australischen Parlamentsgebäude in Canberra protestiert. Rechtzeitig zum Eintreffen der Abgeordneten hatten sie sich vor dem Eingang zur Parlamentskapelle mit einem No War
-Banner postiert. Mit dabei war auch ein Heißluftballon über dem Gebäude, dessen Aufschrift die australische Regierung auffordete, keine weiteren Truppen in die Golfregion zu entsenden, sondern dem Frieden eine Chance zu geben.
Greenpeace wird jedes verfügbare friedliche Mittel nutzen, um einen Angriff auf den Irak zu verhindern
, sagte Blake Lee Harwood, Greenpeace-Campaigner an Bord der Rainbow Warrior in Southampton. Die britische Regierung ordnete das Durchtrennen unserer Ankerkette an und versuchte uns aus diesem Militärhafen zu entfernen, aber wir werden weiterhin Wege finden, uns einem Krieg entgegen zu stellen, der katastrophale Folgen haben wird. Ein Angriff auf den Irak würde zu massiven Opfern unter der Zivilbevölkerung führen. Außerdem steigt dadurch das Risiko, dass Massenvernichtungswaffen eingesetzt werden.
Bereits seit über acht Tagen gelingt es Greenpeace immer wieder die britischen Kriegsvorbereitungen durcheinander zu bringen. Auch die jüngste Aktion findet dabei im Rahmen einer weltweiten Kampagne gegen den Krieg statt. Ein Angriff auf den Irak hätte schwerwiegende Folgen für die Menschen und die Umwelt. Ein solcher Schlag wäre der kaum zu verbergende Versuch, Einfluss und Kontrolle über die riesigen irakischen Erdölvorkommen zu erlangen. Denn dieselben US-Unternehmen, die für die US-amerikanische Öl-Abhängigkeit sorgen und das Kyoto-Klimaschutzabkommen bekämpfen, unterstützen den Krieg gegen den Irak.