Chronologie der Arctic 30

Von einem friedlichen Protest zu einer dramatischen Krisensituation. In dieser Chronik können Sie die Ereignisse rund um die Arctic 30 nachlesen. Ausgangspunkt ist die friedliche Protestaktion der Arctic Sunrise-Crew gegen Ölbohrungen in der Arktis am 18. September 2013.

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24. August 2015

Ein internationales Schiedsgericht in Den Haag hat entschieden, dass Russland beim Aufbringen der „Arctic Sunrise“ und der Festnahme von 30 Aktivisten internationales Recht gebrochen habe. Russland wird zu einer Schadensersatzzahlung in noch ungeklärter Höhe verurteilt. mehr...

06. Juni 2014

Die russischen Ermittlungsbehörden informieren Greenpeace International darüber, dass die Arctic Sunrise nicht länger beschlagnahmt ist. Das Greenpeace-Schiff darf heimkehren, unbeschadet wird es die Zeit in Murmansk allerdings nicht überstanden haben. Monate ohne jede Wartung dürften ihre Spuren hinterlassen haben.

30. Dezember 2013

Am 29. Dezember konnte sich auch Tomasz Dziemianczuk aus Polen auf die Heimreise machen. Jetzt sind endlich alle 26 nicht-russischen Arctic 30-Aktivisten wieder zu Hause. Wir sagen DANKE für die Unterstützung.

26. Dezember 2013

Endlich nach Hause: Als erster der Arctic 30 konnte sich Greenpeace-Aktivist Dima Litvinov aus Schweden am Donnerstagabend auf die Heimreise machen. Auch die übrigen Arctic 30 werden in den nächsten Tagen Russland verlassen. mehr...

18. Dezember 2013

Die Duma beschließt Amnestie für die Arctic 30. Damit wird die Anklage gegen die 28 Aktivisten und zwei Journalisten eingestellt. Nachdem die Arctic 30 drei Monate zu Unrecht festgehalten wurden, warten sie nun darauf, in ihre Heimat zurückkehren zu dürfen.mehr...

13. Dezember

Kein Ausreisevisum für eine Aktivistin der Arctic 30: Die russische Ermittlungsehörde hat es abgelehnt, den Antrag der Dänin Anne Mie Jensen zu bearbeiten. Es wird erwartet, dass dies auch für die Anträge der anderen nicht-russischen Besatzungsmitglieder der Arctic Sunrise gilt. mehr...

12. Dezember

Drei Treffer gegen Gazprom: Greenpeace-Aktivisten protestierten gestern bei drei Champions League-Spielen in Wien, Istanbul und Neapel. "Zeigt Gazprom die rote Karte!" mehr...

04. Dezember

Die Anwälte der Arctic 30 haben begonnen, Ausreise-Visa bei der russischen Ermittlungsbehörde zu beantragen. Die 25 Aktivisten, die nicht aus Russland stammen sowie der britische freie Journalist Kieron Bryan könnten bei Annahme der Anträge in ihren Heimatländern auf ein eventuelles Verfahren warten. mehr...

In Genf protestierten gestern Greenpeace-Aktivisten gegen Gazprom. Der Energiekonzern ist einer der Sponsoren der Global Energy Konferenz, die momentan dort stattfindet. Unter dem Motto "Arctic SpOIL" inszenierten die Arktisschützer einen Ölunfall... mehr...

29. November 2013

Greenpeace-Aktivist Colin Russell hat heute das Gefängnis verlassen. Die Untersuchungshaft der Arctic 30 ist damit vorüber. Zeitgleich wird die Mahnwache in Berlin vor dem russischen Konsulat nach 71 Tagen beendet. mehr...

28. November 2013

Große Freude und Erleichterung: Als Letzter der Arctic 30 darf Colin Russell gegen Zahlung einer Kaution (rund 45.000 Euro) das Gefängnis verlassen. Alle bis auf Colin sind bereits aus der Untersuchungshaft entlassen, dürfen allerdings nicht ausreisen und befinden sich in St. Petersburg. Es ist aber noch nicht vorbei: Die Anklage besteht weiterhin - es drohen Haftstrafen bis zu sieben Jahren.

23. November 2013

Mit einer Laser-Projektion am Berliner Fernsehturm appellieren Greenpeace-Aktivisten an die russische Ermittlungsbehörde, ihre Anklagen gegen 28 Greenpeace-Aktivisten und zwei Bildjournalisten fallenzulassen. Mehr...

22. November 2013

Der Internationale Seegerichtshof (ISGH) in Hamburg fordert Russland dazu auf, die festgesetzten Arctic 30 freizulassen und das Greenpeace-Schiff Arctic Sunrise freizugeben. Die Niederlande sollen dafür mit einer Banksicherheit in Höhe von 3,6 Millionen Euro für die seit über sechzig Tagen in Russland festgesetzten Aktivisten bürgen - solange ein Schiedsverfahren in der Schwebe ist. Mehr...

