Ein Artikel von Benjamin Borgerding

Pelziger Botschafter für den Schutz der Arktis

Massig Schneeflocken von oben, eine dichte Schneedecke unter den Tatzen und Temperaturen um den Gefrierpunkt: Traumwetter für einen, der über ein warmes Fell und darunter eine zehn Zentimeter dicke Fettschicht verfügt. Nachdem unser Eisbär am Montag einen Polarforscher-Kongress besucht hat, stapft er am Mittwoch zum Auswärtigen Amt durch das winterliche Berlin. Hier findet der norwegisch-deutsche Workshop "Kooperation in der Arktis" statt.

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Auf dem Workshop kommen Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Nicht-Regierungs-Organisationen (NROs) zusammen, um zu diskutieren, wie Norwegen und Deutschland in der Arktis zusammenarbeiten können. Dabei wird es auch darum gehen, welche Rolle Öl- und Gasvorkommen der Arktis für die Energieversorgung der beiden Länder spielen sollen. Greenpeace ist der Meinung: Gar keine. Davon wird die dreiköpfige Greenpeace-Delegation die anderen Teilnehmer überzeugen müssen, keine leichte Aufgabe, denn unter den Workshop-Gästen sind auch Abgesandte der Erdölindustrie.

In der flickr-Galerie sind noch Bilder von einer weiteren Veranstaltung zu sehen, auf der der Greenpeace-Eisbär in dieser Woche ebenfalls zu Besuch war: der 25. internationalen Polartagung in Hamburg. Der Klimawandel hat für Arktis und Antarktis besonders gravierende Folgen. Die Deutsche Gesellschaft für Polarforschung (DGP) hat für die Tagung deshalb das Thema "Polargebiete im Wandel" gewählt.

Die Konferenz, die vom 18. bis zum 22. März an der Universität Hamburg stattfindet, ist eine Kooperation der DGP, der Uni Hamburg, des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung und dem KlimaCampus Hamburg. Rund 170 Forscher aus elf Nationen präsentieren eine Woche lang ihre Forschungsergebnisse und diskutieren auch über die Auswirkungen des globalen Erwärmung und der beginnenden industriellen Ausbeutung diskutieren. Zusammen mit Lehrern wollen die Forscher darüber hinaus fachübergreifende neue Möglichkeiten finden, um bei Schülern künftig mehr Interesse für die Polargebiete zu wecken.

Setzen sie sich für den Schutz der Arktis ein und unterschreiben Sie die Greenpeace-Petition für ein internationales Schutzgebiet auf savethearctic.org!

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