Auf dem schließlich 300 Meter langen und 1,5 Meter breiten Friedenssymbol haben die Menschen aus aller Welt ihren Protest gegen den Irak-Krieg zum Ausdruck gebracht. Zeichnungen, Gedichte und Appelle in 20 verschiedenen Sprachen füllen die weißen und gelben Bahnen aus Segeltuch.
Es freut uns, dass sich so viele Menschen an dem Banner beteiligt haben
, sagt Greenpeace-Sprecher Jörg Feddern. Als die Aktion am 28. März begann, waren nur einhundert Meter Banner geplant. Aber schnell stellte sich heraus, dass damit dem Bedürfnis der Menschen, ihre ablehnende Haltung zum Irak-Krieg zum Ausdruck zu bringen, nicht Genüge getan war. So wuchs das Banner rasch auf seine endgültige Länge an. Greenpeace wird es zu einem späteren Zeitpunkt dem Botschafter der USA in Deutschland, Daniel Coats, überreichen.
Die Mahnwache wurde um 12 Uhr mit vier Schlägen der Friedensglocke beendet. Mit dem Ende der massiven Kampfhandlungen im Irak stellen sich für Greenpeace neue Aufgaben. Wir konzentrieren uns jetzt auf die Folgen des Krieges
, erklärt Feddern. Der Angriff auf den Irak bleibt völkerrechtswidrig - daran ändert auch der militärische Etappensieg der alliierten Streitkräfte nichts
, betont Feddern. Doch muss es vorrangig darum gehen, die Not der irakischen Bevölkerung zu lindern.
Greenpeace prüft nun weitere Möglichkeiten, aktiv zu werden - eventuell auch direkt im Irak. Bereits nach dem Golfkrieg 1991 reiste ein Team der Umweltschutzorganisation an den Persischen Golf, um die Umweltschäden zu dokumentieren.
Die Greenpeace-Aktion Berliner Banner gegen den Krieg war Teil der Mahnwache, die bereits seit dem Beginn des Krieges bestand. Aus Protest gegen den Angriff auf den Irak hatte Greenpeace in der Nacht zum 21. März ein 3,5 Meter hohes Friedenssymbol errichtet und daneben eine ein Meter große Bronzeglocke aufgestellt. Für jede Stunde, die der Krieg andauerte, wurde eine Kerze angezündet. Für jede halbe Stunde läuteten Greenpeace-Aktivisten und Besucher die Glocke.