
Auch nach dem Ausstiegsbeschluss entstehen in den deutschen Atomkraftwerken jährlich rund 230 Tonnen hochradioaktive abgebrannte Brennelemente. Was mit diesem über Jahrtausende strahlenden Abfall passieren soll, weiß bis heute niemand. Die Entscheidung wird vertagt, der Müll wird zwischengelagert.
Entsprechend mussten Zwischenlagermöglichkeiten geschaffen werden. Insgesamt gibt es in Deutschland 16 Zwischenlager. Davon sind 12 in den vergangenen Jahren an AKW-Standorten neu eingerichtet worden.
Im Jahr 2030 wird die Bundesrepublik mit etwa 29.000 Kubikmetern hochradioaktivem Atommüll umgehen müssen. Das entspricht etwa 15.000 Tonnen Schwermetall aus abgebrannten Brennelementen und Wiederaufarbeitungsabfällen.
Nach Jahrzehnten im Einsatz gegen die Atomenergie führt die letzte Reise der Beluga nun an jenen Ort, der symbolisch für den Kampf um ein sicheres Endlager steht. Greenpeace-Atomexpertin Susanne Neubronner berichtet aus Gorleben. >>>mehr
Das alte Greenpeace-Aktionsschiff Beluga findet seinen letzten Hafen in Gorleben und wird so zu einem Mahnmal gegen die verfehlte Endlagerpolitik der Bundesregierung. Seit Montagmorgen wird das zerlegte Schiff unmittelbar am Eingang zum Salzstock wieder neu aufgebaut. >>>mehr
Die Beluga ist untrennbar mit der Arbeit von Greenpeace verbunden. Das ursprüngliche Feuerlöschboot kam 1984 als erstes deutsches Schiff zu Greenpeace. In den folgenden Jahrzehnten half es bei zahllosen Protestaktionen und Dokumentationseinsätzen.
Berühmt geworden ist die Beluga mit ihren Einsätzen in der Anti-Atombewegung. Vor den Wiederaufarbeitungsanlagen im britischen Sellafield und französischen La Hague etwa half das Schiff mit seiner Laboreinrichtung, Verschmutzungen durch diese Anlagen nachzuweisen. Aufgrund der Messergebnisse stellte die Bundesregierung 2005 die Wiederaufarbeitung ein und verringerte damit die Menge des zurückkommenden Mülls für das Zwischenlager Gorleben.
Greenpeace hat Originalakten der Niedersächsischen Staatskanzlei und des Niedersächsischen Umweltministeriums von 1974-76 ins Netz gestellt. Klicken Sie auf das Banner und machen Sie sich selber ein Bild: