
Umgekehrt wird deutlich, dass die Atomkraft auch in den Köpfen der Menschen ein Auslaufmodell ist. Sie vertrauen ihr nicht und sie trauen ihr auch keine Zukunft mehr zu.
Auf die Frage nach dem bevorzugten Energieträger der Zukunft meint eine überwiegende Mehrheit von 85 Prozent der Deutschen, dass die erneuerbaren Energien zukünftig Vorrang genießen sollten. Nur zehn Prozent der 1.004 Befragten glauben, dass Deutschland nicht ohne Atomenergie auskommen wird und lediglich vier Prozent geben fossilen Energieträgern den Vorrang.
Interessant ist, dass Frauen mit insgesamt 91 Prozent die regenerativen Energien am deutlichsten bevorzugen und mit je vier Prozent sowohl der Atomkraft als auch den fossilen Energien eine klare Absage erteilen. Bei den befragten Männern sprechen sich 79 Prozent für die Erneuerbaren aus, 16 Prozent für die Atomkraft und nur 5 Prozent für die fossilen Energieträger.
Bemerkenswert ist, dass die hohen Zustimmungsraten für Erneuerbare Energien unabhängig von Alter, Bildungsgrad und Einkommen zustandekommen. Die Bandbreite liegt dabei zwischen 82 und 87 Prozent in den Altersgruppen, bei 84 bis 87 Prozent in den Bildungsgruppen, bei 82 bis 90 Prozent in den Einkommensgruppen.

Fragt man nach der Parteienpräferenz, verstärkt sich dieser Eindruck. Union und Liberale haben identische Werte: Satte 81 Prozent der CDU/CSU- und FDP-Anhänger sprechen sich für Erneuerbare Energien als zukünftigen Energieträger Nummer eins aus, nur 14 Prozent für Atomkraft bzw. 5 Prozent für fossile Energien. Die Werte für Erneuerbare Energien sind zwar niedriger als bei den atomkritischen Parteien (88 Prozent Die Linke, 93 Prozent SPD, 99 Prozent Bündnis90/Die Grünen). Die absolute Höhe ist aber dennoch auffällig.