Nur vor dem Irak haben sie Angst und vor dem bösen Diktator Saddam. Ob der auch Atomwaffen hat, weiß keiner so genau. Aber er hat Macht. Macht auch über Amerikaner. Denn Saddam sitzt auf Öl. Viel Öl. Öl, das wichtig ist, um den Durst des American Way of Life zu stillen. Diese Macht macht den Amerikanern Angst, denn ohne das Öl vom Saddam geht ihnen der Treibstoff langsam aus.
Deshalb muss er weg, der Saddam. Und wenn er weg ist, dann installieren die Amerikaner statt einer bösen irakischen Diktatur eine gute amerikanische. Für eine Weile. Natürlich nicht zu lange, denn eigentlich sind sie gute Demokraten. Sagen sie.
Weil beim Saddam-wegmachen aber wahrscheinlich auch viele andere Iraker weggemacht werden, die eigentlich nix für den Saddam können, hat sich Greenpeace etwas ausgedacht. Eine Ölspende, die Leben rettet. Ölspende? Genau.
Weil die Amerikaner für ihren Way of Life doppelt so viel Öl brauchen, wie zum Beispiel ein Europäer, müssen alle anderen Menschen ein Bisschen von ihrem abgeben. Du. Ich. Dieter Bohlen. Der Bundeskanzler. Und die Menschen aus anderen Ländern natürlich auch. Das Öl sammelt Greenpeace direkt bei den Botschaften und Konsulaten und übergibt es der amerikanischen Regierung.
Weil dann die Amerikaner weniger Angst haben, freuen sie sich und müssen keine anderen Regierungen mehr wegmachen. Das finden auch die Iraker gut. Und Saddam freut sich so sehr, dass er hackevoll von seinem Thron fällt und sich den Hals bricht. Da freuen sich dann alle noch mehr.
Also: Spendet Öl - rettet Leben!
Was macht Greenpeace?
Rund 60 Greenpeace-Aktivisten beteiligten sich am Auftakt der bundesweiten Öl-Sammelaktion gegen einen Angriff der USA auf den Irak: Vor der Botschaft der Vereinigten Staaten in Berlin und vor den amerikanischen Konsulaten in München und Hamburg stellten sie überdimensionale Ölfässer zum Sammeln der Spenden auf.
Es gibt viele Gründe, weshalb die Bush-Regierung in die Schlacht ziehen möchte
, erklärte Greenpeace-Sprecher Andreas Bernstorff. Der Hunger nach Erdöl ist einer. Wir sammeln nun Öl, damit die Amerikaner nicht mehr in den Irak vorstoßen müssen - und jeder kann mitmachen.