
Greenpeace hatte dem japanischen Ministerium für Lebensmittel und Landwirtschaft einen umfassenden Plan zu den geplanten Forschungen vorgelegt. Doch bisher hat die Rainbow Warrior keine Erlaubnis bekommen, in die japanischen Hoheitsgewässer einzufahren. Das ist problematisch, da vor der Weiterreise nach Fukushima im Hafen von Tokio der Kreiselkompass der Rainbow Warrior repariert werden müsste. Vor allem aber verhindert diese Ablehnung umfassende, unabhängige Strahlenmessungen an der Küste.
Das Risiko durch radioaktive Verschmutzung ist im Küstengebiet nahe dem havarierten Atomkraftwerk Fukushima Daiichi besonders hoch und die Messungen hier sind enorm wichtig. Daher fordert Greenpeace von der japanischen Regierung dringend, ihre Entscheidung zu ändern und Untersuchungen in der Küstenregion zuzulassen.
Schon in den letzten Wochen waren Greenpeace-Teams in der Gegend rund um Fukushima unterwegs und maßen die radioaktive Strahlung in Gemüse und Bodenproben. Sie haben besorgniserregende Dosen an Radioaktivität gefunden. Nun müssen diese Untersuchungen auf den Ozean ausgeweitet werden.

Unabhängige Messungen sind enorm wichtig. Die Menschen vor Ort müssen mit genauen Informationen versorgt werden, damit sie die richtigen Entscheidungen zum Schutz ihrer Gesundheit treffen können. Denn auch wenn die atomare Krise schon vor mittlerweile eineinhalb Monaten begonnen hat, mangelt es an Transparenz und ausreichendem Schutz für die Bevölkerung.
Es ist eine der letzten Reisen für die alternde Rainbow Warrior. Das Schiff wird nach 20 Jahren Einsatz bald von der Rainbow Warrior III abgelöst werden. Die Rainbow Warrior wurde während einer Kampagne gegen Atomkraft in Betrieb genommen und so passt es, dass sie nun auch während ihrer letzten Tage dazu beitragen soll, die schrecklichen Folgen der Atomenergie aufzuzeigen.