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Ein Artikel von greenpeace.de

Die Energie (R)Evolution: Unser Masterplan für das Weltklima

Die gute Nachricht: Durch den intelligenten Einsatz von Energie und erneuerbare Energien lässt sich die Hälfte des globalen Energiebedarfs bis zum Jahr 2050 decken. Dies hat Greenpeace mit der Studie: Globale Energierevolution - Ein Weg zur nachhaltigen Energiezukunft für die Welt aufgezeigt. Die Studie zeigt, dass es ökonomisch machbar ist, in den nächsten 43 Jahren die weltweiten CO2-Emissionen um fast 50 Prozent zu senken.

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Der verbliebene Energiebedarf wird zur Hälfte von Erneuerbaren Energien gedeckt. Ein massiver Ausbau der Erneuerbaren Energien ist dafür notwendig und technisch möglich - alles was fehlt, ist die nötige politische Unterstützung.

Die schlechte Nachricht: Die Zeit wird immer knapper. Klimaforscher sind sich darin einig, dass ein Klimawandel stattfindet, dass diese Veränderungen zum größten Teil auf den Menschen zurückzuführen sind. Allein in den letzten einhundert Jahren ist die Temperatur um 0,74 Grad Celsius gestiegen. Wenn wir weitermachen wie bisher, wird sich die Durchschnittstemperatur bis Ende des Jahrhunderts um bis zu 6,4 Grad erhöhen. Die Folgen wären katastrophal.

Um einen katastrophalen Klimawandel zu verhindern, müssen wir dafür Sorge tragen, dass wir den Temperaturantieg auf unter 2 Grad Celsius begrenzen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir bis spätestens 2050 die weltweiten Emissionen an Treibhausgasen um mindestens 50 Prozent senken (Ausgangsjahr 1990).

Greenpeace und der europäische Verband der Eneuerbaren Energien (EREC) zeigen mit der Studie auf, wie die dringend notwendige CO2-Reduzierung schnell erreicht und eine erschwingliche Energieversorgung auf der Basis einer stetigen Entwicklung der Weltwirtschaft sichergestellt werden können. Das Szenario greift dabei nur auf bewährte und nachhaltige Technologien zurück. Sogenannte CO2-freie Kohlekraftwerke und die Nutzung der Atomenergie werden nicht berücksichtigt.

Jetzt ist die Politik gefordert. Sie ist es, die die gesetzlichen Rahmenbedingungen schaffen muss, damit die durchaus ehrgeizigen Ausbauziele für Erneuerbare Energien zu schaffen sind. Sie muss dafür Sorge tragen, dass Effizienzstandards in Industrie, Gewerbe und Haushalten Einzug halten und damit die Energievergeudung endlich ein Ende hat. Und schließlich ist sie es, die die Milliardensubventionen für klimaschädliche fossile Energien und die gefährliche Atomenergie beenden muss. Forschung und Entwicklung im Bereich Effizienz und Erneuerbare Energien sind das Gebot der Stunde und nicht die Stützung von Industrien, die uns dem Klimakollaps näher bringen.

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