Dieser Plan würde eine deutlich günstigere Alternative unmöglich machen: Einen Durchlass in den niemals fertiggestellten Damm zu schneiden, um den Fischen das Überwinden des Hindernisses aus eigenener Kraft zu ermöglichen. Dafür wurde inzwischen Geld gesammelt, das aber nach dem neuen Plan in den Betrieb des LKW-Shuttles fließen soll. Geht das Geld zur Neige, würde der US-Steuerzahler für den Transport Erster Klasse zur Kasse gebeten.
Mit dem Lachs-Transport-Streit ist ein weiteres Kapitel in der unrühmlichen Geschichte des halbfertigen Staudamms am Elk-Creek aufgeschlagen worden. Seit 1987 sind alle Bauarbeiten eingestellt, die vom US-Army-Corps of Engineers nur widerwillig ausgeführt wurden, weil das Dammprojekt keinen wirtschaftlichen Sinn machte. Das Corps machte damals deutlich, dass selbst wenn es gezwungen würde, den Damm zu vollenden, es sich nicht weiter um ihn kümmern würde. Der Damm war niemals zur Stromerzeugung gedacht und seine regulierende Wirkung bei Überflutungen wird als eher vernachlässigbar eingestuft.
Pikante Pointe: Die US-Fischereibehörde hat darauf aufmerksam gemacht, dass der LKW-Transport gegen das US-Gesetz zum Schutze bedrohter Arten (ESA) verstoßen könnte und möglicherweise eine Vielzahl von Gerichtsverfahren nach sich zöge. Völlig im Einklang mit dem ESA wäre hingegen ein Einschnitt im Damm.