21. November 2013

Am Morgen können zwei russische Aktivisten und der russische Fotograf Denis Sinyakov ihre Untersuchungsgefängnisse in St. Petersburg verlassen. Im weiteren Tagesverlauf kommen auch Aktivisten aus anderen Ländern vorläufig frei. Insgesamt sind nun elf der Arctic 30 gegen Kaution auf freiem Fuß. Zudem wird für sechs weitere Aktivisten die Freilassung gegen Kaution genehmigt. Mehr...

20. November 2013

Ana Paula Alminhana Maciel aus Brasilien darf als erste Aktivistin der Arctic 30 ihr Untersuchungsgefängnis in St. Petersburg verlassen. Greenpeace International hinterlegt für sie die festgelegte Kaution in Höhe von umgerechnet 45.000 Euro. Unterdessen wird weiteren Aktivisten eine Freilassung gegen Kaution gewährt – unter ihnen der Kapitän der Arctic Sunrise, Peter Willcox (USA).

19. November 2013

Ana Paula aus Brasilien, David aus Neuseeland, Camila aus Argentinien - sie und weitere Aktivisten dürfen das Gefängnis nach Zahlung von zwei Millionen Rubel (rund 45.000 Euro) Kaution verlassen. Ob sie unter Hausarrest gestellt sein werden oder sich an ihrem Aufenthaltsort relativ frei bewegen dürfen, ist noch unklar. An der Anklage ändert sich nichts.

16. November 2013

Greenpeace Deutschland ruft zu einer ganz besonderen Protestaktion aufgerufen: Gemeinsam mit Unterstützern zeigen Greenpeace-Aktivisten ihre Solidarität mit der inhaftieren Crew der Arctic Sunrise - in sechs Großstädten unternehmen sie Laternenumzüge zur Botschaft und den Konsulaten Russlands. Insgesamt kommen über 2000 Menschen zu den Umzügen. Mehr ...

15. November 2013

Die russische Ermittlungsbehörde beantragt eine Fortsetzung der Untersuchungshaft für die Arctic 30 um weitere drei Monate. Mehr ...

14. November 2013

Mit in Eis eingefrorenen Porträts der in Russland inhaftierten Umweltschützer protestieren 15 Greenpeace-Aktivisten vor der Gazprom-Zentrale in Berlin. Mehr ...

12. November 2013

Die 30 in Russland inhaftierten Besatzungsmitglieder der Arctic Sunrise sind gegen Mittag in St. Petersburg angekommen. Zur Überführung per Gefangenenzug wurden die 28 Aktivisten und zwei Journalisten am Montagmorgen aus dem Gefängnis abgeholt.

11. November 2013

Die 30 in Russland inhaftierten Besatzungsmitglieder der Arctic Sunrise werden aus Murmansk nach St. Petersburg verlegt. Zur Überführung per Gefangenenzug sind die 28 Aktivisten und zwei Journalisten am Montagmorgen aus dem Gefängnis abgeholt worden. Die Ermittlungsbehörde erklärte, die Arctic 30 würden der Zuständigkeit des Gerichts in St. Petersburg überstellt. Mehr ...

10. November 2013

Mehr als 75 Preisträger des alternativen Nobelpreises (Right Livelihood Award) und Mitglieder des World Future Councils haben sich für die Freilassung der Arctic 30 ausgesprochen.

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07. November 2013

Die vollständige Mitschrift der Anhörung vor dem Internationalen Seegerichtshof ist nun online abrufbar.

06. November 2013

Vor dem Internationalen Seegerichtshof in Hamburg findet die öffentliche Anhörung im Fall der Arctic Sunrise und seiner Besatzung statt. Sie konnte live per Stream mitverfolgt werden. Der Vorsitzende Richter schließt die Anhörung um 12.40 Uhr. Die Entscheidung soll am 22. November verkündet werden. Jetzt beginnt das Warten ...

01. November 2013

Zwar hat die russische Justiz angekündigt, die Anklage der "bandenmäßigen Piraterie" gegen die Arctic 30 fallenlassen zu wollen. Doch das ist bisher nicht geschehen. Formell sind die Arctic 30 damit sowohl wegen Rowdytums als auch wegen Piraterie angeklagt. Aus diplomatischen Quellen drang die Information, dass die Arctic 30 von Murmansk nach St. Petersburg verlegt werden sollen. Mehr ...

31. Oktober 2013

Auch gegen die restlichen Aktivisten Anne Mie Roer Jensen (Dänemark), Ana Paula Alminhana Maciel (Brasilien), Faiza Oulahsen (Niederlande), Jonathan Beauchamp (Neuseeland), Francesco Pisanu (Frankreich) und Paul Ruzycki (Kanada) wird nun Anklage wegen "Rowdytums" erhoben.

