
Vom rot-grünen Atomausstieg zur schwarz-gelben Laufzeitverlängerung (selbst für Alt-Reaktoren) zum schwarz-gelben Atomausstieg - die Kehrtwende der Kehrtwende ist beschlossen. Die sieben ältesten Meiler und das Pannen-AKW Krümmel werden endgültig abgeschaltet - eine langjährige Forderung von Greenpeace. Doch die restlichen neun sollen erst zwischen 2015 und 2022 vom Netz. Zu spät und ohne Not nach Meinung von Greenpeace: Jeder Tag Atomkraft ist einer zu viel!
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Wie würde sich ein schwerer Unfall in den Atomkraftwerken Isar 1, Biblis B und Krümmel auswirken? Bei Westwind, Ostwind, Nordwind ... Um das zu demonstrieren, hat Greenpeace eine interaktive Karte veröffentlicht. Sie zeigt, wie sich eine radioaktive Wolke bei verschiedenen Wetterlagen in einem Zeitraum von zehn Tagen ausbreiten könnte, wenn es in diesen AKW zu einem Super-GAU käme.
Die Atomtechnik gleicht einem Flugzeug, das gestartet ist, ohne irgendwo auf der Welt eine sichere Landebahn zu haben. Atommüll: Entsorgung ungelöst
Die Entscheidung für den Salzstock Gorleben als Atommüll-Endlager fiel 1977 - und sie kam überraschend. Sicher ist: Wissenschaftlich-geologische Kriterien spielten keine Rolle bei der Benennung des Standorts. Lesen Sie mehr darüber in unserem Gorleben-Dossier.
Ende September 2010 endet der zehnjährige Erkundungsstopp der früheren rot-grünen Regierung. Schwarz-Gelb will den Salzstock dann weitererkunden lassen. Greenpeace-Atomexperte Mathias Edler erklärt, was das für die Endlagersuche bedeutet: Gorleben - die Schwachstelle der Atomlobby.

Der Salzstock Gorleben befindet sich über dem größten Erdgasvorkommen Deutschlands. Neue Aktenfunde belegen, dass dieses Gas auch im Salzstock selber zu finden ist. Genau der richtige Ort für ein Atommüll-Endlager?
Greenpeace hat Originalakten der Niedersächsischen Staatskanzlei und des Niedersächsischen Umweltministeriums von 1974-76 ins Netz gestellt. Klicken Sie auf das Banner und machen Sie sich selber ein Bild:
Sehr empfehlenswert ist auch dieses Video auf der NDR-Website
Atomklo Norddeutschland: Warum der Süden verschont bleibt
92 Stunden brauchte der Castortransport von La Hague ins Zwischenlager Gorleben. Er war von den heftigsten Protesten seit langem begleitet. Ein kurzer Rückblick
Atommülltransporte auf der Schiene, auf der Straße und zu Wasser finden permanent statt. Meistens erfährt die Öffentlichkeit gar nichts davon. Hier ein Überblick über Atommülltransporte, die entweder anstehen (z.B. nach Lubmin) oder gerade noch verhindert werden konnten (Majak).
Zurück an Absender, fordert Greenpeace und legt ein Konzept vor, wie lange Castor-Transportwege von den Wiederaufarbeitungsanlagen La Hague und Sellafield nach Gorleben zu vermeiden sind.
Wer sich über die Zustände in der Region um die russische Atomanlage Majak informieren will, sollte sich den erschütternden Dokumentarfilm Verseuchtes Land - Die Atomfabrik Majak ansehen (russisch mit engl. Untertiteln).
Die Laufzeitverlängerung blockiert den Ausbau der Erneuerbaren Energien doppelt: Zum einen bindet Atomkraft Geld, das besser in den Ausbau regenerativer Energieträger und hocheffizienter Gaskraftwerke (KWK) gesteckt werden sollte. Zum anderen behindert das alte System von schwer regelbaren Grundlastkraftwerken auf Basis von Atomkraft oder Braunkohle die optimale Nutzung schwankender Energiequellen wie Wind- und Sonne. Der Systemkonflikt in der Stromversorgung verschärft sich.
