Das Verbot geht auf eine Intervention des US-amerikanischen Justizministeriums zurück: Ein Bundesrichter hatte befunden, dass die Demonstrationserlaubnis auf Grund von Sicherheitsrisiken verweigert werden könne. Die Organisatoren des Friedensmarsches gehen davon aus, dass das Verbot die Stimmung eher noch anheizen könnte. Die Friedensanhänger kommen aus mehr als 200 Organisationen und Gruppen, die sich in United for Peace and Justice zu einem Netzwerk zusammengeschlossen haben. Busse und Sonderzüge werden am Sonnabend Menschen aus allen Teilen der USA nach New York bringen, um an der Demonstration teilzunehmen. Unter den Sprechern befinden sich unter anderem Erzbischof Desmond Tutu und Martin Luther King III.
Unterstützt werden die Friedensaktivisten diesmal auch von den Gewerkschaften. Sie fürchten, dass das fragwürdige 200-Milliarden-Dollar-Abenteuer im Irak die ohnehin schon geschwächte Wirtschaft weiter schädigen wird. Allein 5000 Gewerkschaftsmitglieder aus New York werden an dem Marsch teilnehmen. Wir versuchen, eine Genehmigung auszuhandeln
, sagte Michael Letwin von der Initiative New Yorker Arbeiter gegen den Krieg. Wenn wir sie nicht bekommen, weichen wir auf die Nebenstraßen aus. Für viele von uns ist es undenkbar, dass die Stadt uns unser Recht auf den Marsch verweigern könnte. Wir marschieren.
Weltweit werden am 15. Februar Millionen Menschen in über 300 Städten, unter anderem Berlin, auf Demonstrationen gegen den Krieg erwartet.