
Laut ihrer Satzung will die IAEO Frieden, Gesundheit und Wohlstand durch die zivile Atomkraft fördern
, sagt Niklas Schinerl, Sprecher von Greenpeace Österreich. Doch Fukushima zeigt, dass Atomkraft das Gegenteil bewirkt. Die in Wien tagenden Vertreter der IAEO müssen sich als Konsequenz aus den Atom-Katastrophen von Fukushima und Tschernobyl zu einem raschen Ende des Atomzeitalters bekennen. Es ist das Gebot der Stunde, statt in Atomenergie in Energieeffizienzmaßnahmen und sichere und saubere Energiequellen zu investieren.
Anlässlich der Tagung zur nuklearen Sicherheit (CNS - Convention on Nuclear Safety) kritisierten die Aktivisten erneut die wenig transparente Informationspolitik der IAEO zur japanischen Reaktorkatastrophe. Bereits Ende März konnte Greenpeace nachweisen, dass die IAEO Vorfälle in Fukushima verharmlost oder verschweigt.
Die heute zu Ende gehende Konvention wurde als Reaktion auf den atomaren GAU von Tschernobyl (1986) ins Leben gerufen. Sie soll die nukleare Sicherheit weltweit verbessern. Sämtliche Staaten mit Atomkraftwerken haben sie unterzeichnet. Die Übereinkommen und von der IAEO empfohlenen Standards sind jedoch kaum bindend. Ihre Umsetzung wird zudem nicht überprüft.
(Autorin: Simone Miller)