Das Inkrafttreten der Stockholmer Konvention zeigt, dass globale Umweltpolitik möglich ist - selbst die USA sind dabei
, sagt Andreas Bernstorff, Chemieexperte bei Greenpeace. Das viel geschmähte weiche Umweltvölkerrecht wirkt sich nun aus. Es hat sich frühzeitig herumgesprochen, dass die Konvention kommt. Die Firmen haben sich umgestellt.
Die Konvention hat schon vor ihrem Inkrafttreten dafür gesorgt, dass überall auf der Welt, besonders in den weniger entwickelten Ländern, Listen und Inventare erstellt wurden
, so Bernstorff weiter. Die Stockholmer Konvention besagt, dass die Restbestände der Gifte, wie PCB und Pestizide, beseitigt werden müssen. Das Wichtige dabei ist: nicht auf Kosten der armen Länder.
Vielmehr müsse die Weltgemeinschaft dafür aufkommen. Die Weltbank hat einen speziellen Fonds für Länder, die Inventare machen und Entsorgungsprogramme aufstellen.
Dennoch wird jetzt nicht alles auf einen Schlag besser
, warnt Bernstorff. Es müssten mehre hundert Chemikalien auf der Verbotsliste stehen. Es ist höchst bedauerlich, dass es nur das Dirty Dozen ist, doch mehr war zunächst nicht durchsetzbar. Die zwölf Chemikalien waren in den reichen OECD-Staaten bereits vom Markt. Das Positive ist, dass die Konvention erweiterbar ist. Inzwischen gibt es bis zu vierzig verschiedene Listen mit weiteren Kandidaten für ein Verbot. Und viele Staaten setzen sich für eine Erweiterung ein.