
Das Ende der Giftmüllexporte in arme Länder gehörte neben der Durchsetzung des chlorfreien Druckpapiers und des FCKW-freien Kühlschranks zu den großen Greenpeace-Erfolgen der Neunziger Jahre. Aber noch sind nicht alle Probleme gelöst.
Nach wie vor werden sämtliche ausgedienten Hochseeschiffe der Welt an asiatischen Stränden in Handarbeit zerlegt. Dabei kommt es zu einer massiven Schädigung der Gesundheit der Arbeiter und der Umwelt. Außerdem liegen immer noch weit über eine halbe Millionen Tonnen teils inzwischen verbotener Altpestizide schlecht oder gar nicht gesichert in Mittel-Osteuropa, Zentralasien und Entwicklungsländern. Und um das Jahr 2000 haben vor allem die USA begonnen, Elektronikschrott nach China und Indien zu liefern, wo die Abfälle in Handarbeit unter haarsträubenden Bedingungen recycelt
und entsorgt
werden.