Schon 0,3 Milligramm des Stoffes in einem Gramm Creme können nach Expertenmeinung zu einer Kontaktsensibilisierung führen. Einer dänische Studie zufolge genügen 0,015 Prozent MDGN, um Allergien auszulösen.
Ähnlich alarmierend sind die Untersuchungsergebnisse bei den Zahncremes blend a med milde Frische und Mentadent 3fach Schutz. Beide enthalten den Konservierungsstoff Triclosan, der bereits zur Bildung resistenter Keime geführt hat. Die Chlorverbindung wird außer in Zahncremes auch in anderen Mundpflegemitteln, in Putzmittteln, Plastikgeschirr und Textilien eingesetzt. Sie reichert sich im menschlichen Gewebe an und ist sogar in Muttermilch nachweisbar.
Das Problem ist nicht auf Österreich beschänkt. Was die Kollegen festgestellt haben, trifft mit Sicherheit auch auf den deutschen Markt zu
, sagt Manfred Krautter, Chemie-Experte von Greenpeace Deutschland. Die belasteten Produkte müssen sofort vom Markt genommen werden.
Die Risiken der Verwendung von MDGN und Triclosan sind seit mehr als zehn Jahren bekannt. Die EU hat zwar im April 2003 einen Vorentscheid für das Verbot von MDGN in Cremes getroffen, doch ein endgültiges Verbot steht immer noch aus. (sit)