Nur Tage vorher war er in England über der Luftwaffenbasis von Fairford im Einsatz, von wo seit Beginn des Golfkriegs täglich B52-Bomber zu ihren Einsätzen im Irak aufsteigen. Analog zum Abwurf von Propagandamaterial durch amerikanische Flugzeuge im Irak verteilte Greenpeace aus luftiger Höhe Flugblätter gegen den Krieg über dem Stützpunkt.
Weltweit setzt Greenpeace sich auch weiter gegen den Krieg ein. Vor der US-Botschaft in Berlin besteht seit Beginn des Kriegs eine Mahnwache. Auf einem überdimensionalen Kerzenständer in Form eines Friedenssymbols wird dort pro Stunde Dauer des Kriegs eine Kerze angezündet. Seit Freitag gibt es an gleicher Stelle auch das Berliner Banner gegen den Krieg, das bislang schon überwältigende Unterstützung erfahren hat.
Auf einem 1,5 Meter hohen Banner aus Segeltuch können Passanten hier ihrem Protest gegen den Irak-Krieg Ausdruck verleihen. Das Banner ist bis Montagabend bereits auf gut 95 Meter Länge angewachsen - allerdings sind derzeit nur rund vier Meter sichtbar, weil der Wind sonst das Segeltuch samt der Holzständer fortwehen würde.
Hunderte Menschen haben ihren Protest auf dem Banner schon kundgetan, in 15 Sprachen finden sich ihre Botschaften gegen den Krieg. Darunter findet sich ein Krieg zerstört Leben genauso wie die Forderung nach "Waffenkontrollen überall", Amerikaner bringen zum Ausdruck, dass sie gegen den Krieg sind und danken allen Friedensdemonstranten überall auf der Welt für ihren Einsatz. Selbst Botschafter äußerten sich auf dem Banner gegen den Krieg und malten die Flagge ihres Landes daneben. Und immer wieder malten Menschen das Symbol des Regenbogens mit dem Schriftzug PACE (Frieden), das von Italien aus zum weltweiten Symbol für die Kriegsgegner geworden ist.