Greenpeace-Initiative hat Erfolg

Apple setzt auf Solar

Erfolg für Greenpeace‘ Apple-Kampagne: Der iPhone-Produzent investiert rund 850 Millionen Dollar in einen kalifornischen Solarpark – die größte private Solarinvestion aller Zeiten.

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Saubere Energie ist bei Apple Chefsache: Steve Jobs Nachfolger Tim Cook selbst verkündete die Investition. Das Unternehmen habe beim Anbieter First Solar einen über fünf Quadratkilometer großen Solarpark in Auftrag gegeben, der künftig sowohl das Apple-Hauptquartier als auch alle kalifornischen Apple-Stores mit grünem Strom versorgen soll. „Wir wissen bei Apple, dass der Klimawandel real ist”, sagte Cook bei der Ankündigung des Projekts. „Die Zeit zu reden ist vorüber. Jetzt ist es Zeit zu handeln.”

„Apple hat noch Arbeit vor sich, die Umweltfolgen des Konzerns zu reduzieren“, so Greenpeace IT-Experte Gary Cook. „Aber andere große US-Konzerne sollten sich gut anschauen, wie Tim Cook Apple mit der Geschwindigkeit in eine 'Erneuerbare' Zukunft führt, wie es der Klimawandel erfordert."

Reaktion auf Cloud-Proteste

Mit dem Millionen-Deal setzt Apple seine Entwicklung zum grünen Spitzenreiter der IT-Branche fort. Im Frühjahr 2012 reagierte das Unternehmen auf Proteste von Greenpeace-Aktivisten, die mangelnde Nachhaltigkeit bei großen IT-Unternehmen anprangerten – darunter Apple, Microsoft, Amazon und Co. 

Die Greenpeace-Studie ‚How Clean is Your Cloud‘ hatte ergeben, dass IT-Konzerne größtenteils auf schmutzigen Kohle- oder gefährlichen Atomstrom setzen um ihre Cloud-Dienste zu betreiben. Schon kurz nach Beginn der Kampagne lenkte Apple ein und kündigte an, seine Energieversorgung zu 100 Prozent auf Erneuerbare umzustellen.  

Apple ist grüner Spitzenreiter

Was Apple von anderen Konzernen unterscheidet ist, dass den Worten bald Taten folgten. In den vergangenen Jahren hat Apple stark in den Bau von Solaranlagen investiert. Schon seit 2013 laufen alle Rechenzentren Apples mit Ökostrom. Jetzt stellt das Unternehmen auch seine Konzernzentrale auf sauberen Strom um.  

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