
Der entscheidenste Satz dieses Entwurfes ist:
sagt Münchmeyer. Das letzte Atomkraftwerk könnte schon deutlich eher (...) vom Netz genommen
werden als 2021. Das ist richtigEin schnellstmöglicher Atomausstieg ist aber auch ethisch geboten. Denn bis heute, genau zwei Monate nach Beginn der Atomkatastrophe in Japan, sind die Fukushima-Reaktoren immer noch nicht unter Kontrolle. Eine vollständige Kernschmelze in den drei Anlagen ist jederzeit möglich. Atomkraft ist gefährlich und nicht beherrschbar.
Ein Atomausstieg in 2021 würde bedeuten, dass Deutschland noch weitere zehn Jahre mit der Hochrisikotechnologie leben müsste. Doch wenn die Politik es will, ist ein deutlich schnellerer Atomausstieg machbar. Das ist die gute Nachricht aus dem Papier der Ethikkommission.
Greenpeace hat in seinem Energiekonzept Der Plan vorgerechnet, wie Deutschland einen geordneten Atomausstieg bis 2015 schaffen kann. Darin ist auch festgehalten, wie der Kohleausstieg bis 2040 und eine Stromversorgung aus 100 Prozent Erneuerbaren Energien bis 2050 umsetzt werden kann.
Der Atomausstieg bis 2015 kann durch den verstärkten Ausbau der Erneuerbaren Energien und den Bau von zum größten Teil bereits geplanten Gaskraftwerken ausgeglichen werden. Ein Atomausstieg in 2015 ist ein schmerzlicher aber realistisch umsetzbarer Kompromiss. Ein Ausstieg in 2021 ist nicht akzeptabel
, stellt Münchmeyer fest.