Greenpeace fordert
Ansichten dieses Artikels:
Details zum Artikel:
- Artikel veröffentlicht am: 13.02.2007,
- Artikel veröffentlicht von: Greenpeace Redaktion
Wegschauen ist unmöglich! Greenpeace untersucht seit 2003 regelmäßig Pestizidrückstände in Obst und Gemüse und zeigt Probleme des Spritzmitteleinsatzes in der Landwirtschaft auf. Mit bemerkenswerten Reaktionen: Große Handelsketten wie Lidl, Aldi und REWE haben eigene Programme zur Pestizidreduktion gestartet. Die Nachfrage nach Bioprodukten ist gestiegen. Der Einsatz von Pestiziden in Ländern wie Spanien, Italien und Griechenland ist gesunken. Doch reicht das aus?
Mitnichten! Immer noch sind Pestizide auf dem Acker und im Essen die Regel. Pestizide gefährden unsere Gesundheit und ganz besonders die der Arbeiter auf Äckern und Plantagen. Zudem schädigen Pestizide Tiere, Wildpflanzen, Böden, Grundwasser und Flüsse.
Greenpeace fordert:
- Essen ohne Pestizide! Das in Supermärkten verkaufte Obst und Gemüse soll frei von Pestizidrückständen sein. Die Handelsketten müssen garantieren, dass sie Ware ohne Pestizid-Höchstmengenüberschreitungen oder Mehrfachrückstände verkaufen.
- Ein umfassendes Pestizidreduktionsprogramm des Bundes der Länder, mit dem der Pestizideinsatz in Deutschland bis 2010 um 50 Prozent gesenkt wird.
- Wirksame Kontrollen der Landwirte und des Lebensmittelhandels: Der Verkauf von Lebensmitteln, die zu hoch mit Pestiziden belastet sind, und der falsche oder illegale Einsatz von Pestiziden müssen durch die Bundesländer unterbunden werden.
- Keine Zulassung für besonders gefährliche Pestizide und solche, die häufig in Lebensmitteln nachgewiesen werden - Bundesregierung und EU-Kommission müssen handeln!
- Ein Verbraucherinformationsgesetz, das die Behörden verpflichtet, Namen von Herstellern und Vermarktern beanstandeter Lebensmittel öffentlich zu nennen.