Kurswechsel dringend nötig

„Stoppt Gazprom – schützt die Arktis“: In großen Lettern heftet die Botschaft der Greenpeace-Aktivisten an Gazproms Öl-Tanker. Der verlässt den Hamburger Hafen in Richtung Arktis. 

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Greenpeace-Aktivisten waren bereits mehrere Tage mit Schlauchbooten in Hamburgs Hafenbecken unterwegs, um auf Gazproms gefährliche Ölförderungen in der Arktis aufmerksam zu machen. An Land unterstützte sie der lebensechte Eisbär Paula; gemeinsam mit Aktivisten informierte er Passanten über Gazproms gefährliche Aktivität in den arktischen Gewässern. Der Tanker Mikhail Ulyanov, der für den russischen Energiekonzern Öl aus der Arktis transportiert, lag zur Reparatur in Hamburg. Nun ist er auf dem Weg in die Arktis. Die Aktivisten begleiten ihn mit Schlauchbooten und großen Bannern aus dem Hafen.

Seit rund einem Jahr transportiert das Schiff regelmäßig Öl aus den ersten arktischen Offshore-Förderungen nach Rotterdam. „Gazprom muss umgehend die Ölförderung an der umstrittenen Prirazlomnaya-Plattform in der russischen Petschorasee einstellen“, sagt Larissa Beumer, Greenpeace-Expertin für die Arktis. „Es ist unverantwortlich, in der Arktis nach Öl zu bohren. Das Risiko einer Ölkatastrophe ist wegen des extremen Klimas dort viel zu hoch.“

Publikationen

Öl aus der Arktis auf dem Weg nach Europa

Im Dezember 2013 hat Gazprom begonnen, mit der „Prirazlomnaya“-Plattform Öl in der arktischen Petschora See zu fördern. Der Tanker "Mikhail Ulyanov" transportiert das Öl nach Rotterdam.
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