
Medienberichten zufolge gab es in der Nacht zum Freitag einen Druckabfall im Sicherheitsbehälter des Reaktors. Die Störung war auf eine undichte Stelle zurückzuführen. Radioaktivität sei nicht ausgetreten, heißt es aus dem baden-württembergischen Umweltministerium.
Der Energiekonzern EnBW, der das AKW betreibt, teilte mit, das Ereignis sei nach der Atomrechtlichen Sicherheitsbeauftragten- und Meldeverordnung (AtSMV) der Kategorie Eilt zugeordnet worden. Auf der Internationalen Bewertungsskala INES gehört es zur Klasse 1 (Störung).
Der Reaktor war nach einer siebenwöchigen Revision am Dienstag gerade erst wieder hochgefahren worden. In den ersten zwei Wochen der Kontrolluntersuchung sollen vier meldepflichtige Mängel festgestellt worden sein.
Block 1 des AKW Philippsburg wurde in den Siebzigerjahren gebaut und liefert seit 1980 Strom. Von der Inbetriebnahme bis 2007 gab es bereits über 330 meldepflichtige Ereignisse.