Greenpeace hatte Anfang der Woche auf die Belastung der Kosmetik-Artikel mit dem umstrittenen Methyldibromo Glutaronitril (MDGN) und Triclosan hingewiesen. Den Herstellern und dem österreichischen Handel wurde eine Frist von 48 Stunden eingeräumt. Schlecker ist die einzige der großen Handelsketten, die darauf in keiner Weise reagiert hat. Auch am Freitag ließ Schlecker jede Gesprächsbereitschaft vermissen. Die Umweltaktivisten wurden aus dem Geschäft gewiesen, setzten die Protestaktion aber vor dem Drogeriemarkt fort.
MDGN gilt als der am häufigsten Kontaktdermatitis verursachende Konservierungsstoff. Laut einer aktuellen dänischen Studie können bereits 0,015 Prozent MDGN in Cremes Kontaktdermatitis auslösen. Die von Greenpeace beauftragten Laboranalysen ergaben 0,03 Prozent MDGN. Triclosan führt nachweislich zur Bildung resistenter Keime und wird derzeit als ein medizinisches Mittel gegen Tuberkulose eingesetzt. Dies könnte bald nicht mehr möglich sein.
Was die Kollegen festgestellt haben, trifft mit Sicherheit auch auf den deutschen Markt zu
, sagt Manfred Krautter, Chemie-Experte von Greenpeace Deutschland. Die belasteten Produkte müssen sofort vom Markt genommen werden.
Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten von Greenpeace Österreich (http://www.greenpeace.at/). (mir)