
Hintergrund der außergewöhnlichen Suche nach Massenvernichtungswaffen: Zeitungsberichten zufolge plant Premierminister Tony Blair in Aldermaston neue Atombomben bauen zu lassen. Dafür sollen zig Milliarden britische Pfund ausgegeben werden. Unter anderem um einen neuartigen riesigen Laser zu entwickeln. Hunderte Arbeitsplätze für Atomwaffenspezialisten seien ausgeschrieben worden.
Die Inspektion gilt als erfolgreich, wenn es Inspektoren gelingt bis an den Sicherheitszaun heranzukommen, um von dort Fotos der Bauarbeiten an den neuen Atomwaffenfabriken zu erhalten. Das ist offiziell verboten.
Nicht mehr verhindern lässt sich jedoch eine Rede von Hans Blix, früherer UN-Waffeninspektor im Irak und gegenwärtig Vorsitzender der Kommission zu Massenvernichtungswaffen. Heute Abend wird er darin Tony Blair die Leviten lesen.

Blair bereitet außerdem ein Weißbuch vor, in dem er die Erneuerung des Trident-Atomwaffensystems empfiehlt. Welches ebenfalls zig Milliarden Pfund verschlingen wird. Dafür soll der Weg geebnet werden, bevor der Premierminister im kommenden Jahr aus dem Amt scheidet. Die Regierung verkündet allerdings offiziell, dass es über die Zukunft von Trident noch keinerlei Entscheidungen gebe.