Zwanzig Polizisten enterten die Rainbow Warrior und erzwangen sich den Zutritt zur Brücke, indem sie die Scheiben einschlugen. Ein Militärboot durchtrennte die Ankerkette, zwei Schlepper zogen das Schiff aus der Sperrzone und schleppten es in den Hafen von Cadiz. Der Kapitän und zwei weitere Aktivisten wurden am Sonnabendmorgen vorübergehend festgenommen. Einer von ihnen wurde bei der Festnahme verletzt und musste im Krankenhaus behandelt werden. Mittlerweile befinden sich alle wieder auf freiem Fuss, müssen aber mit einer Anklage wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt rechnen.
Greenpeace ruft alle Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen auf nicht zuzulassen, dass die USA, Großbritannien und Spanien mit einem illegalen Krieg im Irak die UN-Charta unterminieren. Der UN-Sicherheitsrat ist derzeit uneins in der Frage, wie Frieden und Sicherheit international aufrechterhalten werden können. Die 191 Mitglieder der UN-Generalversammlung sollen nach Ansicht von Greenpeace darum die Resolution 377 anwenden, bekannt als Vereinigen für den Frieden, um eine Sondersitzung zu erzwingen.