Wer behauptet, Atomkraft sei die einzig mögliche Brückentechnologie auf dem Weg zu den Erneuerbaren Energien, der lügt. Gas ist der einzige Energieträger, der den Namen Brücke verdient. Was Gaskraftwerke von Kohle- und Atomkraftwerken unterscheidet: Sie sind flexibel regelbar, hocheffizient, kostengünstiger im Bau und noch dazu klimafreundlicher als Kohle. Erdgas: Die Brücke ins regenerative Zeitalter.
Umweltministerin Tanja Gönner hat ein Problem. Seit rund dreieinhalb Jahren verschleppt sie Sicherheitsnachrüstungen im AKW Neckarwestheim 1. Am 23. Februar 2011 hat Greenpeace den Antrag des Energiekonzerns EnBW veröffentlicht. Jetzt verheddert sich die Ministerin in Widersprüchen und Falschaussagen.
Es steht nicht gut um den baden-württembergischen Energieversorger EnBW. Kein anderer Energieversorger in Deutschland ist so abhängig vom Atomstrom. Die EnBW-Führung hält immer noch an einem Geschäftsmodell aus den siebziger Jahren fest
, sagt Greenpeace-Energieexperte Andree Böhling.
Die Bahn fährt zu 25 Prozent mit Atomstrom. Dieser Strom kommt aus dem AKW Neckarwestheim, auch aus Block 1, einem der ältesten und gefährlichsten Meiler in Deutschland. Er hätte laut Atomkonsens abgeschaltet werden sollen, darf nun aber acht Jahre länger laufen: Die Deutsche Bahn und der Alt-Meiler
Greenwashing: Die Deutsche Bahn AG präsentiert sich gern als Vorreiter in Sachen Umwelt- und Klimaschutz. Doch bei ihrer Stromversorgung wird sie diesem Anspruch nicht gerecht. Hintergrundinfos
Comiczeichnerin Anike Hage im Interview mit Greenpeace!
21. März: Greenpeace-Aktivisten protestieren an den sieben ältesten und dem Pannen-AKW Krümmel gegen die Täuschungsmanöver der Bundesregierung und der Atomkonzerne.
24. Februar: Auf dem südöstlichen Glasdach des Bahnhofs hängen am Morgen zwei je hundert Quadratmeter große Banner: DB. Atomkraft ist ein Irrweg, Herr Grube!
15. Februar: Ein knallroter Container mitten auf dem Gleis, darauf eine ausfahrbare Arbeitsplattform. Und oben zwei Greenpeace-Aktivisten mit einem Banner: Stopp Castor nach Lubmin!
16. Dezember: Greenpeace-Aktivisten protestieren gegen den Castortransport von Cadarache nach Lubmin. Kletterer haben sich von einer Brücke über den Gleisen abgeseilt.
8. November: Seit Stunden steht in Dannenberg ein vermeintlicher Biertransporter quer vor der Ausfahrt des Castor-Verladekrans.
28. Oktober: Frau Merkel und RWE-Chef Jürgen Großmann stoßen auf gute Konzernpolitik an - auf einem Greenpeace-Banner an der CDU-Zentrale.
18. Oktober: Greenpeace-Aktivisten protestieren beim Ministerium für Atomkraft und Konzerninteressen gegen die erneute Erkundung des Salzstocks Gorleben.
7. Oktober: Radioaktiver Abfall vor den Türen des EU-Parlaments. Greenpeace-Aktivisten haben ihn in Brüssel abgegeben. Es gibt keine sichere Lagerung!
28. September: Es ist früh am Morgen. Nach und nach taucht die Leuchtschrift an Reaktoren und Kühltürmen aller zwölf deutschen AKW-Standorte auf: Atomkraft schadet Deutschland
12. September:
Wir wollen euren Mist nicht ausbaden!
150 Greenpeace-Jugendliche springen in die Spree, um gegen die geplante Laufzeitverlängerung für AKW zu protestieren.