
Greenpeace möchte mit dem vorliegenden Diskussionspapier einen Beitrag dazu leisten. Es bietet Hintergrundinformation etwa darüber, wie der Kampf gegen den Terror nach dem 11. September instrumentalisiert wurde, mit welchen Argumenten gegenwärtige Kriege legitimiert werden sollen und welches die Ursachen von Terrorismus und anderer Gewalt sind.
Die Diskussion über die derzeit alles beherrschende Frage Ist ein Krieg gegen den Irak abwendbar lässt sich kaum führen, ohne einige der - tatsächlichen - Gründe für diesen Krieg beim Namen zu nennen. Denn dabei geht es weniger um den Kampf gegen das Böse oder die Suche nach Massenvernichtungswaffen, sondern schlicht um die Sicherung und den Ausbau geostrategischer Dominanz einer Weltmacht. Wobei der angestrebte Zugriff auf Energie-Ressourcen ein wesentlicher - aber nicht der einzige - Faktor ist.
In seinem umfangreichen Aufsatz hat der renommierte Friedensforscher, Afghanistan- und Irakexperte Dr. Jochen Hippler für Greenpeace einige der wichtigsten Hintergründe der derzeitigen Neuordnung der Welt durch eine Supermacht beleuchtet. Hippler ist Politikwissenschaftler am Institut für Entwicklung und Frieden (INEF) in Duisburg. Er befasst sich mit Regionalkonflikten, ethnischen bzw. ethno-religiösen und nationalistischen Konflikten, der Wahrnehmung politischer Formen von Religiosität im Islam und Fragen der neuen Weltordnung. Jochen Hippler hat die Länder der Region mehrfach bereist.
Wolfgang Lohbeck, Leiter Arbeitsgruppe Krieg und Frieden
Stand Januar 2003
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