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Greenpeace & Tierversuche

Greenpeace befürwortet keine Tierversuche. Im Gegenteil befürworten wir eine Stoffprüfung ohne den Einsatz von Versuchstieren.

Laufend werden in der EU tausende Chemikalien in die Umwelt freigesetzt und von Menschen wie Tieren aufgenommen. Darunter sind ungetestete Substanzen mit unbekannten Risiken und solchen mit einem schon belegten hohen Schädigungspotential. Dies ist ein riesiger Freilandversuch mit allen Lebewesen und ein Russisch Roulette-Spiel mit unserer Gesundheit und der aller Tiere. Greenpeace fordert, dass in Zukunft keine gefährlichen oder unzureichend geprüften Stoffe mehr in die Umwelt freigesetzt werden.

Gegenwärtig finden zur Prüfung bestimmter Toxizitätsparameter meist international standardisierte Verfahren Anwendung, in denen teilweise auch Tierversuche zum Einsatz kommen. Solche Verfahren sollten schnellstmöglich und so weitgehend wie möglich auf Methoden umgestellt werden, die nicht auf Tierversuchen basieren.

Die Industrie muss alle bereits verfügbaren Versuchsdaten offen legen, so dass Mehrfachuntersuchungen vermieden werden können. Bei Neutests müssen verbindlich Konsortien gebildet werden, so dass nicht jeder Hersteller die gleichen Tests durchführt. So können Tierversuche vermieden und Kosten gespart werden.

Greenpeace fordert eine Stoffbewertung nach dem Vorsorgeprinzip (basierend auf stoffintrinsischen Eigenschaften) statt nach dem von der EU vorgesehenen Verfahren des Risk-Assessments. Nach dem Vorsorgeprinzip müssten Chemikalien, die z.B. schwer abbaubar sind, sich in der Nahrungskette anreichern oder solche, bei denen bereits eine kritische Toxizität bekannt ist, nicht weiter untersucht werden, sondern direkt dem geplanten Zulassungsverfahren unterstellt werden. Dadurch würden zahlreiche Tierversuche überflüssig.

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