
In Japan sind derzeit nur noch zwei von 50 Atomkraftwerken am Netz. Die lokal in den Präfekturen zuständigen Behörden weigern sich, Atomkraftwerke, die in Wartung gegangen sind, anschließend wieder hochzufahren. Nach der Katastrophe von Fukushima hat die Anti-Atomkraft-Bewegung in Japan starken Zulauf und drängt auf eine Energiewende.
Thomas Breuer ist in Japan, um die Menschen in ihrem Kampf für eine atomstromfreie Zukunft zu bestärken und zu unterstützen. Der Leiter des Klima- und Energiebereiches von Greenpeace Deutschland ist in die Präfektur Fukui (Hauptinsel Honshu) gereist, wo alle 14 Atomreaktoren derzeit nicht am Netz sind und Bürgermeister und Umweltverbände sich für eine dauerhafte Abschaltung aller Reaktoren einsetzen.
Ein Jahr nach dem Unglück in Fukushima sind die Erhebungen über die Langzeitstrahlenbelastung in den betroffenen Regionen unzureichend. Der Kernphysiker und Greenpeace-Atomexperte Heinz Smital misst deshalb gemeinsam mit einem internationalen Team die Belastung in der Region Watari, die vom Tsunami schwer getroffen wurde. Obwohl die radioaktive Belastung des dicht besiedelten Gebietes hoch ist, wurde Watari nicht von der Regierung evakuiert. Die Menschen waren und sind bei der Abschätzung der Strahlengefahr auf sich selbst gestellt.
Smital und Breuer sind bis zum 12. März in Japan. Wir werden unsere Leser an dieser Stelle und im Greenpeace Blog über ihre Messungen und Erlebnisse informieren, zum Beispiel im Greenpeace Pocast GreenBytes.