Atomunfälle

Ein verlassenes Kinderzimmer in der Stadt Pripyat, einige Kilometer vom Tschernobyl-Reaktor entfernt. In der Stadt lebten vor allem Arbeiter des AKWs. Die Stadt war so etwas wie...

Das Hauptmotiv für die Entwicklung der Atomtechnik war die Bombe. Sie stellt mit ihrem Vernichtungspotenzial alles Gekannte in den Schatten. Tod und Verderben begleiten nicht nur die Atombombe seit Hiroshima und Nagasaki, sondern auch die wirtschaftliche Nutzung der Atomkraft. Unfälle haben immer wieder Schwachstellen der Atomtechnik offenbart.

Jede denkbare Gefahrenquelle von vornherein auszuschließen, ist unmöglich. Jeder Kabelbrand, jedes geplatzte Rohr kann aus einem Atomkraftwerk innerhalb von Minuten eine Bombe machen. Je komplexer das System, desto anfälliger ist es für Störungen. Überdies steigt mit zunehmender Betriebsdauer das Unfallrisiko. Das Restrisiko existiert weltweit in jeder einzelnen Atomanlage. Trotz des angeblich so hohen Sicherheitsstandards ist es in allen Ländern, die auf die Atomenergie zur Stromerzeugung setzen, wiederholt zu Störfällen gekommen.

 

 
Greenpeacer nehmen Proben in den Gewässern vor Fukushima, um sie auf Radioaktivität zu untersuchen.

Speisefische in Japan weisen weiterhin eine Strahlenbelastung weit über den Grenzwerten auf. Das zeigen Greenpeace-Untersuchungen vom August 2011. Die Menschen in Japan sind verunsichert. Unsicherheit gibt es auch bei uns - einige der in Deutschland beliebtesten Speisefische stammen aus den Fanggründen vor Japan. >>> mehr

 

Aus einem zerstörten Reaktorgebäude steigt Rauch oder Wasserdampf aus

14.6.2011: Die Freisetzung von Radioaktivität aus der Atomruine Fukushima geht weiter. In den Reaktoren 1, 2 und 3 ist der Kern geschmolzen. Block 4 ist so beschädigt, dass das Abklingbecken mit den Brennelementen zusammenbrechen könnte. In den Kellern der Blöcke 1 bis 4 stehen mehr als 100.000 Tonnen hochkontaminiertes Wasser und täglich wird es mehr. Die Folgen der Katastrophe - schlimmer als angenommen

Ökobäuerin Tatsuko Okawara in Tamara City, 40 km von der AKW-Ruine entfernt.

Radioaktives Cäsium auf Spielplätzen, in Gärten, im Supermarktgemüse - das Leben im weiteren Umkreis um die Atomruine Fukushima Daiichi wird immer gefährlicher. Noch 60 Kilometer entfernt hat das Greenpeace-Messteam deutlich erhöhte Werte in Bodenproben festgestellt. Die Bevölkerung braucht dringend mehr Schutz.

Mädchen mit Äpfeln im Flüchtlingslager Yonezawa

Welche gesundheitlichen Gefahren drohen den Menschen in Fukushima? Wie können Ärzte bei Verstrahlung helfen? Was hat Tschernobyl uns gelehrt? Ein Interview mit Dr. med. Alex Rosen, Kinderarzt in Düsseldorf. Alex Rosen ist Mitglied der Organisation IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs).

Fukushima 1 am 18 März 2011

Japan ist am 11. März 2011 vom schlimmsten Erdbeben seiner Geschichte heimgesucht worden. Ein verheerender Tsunami überrollte die nordostjapanische Küste. In dieser Not bedroht eine weitere Gefahr die Menschen: der GAU im AKW Fukushima 1 (Daiichi). Wir haben der Nachrichtenlage entsprechend über den Stand der Dinge informiert.


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Es beginnt mit einer Spurensuche: In unserem Multimedia-Magazin Tschernobyl - 25 Jahre erzählen wir in sechs Kapiteln und vielen Bildern die Geschichte des Super-GAUs und seiner Folgen für Menschen und Umwelt - bis heute.

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Am 26. April 1986 verraucht das Konzept der friedlichen Nutzung der Atomenergie in einer radioaktiven Wolke über dem havarierten Reaktorblock 4 des AKW Tschernobyl. Ein Experiment ist außer Kontrolle geraten, der Reaktor explodiert. Er brennt volle zehn Tage, die radioaktive Wolke zieht über Europa. Ein großer Teil der Strahlung geht auf dem Gebiet der heute unabhängigen Staaten Ukraine, Weißrussland und Russland nieder: Tschernobyl - eine endlose atomare Katastrophe

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Greenpeace-Experte Tobias Münchmeyer hat Ende März 2011 erneut die Ukraine besucht. In Kiew befragte er Passanten auf der Straße, was Fukushima ihnen ganz persönlich bedeute. Sie haben beim Super-GAU von Tschernobyl 1986 die Angst vor der Strahlung erlebt - Kiew war damals das Tokio Europas. Menschen in Kiew fühlen mit den Menschen in Fukushima.





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