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Ein Artikel von Beate Steffens

Atompannen in Frankreich vertuscht?

Nach der Pannenserie in mehreren französischen Atomanlagen besteht Verdacht auf Vertuschung von Informationen. Die Polizei hat das Büro des inzwischen entlassenen Direktors der Anlage von Tricastin bei Avignon durchsucht und zahlreiche Unterlagen sichergestellt.

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Nach Informationen der Zeitung Le Parisien wollen die Ermittler herausfinden, ob die gesetzlich vorgeschriebenen Abläufe eingehalten worden seien. Bereits eingeräumt wurde von der Chefin des Atomkonzerns Areva, Anne Lauvergeon, dass die Öffentlichkeit eher hätte informiert werden sollen.

Die Information über die Kontaminierung zweier Flüsse war zurückgehalten worden, als vor gut zwei Wochen 74 Kilo Uran aus einem beschädigten Überlaufbecken der Anlage in Tricastin in die Umwelt gelangt waren.

Es ist unverantwortlich, den Ernst von Atomunfällen herunter zu spielen. So kann nicht angemessen auf die Gefahr für die Menschen reagiert werden sagt Heinz Smital, Atomexperte bei Greenpeace. Das gilt in Tricastin, Frankreich genauso wie in Asse, Deutschland.

Die Ermittlungen in Tricastin gehen weiter. So soll geklärt werden warum 100 Angestellte bei einer Kontrolluntersuchung am Mittwoch erhöhte Strahlenwerte aufgewiesen haben. Die Belastung sei nur gering gewesen, behauptete der Betreiber lapidar. Doch ist es unklar, warum die Betroffenen überhaupt der Strahlung ausgesetzt gewesen seien.

Die Betreiber versuchen, der Öffentlichkeit Sand in die Augen zu streuen, um einer dreckigen und gefährlichen Technik ein sauberes Gesicht zu geben, kritisiert Smital. Aber Atomkraft bleibt gefährlich. Gerade auch, weil sie von Menschen betrieben wird. Wir müssen aus dieser Hochrisikotechnologie aussteigen, so schnell wie möglich.

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