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Was McDonald’s, Aldi und Co besser machen müssen

Fleisch: Weniger ist mehr

Vor allem Lebensmittelproduzenten, Handel und Gastronomie sind gefragt Verantwortung zu übernehmen. Sie entscheiden über Haltung und Futterqualität der Tiere.

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Die Massentierhaltung ist mitverantwortlich für die größten Umweltprobleme unserer Zeit wie Klimawandel, Verlust von Wäldern, Schwund der Arten sowie Verschmutzung von Luft, Böden und Gewässern. Ein hoher Fleischkonsum verschärft zudem das Hungerproblem, denn in der industriellen Fleischerzeugung landen riesige Mengen wertvoller Nahrungspflanzen wie Getreide und Soja im Futtertrog. Trotz all dieser Probleme wächst der Appetit auf Fleisch weiter.

Es gibt viele gute Gründe weniger Fleisch zu essen. Aber nicht nur der einzelne Verbraucher übernimmt mit seinem Konsum Verantwortung. Vor allen Dingen spielen die Lebensmittelproduzenten, Händler und auch die Gastronomie eine große Rolle: Sie entscheiden, wie tierische Produkte erzeugt werden.

„McDonald’s, Aldi oder Geflügelmäster wie Wiesenhof – sie bestimmen, ob Gentechnik im Tierfutter zum Einsatz kommt, ob Soja aus Regenwaldgebieten verfüttert wird oder ob das Fleisch aus Massentierhaltungsställen stammt“, sagt Stephanie Töwe, Landwirtschaftsexpertin von Greenpeace. „Wir können es uns nicht länger leisten beim Fleischkonsum nur  auf Wachstum und billige Preise zu setzen. Immer mehr Fleisch aus Massentierhaltung gefährdet nicht nur heute unsere Umwelt, sondern auch die Zukunft unserer Kinder.“

Qualität beginnt auf dem Acker

McDonald’s bekommt derzeit zu spüren, dass sich etwas ändern muss. Gerade wurden die Burger der größten Fast-Food-Kette zu den schlechtesten gewählt. Der Umsatz stagniert, neue Ideen müssen her. In Europa will das Unternehmen auf Lieferservice setzen, um den Absatz der Buletten wieder anzukurbeln.

„McDonald’s aufzufordern kein Fleisch mehr zu verkaufen, wäre wie VW zu verbieten Autos herzustellen. Aber McDonald’s muss es besser machen. Es reicht nicht, nur das Firmenlogo grün anzustreichen. Statt auf billige Massenware zu setzen, muss Qualität her. Das beginnt bereits auf dem Acker, indem dort weniger Pestizide und Düngemittel und keine Gentechnik zum Einsatz kommen.“

McDonalds setzt weiter auf Gentechnik

Bisher weigert sich das Unternehmen strikt mit einem Bio-Burger ins Rennen zu gehen. Auch beim Tierfutter bleibt die Fast-Food-Kette stur. Gentechnik im Futtertrog wird zwar als Übel erkannt, aber damit die ChickenNuggets billig bleiben, wird die umstrittene Gen-Soja genauso in Kauf genommen, wie die miserablen Haltungsbedingungen.

Nur knapp 20 Prozent des Geflügelfleisches für den deutschen Markt werden auch hier produziert. Regionalität, kurze Transportwege, direkter Einfluss auf die Herstellungskriterien scheinen bei McDonald’s keine Priorität zu haben. Weitere 20 Prozent Hähnchenfleisch für ChickenNuggets oder ChickenBurger werden aus Brasilien geliefert, der Rest aus anderen europäischen Ländern.

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