Ein Artikel von Beate Steffens

Greenpeace-Aktivisten noch immer in schwedischen AKWs

Greenpeace-Aktivisten haben die Nacht unentdeckt in den Atomkraftwerken Forsmark und Ringhals in Schweden verbracht. Ein Team von Kletterern ist im AKW Forsmark erst nach mehr als 30 Stunden entdeckt worden. Ein anderes Team in Ringhals hat sich nach 28 Stunden freiwillig entdecken lassen. Derzeit werden noch 29 ausländische Greenpeace-Aktivisten auf der Polizeistation von Uppsala festgehalten - 20 davon Deutsche. Von offizieller Seite heißt es, sie sollen 72 Stunden - bis zur Verhandlung am Freitag neun Uhr in Haft bleiben. Doch weiterhin befinden sich Greenpeacer auf dem Gelände der AKWs.

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Tag 2 des Greenpeace-Stresstest: Morgens um acht Uhr twittert eine der Aktivisten im AKW Ringhals, dass sie sich noch auf einem Dach auf dem AKW-Gelände befinden. Daraufhin beginnt eine intensive Suche nach den Vieren. Doch es dauerte eine weitere Stunde bis Sicherheitskräfte die Aktivisten entdeckten - nachdem sie sich bemerkbar gemacht haben. Etwa zwei Stunden später wird ein weiteres Kletter-Team in Forsmark entdeckt und festgesetzt.

Auch im EU-Stresstest werden die Sicherheitsstandards der schwedischen AKWs massiv kritisiert. In einem jüngst veröffentlichten Report empfiehlt ein unabhängiger Atomexperte, alle drei schwedischen Atomanlagen wegen Sicherheitsmängeln sofort herunterzufahren. Er hatte die in Schweden durchgeführten Stresstest intensiv unter die Lupe genommen.

Wir nennen unsere Aktion Stresstest, weil wir der Öffentlichkeit deutlich machen wollen, wie gefährliche die schwedischen Atomkraftwerke sind. Sie stellen nicht nur für die Menschen in der Umgebung eine Gefahr dar, sondern für die Menschen in ganz Skandinavien, sagt die Aktivistin Isadora Wronski. Greenpeace fordert die Umweltministerin Lena Ek auf, sicherzustellen, das diese riskanten Reaktoren aus dem Betrieb genommen werden.

Aufgrund der gestrigen Greenpeace-Stresstests in den AKWs Forsmark und Ringhals, sah sich Umweltministerin Ek gezwungen die Greenpeace-Aktion zu kommentieren. Sie zitierte Verantwortliche von E.on und Vattenfall zu einem heutigen Treffen. Dann sollen sie ihr erklären, wie sie gedenken mit den Sicherheitslücken umzugehen.

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Der Atomausstieg ist beschlossen und die Energiewende in Deutschland eingeleitet. Die Konzerne stehen nun in der Verantwortung für den ordnungsgemäßen Rückbau ihrer Atomkraftwerke und für die Entsorgung des von ihnen verursachten Atommülls.
Die Schweizer Kernkraftwerke, insbesondere die Anlagen in Mühleberg und Beznau, gehören europaweit zu den ältesten Anlagen, ja sogar weltweit. Die Reaktoren weisen fortgeschrittene Alterungsprozesse aus, welche die ursprünglich bestehende Sicherheit stetig reduzieren.

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