Am Dienstag haben sieben Vertreter von SolarGeneration und zwei Mitarbeiter von Greenpeace den Minister für Wirtschaft und Arbeit, Wolfgang Clement (SPD), getroffen. Reemt Heuke von SolarGeneration und Sven Teske, Energieexperte bei Greenpeace, berichten von dem Gespräch:
Was hat Wolfgang Clement als Minister für Wirtschaft und Arbeit eigentlich mit SolarGeneration zu tun?
Reemt Heuke: Wir haben in Deutschland ja keinen Energieminister. Für die erneuerbaren Energien ist der Minister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Jürgen Trittin zuständig, für fossile Energien Minister Clement. SolarGeneration will weg von der Kohle und hin zu Wind, Wasser und Sonne. Leider ist Herr Clement da noch anderer Meinung. Und deswegen haben wir uns mit ihm getroffen.
Mit welchen Forderungen seid Ihr zu ihm gegangen?
Reemt Heuke: Der Anteil der regenerativen Energien an Strom- und Wärmeproduktion liegt derzeit bei knapp fünf Prozent. Wir fordern, den Anteil bis 2010 zu verdoppeln. Eine Studie, die die Regierung selbst in Auftrag gegeben hat, besagt, dass dabei 70.000 neue Arbeitsplätze entstehen können. Bis 2020 kann sich der Anteil dann nochmal verdoppeln.
Und mit welchem Ergebnis seid Ihr verblieben?
Sven Teske: Minister Clement sagte, er wolle die Einspeisevergütung gewaltig verringern. Das hätte dann zur Folge, dass die Hälfte aller Pläne für neue Windkraftanlagen an Land nicht mehr realisierbar wäre. Außerdem scheint Herr Clement sehr an die Technik von Kohlekraftwerken zu glauben, nicht jedoch an die moderne Technik von Wind-, Wasser- und Solarkraftwerken. Das mag daran liegen, dass er stark in der Kohlelobby verwurzelt ist.
Reemt Heuke: Immerhin hat er zugesagt, eine Botschaft von uns zum Energiegipfel im November mitzunehmen. Und wir werden unser Gespräch sicher fortsetzen.
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