Als Organisation, deren Arbeit auf den Prinzipien von Frieden und Gewaltfreiheit basiert, ist Greenpeace grundsätzlich gegen Krieg - auch gegen einen Krieg im Irak
, erklärte der Geschäftsführer des australischen Greenpeace-Büros, Peter Mullins. Wir bedauern die Entscheidung von Premierminister Howard, australische Truppen in die Region zu entsenden. Er untergräbt damit die Rolle der Vereinten Nationen bei der Suche nach Konfliktlösungen im Irak.
Mit dieser Erklärung unterstützte Greenpeace auch den öffentlichen Aufschrei gegen das Vorgehen der australischen Regierung.
Ein Krieg im Irak, so schreiben die australischen Greenpeacer in einem eigens erstellten Papier, hätte verheerende Folgen für Menschen und Umwelt. Schon ein konventioneller Krieg könne mehr als eine Viertelmillion Menschen töten, in der Hauptsache Zivilisten. Weitere 200.000 könnten an den Folgen - Hunger und Entwurzelung - sterben. Bei einer Eskalation, die zum Gebrauch atomarer oder chemischer Waffen führt, würde die Umwelt so verseucht, dass noch etliche Generationen darunter zu leiden hätten.
Krieg sei zudem kein Mittel, Staaten unter Kontrolle zu halten, die im Verdacht stünden, über Massenvernichtungswaffen zu verfügen. Außerdem müssten sich Maßnahmen gegen solche Staaten dann auch auf Länder wie Pakistan oder Indien erstrecken. Australien, fordern die Umweltschützer, müsse sich an internationales Recht halten. Es sei erwiesen, dass ein Angriff auf den Irak ohne weitere Resolution des UN-Sicherheitsrates illegal sei. Dass Premierminister Howard australische Truppen auf solch einen Völkerrechtsbruch festlege, sei sehr bedauerlich.