
Zwei Jahre lang wurde das Atomkraftwerk Krümmel repariert und auf Niet und Nagel gecheckt. Am 19. Juni 2009 ging es wieder ans Netz - und versagte prompt. Dem Pannenreaktor ist nicht zu helfen. Vattenfall offensichtlich auch nicht. Die staunende Öffentlichkeit erlebte das gleiche Debakel wie vor zwei Jahren.
Dahinter steht nicht einfach Pech. Dahinter steckt eine besondere Art von Unternehmenskultur. Spiegel online zitierte jüngst einen Insider mit den Worten, Vattenfall sei der Discounter unter den Kernenergiekonzernen: Da werden die elementaren Regeln unserer Zunft verletzt.
Tatsächlich ist Krümmel kein Einzelfall. Im schwedischen Mutterland agiert der Konzern genauso. Das zeigte sich nach dem Beinahe-GAU im AKW Forsmark 2007 und wird bestätigt im jüngsten Skandal um das AKW Ringhals. Die Parallelen zu Deutschland sind nicht zu übersehen.
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Es gibt vier Ökostromanbieter in der Bundesrepublik, die eigentumsrechtlich nicht zu den den vier großen Atomkraftwerksbetreibern Vattenfall, E.ON, RWE und EnBW gehören. Neben Greenpeace Energy sind das die Elektrizitätswerke Schönau (EWS), Lichtblick und Naturstrom.
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