Ausbreitung

Bei der Explosion und Kernschmelze im sowjetischen Atomkraftwerk Tschernobyl 1986 entwich eine radioaktive Wolke, die in weiten Teilen Asiens und Europas für einen sogenannten Fallout sorgte: Radioaktive Stoffe setzten sich auf der Erdoberfläche ab. Darunter auch Caesium 137, ein strahlendes, kanzerogen wirkendes Isotop. Unsere Ausbreitungskarte zeigt, welche möglichen Folgen ein Super-GAU an den AKW-Standorten Isar 1, Krümmel und Biblis B hätte. Die verschiedenfarbigen Zonen kennzeichnen Caesium 137-Konzentrationen mit vergleichendem Bezug auf den Tschernobyl-GAU.



Bei den Berechnungen für die Karte wurde ein schwerer Reaktorunfall mit Kernschmelze und offenem Containment bei fünfzigprozentiger Freisetzung des im Reaktor befindlichen Caesiums vorausgesetzt. Als Grundlage dienen reale Wetterdaten des Jahres 1995. Das Institut für Meteorologie an der Universität für Bodenkultur in Wien hat anhand dieser Wetterdaten errechnet, wie sich die Wolke innerhalb von 10 Stunden an acht verschiedenen Tagen des Jahres ausgebreitet hätte. An jedem dieser Tage herrschte eine andere Hauptwindrichtung vor. Über Schaltflächen lässt sich das AKW auswählen und die Windrichtung einstellen. Die verschiedenen meteorologischen Bedingungen des jeweiligen Tages sorgen daher für ganz unterschiedliche Szenarien.


Grafik

zum Anfang

Seite weiterempfehlen