Auf dieser Seite haben wir für Sie die letzten Presseerklärungen zum Thema Chemie zusammengestellt.

Rund 30 Labels waren in diesem Jahr bei der grünen Modewoche in Berlin vertreten. Auch Greenpeace war vor Ort: In der Knowledge Lounge konnten sich Fachpublikum und Verbraucher bei Greenpeace-Experten am Detox-Stand informieren. Die gleichnamige Kampagne kritisiert den Einsatz von Chemikalien in der Textilproduktion und die damit verbundenen Folgen für die Umwelt.
Greenpeace zieht eine positive Bilanz der Fashion Week, genauer gesagt der Knowledge Lounge. Die Resonanz war sehr gut und das Interesse an grüner Mode steigt - sowohl beim Fachpublikum als auch bei den Verbauchern. Dass Ökomode qualitativ hochwertig und auch schön anzusehen ist, haben zahlreiche Designer schon lange bewiesen.
Im Rahmen der Detox-Kampagne konnte Greenpeace Verbindungen zwischen bekannten Kleidermarken und Textilfabriken in China nachweisen, die gefährliche Chemikalien in die Flüsse ableiten. Die Stoffe stellen eine ernsthafte Bedrohung für Mensch und Umwelt dar.
Vielen Menschen in China dienen die Flüsse als Quelle für Trinkwasser. Außerdem wird das Flusswasser auch zum Bewässern von Feldern eingesetzt und gelangt damit direkt in die Nahrung der dort lebenden Menschen.
Nach massivem Protest von Greenpeace-Aktivisten und Verbrauchern willigten namhafte Hersteller ein, die Bedingungen ihrer größtenteils in China angesiedelten Produktion zu verbessern. Bis jetzt haben die ganz großen Namen zugesagt. Weitere Unternehmen aus der Branche müssen diesem Beispiel folgen, denn das Problem ist keineswegs nur ein lokales.
Um weitere Unternehmen zum Umdenken und zum Handeln zu bewegen, können über die Mitmach-Aktion von Greenpeace weiterhin Protestmails an verschiedene Hersteller geschickt werden.
Heute Abend greift auch die ARD die problematischen Produktionsbedingungen von Mode auf. In hart aber fair diskutieren Die Gäste darüber, ob Kleidung billig und fair sein kann. Unter ihnen ist auch Textilexpertin Kirsten Brodde, die das Blog Grüne Mode betreibt. Die Sendung beginnt um 21 Uhr.

Mit 36 Ausstellern ist die zukünftig zweimal im Jahr stattfindende Modemesse Ethical Fashion Show ausgebucht. Die im Berliner ewerk (Wilhelmstraße 43, Berlin-Mitte) ausstellenden Marken verwenden nur zertifizierte Biomaterialien oder recycelte Rohstoffe und können eine sozialverträgliche Produktion nachweisen.
Dazu zählen Taschen aus ehemaligen Rettungswesten ("Bag To Life"), Miniröcke aus Herrenanzügen (*MILCH"), pflanzlich gegerbte Ledertaschen ("Aehrenkranz") sowie Casual- und Streetwear, die noch in Deutschland hergestellt wird ("room to roam", "Trigema CHANGE").
Für eine bessere Umweltbilanz von Textilien, die in asiatischen Ländern gefertigt werden, engagiert sich Greenpeace in der Kampagne DETOX. Experten der Umweltorganisation stehen in der sogenannten Knowledge-Lounge Rede und Antwort (Halle C, täglich von 10 bis 20 Uhr, Freitag bis 18 Uhr).

Greenpeace fordert die Bekleidungsbranche auf, ihre Produktion zu "entgiften": Krebserregende oder hormonell wirksame Chemikalien müssen durch ungefährliche Alternativen ersetzt werden. Verbraucher können sich mit einer elektronischen Postkarte an Modemarken, die nachweislich Risiko-Chemikalien einsetzen, an der Kampagne beteiligen. Mehr Informationen zur DETOX-Kampagne finden Sie in unserem Report Schmutzige Wäsche.
Weitere in der Knowledge-Lounge vertretene NGOs und Initiativen sind TransFair e.V., Global Organic Textile Standard, Internationaler Verband der Naturtextilwirtschaft e.V., Helvetas aus der Schweiz und das Umweltbundesamt mit dem Blauen Engel. Der Besuch der Ethical Fashion Show ist kostenlos. Ökologisch shoppen kann man im Pop-up-Store "Changing Room" in Halle C. Dort können T-Shirts auch mit neuen Prints veredelt werden - chemikalienfrei natürlich, als Siebdruck.
Einen kleinen Berlin Fashion Week Eco Guide bietet die Mode-Expertin Kirsten Brodde auf ihrer Website. Und hier geht es zum ganzen Programm der Fashion Week.
(Autorin: Simone Miller)

Für das Bündnis ist nicht ersichtlich, dass das federführende Bundeslandwirtschaftsministerium tatsächlich daran interessiert ist, die Menschen und ihre Umwelt vor den negativen Auswirkungen des Pestizideinsatzes zu schützen und verbindliche Vorgaben, wie die Reduzierung des chemischen Pflanzenschutzes, ernsthaft umzusetzen
, sagt Carina Weber, Geschäftsführerin von PAN. Aber genau dies wäre notwendig, um die großen, pestizidbedingten Umweltprobleme in der Bundesrepublik zu lösen.
Nach wie vor sind Pestizid-Einträge in die Gewässer und das Grundwasser festzustellen, die als Rohwasserressource für die Trinkwassergewinnung dienen. Imker müssen immer wieder mit ansehen, wie ihre Bienen durch Pestizide, etwa durch Neonikotinoide, geschädigt werden. Die Verbraucher werden mit dem Problem von Pestizid-Cocktails in vielen Obst- und Gemüsesorten allein gelassen, weil ein Bewertungsschema für Umwelt- und Gesundheitsrisiken fehlt.
Deshalb ziehen das Pestizid Aktions-Netzwerk e.V. (PAN Germany), der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Greenpeace, der Naturschutzbund (NABU), der Berufs und Erwerbsimker Bund (DBIB) sowie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) jetzt einen Schlussstrich unter ihre Beteiligung im Forum des Pestizid-Aktionsplans.
Bereits seit 2004 Jahren engagieren sich die Verbände in dem vom Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) moderierten Forum Nationaler Aktionsplan zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln (NAP). Sie setzen sich für mehr Transparenz im Prozess ein und fordern fundierte Verbesserungen in der inhaltlichen Ausgestaltung. Die Ziele des Aktionsplans sind von Brüssel für die Bundesrepublik verbindlich vorgegeben: Die Auswirkungen der Verwendung von Pestiziden auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt müssen verringert und die Abhängigkeit von Pestiziden in der Landwirtschaft reduziert werden.