
Die Bundesregierung hat den Ausstieg aus der Atomkraft bis 2022 beschlossen, aber das Problem des Atommülls bleibt. Die Frage Wohin mit den hochradioaktiven Abfällen?
ist nach wie vor ungelöst.
Elf Castoren, über 120 Tonnen hochradioaktiver Atommüll aus der französischen Plutoniumfabrik La Hague, machten im November wieder die lange Reise ins Zwischenlager Gorleben. Die 44-fache Menge an Radioaktivität, die in Fukushima freigesetzt wurde, rollte durch Frankreich und die Bundesrepublik - um in einer Art Kartoffelscheune unweit des niedersächsischen Elbdorfes Gorleben zu landen. >>> mehr
Sechs Tage Castor, acht reich bebilderte Online-Paper, dazu ein Rückblick auf die Geschichte des Castorprotests:
28. November: Sieben Stunden hat die Polizei gebraucht, um einen Transporter von der Straße zu bringen, den Greenpeace-Aktivisten im Asphalt fixiert hatten - auf der Castorstrecke zwischen Dannenberg und Gorleben.
>>> mehrDie Atomtechnik gleicht einem Flugzeug, das gestartet ist, ohne irgendwo auf der Welt eine sichere Landebahn zu haben. Atommüll: Entsorgung ungelöst
Die Entscheidung für den Salzstock Gorleben als Atommüll-Endlager fiel 1977 - und sie kam überraschend. Sicher ist: Wissenschaftlich-geologische Kriterien spielten keine Rolle bei der Benennung des Standorts. Lesen Sie mehr darüber in unserem Gorleben-Dossier.
Ende September 2010 endet der zehnjährige Erkundungsstopp der früheren rot-grünen Regierung. Schwarz-Gelb will den Salzstock dann weitererkunden lassen. Greenpeace-Atomexperte Mathias Edler erklärt, was das für die Endlagersuche bedeutet: Gorleben - die Schwachstelle der Atomlobby.

Der Salzstock Gorleben befindet sich über dem größten Erdgasvorkommen Deutschlands. Neue Aktenfunde belegen, dass dieses Gas auch im Salzstock selber zu finden ist. Genau der richtige Ort für ein Atommüll-Endlager?
Greenpeace hat Originalakten der Niedersächsischen Staatskanzlei und des Niedersächsischen Umweltministeriums von 1974-76 ins Netz gestellt. Klicken Sie auf das Banner und machen Sie sich selber ein Bild:
92 Stunden brauchte der Castortransport von La Hague ins Zwischenlager Gorleben. Er war von den heftigsten Protesten seit langem begleitet. Ein kurzer Rückblick
Atommülltransporte auf der Schiene, auf der Straße und zu Wasser finden permanent statt. Meistens erfährt die Öffentlichkeit gar nichts davon. Hier ein Überblick über Atommülltransporte, die entweder anstehen (z.B. nach Lubmin) oder gerade noch verhindert werden konnten (Majak).
Zurück an Absender, fordert Greenpeace und legt ein Konzept vor, wie lange Castor-Transportwege von den Wiederaufarbeitungsanlagen La Hague und Sellafield nach Gorleben zu vermeiden sind.
Wer sich über die Zustände in der Region um die russische Atomanlage Majak informieren will, sollte sich den erschütternden Dokumentarfilm Verseuchtes Land - Die Atomfabrik Majak ansehen (russisch mit engl. Untertiteln).