
Ausgediente Hochseeschiffe sind nach internationalen Vorschriften kontaminierter Metallschrott
. Sie enthalten giftige Farben, Asbest und andere Schadstoffe. Schiffseigentümer müssen ihren giftigen Schrott jedoch nicht fachgerecht entsorgen, sondern verkaufen ihn nach Asien. Ein schmutziges und tödliches Geschäft.
Denn dort werden die Schiffe in mühevoller Kleinarbeit mit Schneidbrennern, Sägen und Hämmern zerlegt und anschließend weiterverwertet – praktisch ohne Arbeitschutz, auf Kosten der Gesundheit mehrer hunderttausend Arbeiter. Jeder vierte bekommt Krebs
, sagt ein deutscher Arbeitsmediziner, Landgewerbearzt von Bremen. Die Schiffseigentümer sparen nicht nur sämtliche Entsorgungskosten, sondern verdienen mit ihrem gefährlichen Schrott rund 350 US-Dollar pro Tonne Stahl.