30. Oktober 2013

In Deutschland verlesen Greenpeace-Aktivisten vor sechs Vertretungen Russlands die Namen der in Murmansk inhaftierten Arctic Sunrise-Aktivisten und fordern damit ihre sofortige Freilassung. Die Aktionen finden in Berlin, Hamburg, Frankfurt, Leipzig, Bonn und München statt - eine Woche vor Beginn einer von den Niederlanden initiierten Anhörung am Internationalen Seegerichtshof (ITLOS).

Gegen die Aktivisten Marco Weber (Schweiz), Alexandra Harris (UK), Sini Saarela (Finnland), Tomasz Dziemianczuk (Polen), Cristian D'Alessandro (Italien), David Haussmann (Neuseeland) und Colin Russell (Australien) wird Anklage wegen "Rowdytums" erhoben. Mehr ...

29. Oktober 2013

Gegen den russischen Fotograf Denis Sinyakov und den Greenpeace-Aktivisten Anthony Perrett wird Anklage wegen "Rowdytums" erhoben. Der russische Politiker Vadim Tyulpanov appelliert an die Staatsanwaltschaft, den am Protest beteiligten Fotografen nicht zu einer Haftstrafe zu verurteilen.

26. Oktober 2013

Zwei Greenpeace-Aktivisten protestierten am Eiffelturm in Paris für die Freilassung der Arctic 30. Zwischen der ersten und zweiten Etage des 327 Meter hohen Wahrzeichens seilte sich ein Greenpeace-Aktivist in einem Zelt ab und entrollte ein Banner mit der Aufschrift: "Free the Arctic 30!". Die Aktivisten fordern den französischen Ministerpräsidenten auf, sich bei seiner Russland-Reise in dieser Woche für die Crew der Arctic Sunrise einzusetzen. Mehr ...

25. Oktober 2013

Der Internationale Seegerichtshof will am 6. November den Fall der Arctic 30 verhandeln. Mehr ...

24. Oktober 2013

Das russische Gericht in Murmansk hat die Beschwerden von Ruslan Yakushev (Ukraine), Ana Paula Alminhana Maciel (Brasilien) und Paul D. Ruzycki (Kanada) abgelehnt. Sie müssen demzufolge beide bis zum 24. November in Untersuchungshaft bleiben.

Die russische Ermittlungsbehörde hat damit begonnen, formell Anklage wegen "Rowdytums" gegen die "Arctic 30" zu erheben. Nach Artikel 213 des russischen Strafgesetzbuches drohen für diese Anklage, die die bisherige Anklage "Piraterie" ablöst, bis zu sieben Jahre Gefängnis. Mehr ...

23. Oktober 2013

Russland verweigert eine Zusammenarbeit mit dem Internationalen Seegerichtshof in Hamburg. Das Außenministerium teilte mit: "Die russische Seite hat die Niederlande und den Internationalen Seegerichtshof informiert, dass es die Verfahrensprozedur wegen des Schiffs "Arctic Sunrise" nicht anerkennt, und auch nicht vorhat, an den Verhandlungen (...) teilzunehmen." Mehr...

Verschiedene EU-Parlamentarier kritisierten das Vorgehen gegen die "Arctic 30". EU-Kommissar Janez Potočnik wies außerdem auf die Gefahren durch Ölbohrungen in der Arktis hin. Mehr...

Die russische Ermittlungsbehördedie Anklage wegen "bandenmäßiger Piraterie" gegen die Arctic 30 fallengelassen. Stattdessen sollen die 28 Aktivisten und zwei Journalisten nun wegen "Rowdytums" und möglicherweise weiterer Vergehen belangt werden, für die nach russischem Recht ebenfalls hohe Haftstrafen verhängt werden können. Mehr...

21. Oktober 2013

Das russische Gericht in Murmansk hat die Beschwerden des Schweizer Aktivisten Marco Weber und der finnischen Aktivistin Sini Saarela abgelehnt. Sie müssen demzufolge beide bis zum 24. November in Untersuchungshaft bleiben.

Die Regierung in Den Haag hat den Internationalen Seegerichtshof in Hamburg angerufen, um die Freilassung der dreißigköpfigen Besatzung der Arctic Sunrise zu erwirken. Sollte der Seegerichtshof im Sinne der Niederlande entscheiden, könnte das für die 28 Aktivisten und zwei freiberuflichen Journalisten bedeuten, dass sie aus der Untersuchungshaft entlassen werden und in ihren jeweiligen Heimatländern auf den Termin für ihre Gerichtsverhandlungen warten dürfen. Mehr ...

18. Oktober 2013

Seit genau 30 Tagen ist die Crew der Arctic Sunrise in Russland inhaftiert. In 36 Ländern protestierten deshalb am Freitag und Samstag tausende Menschen für die Freilassung der Aktivisten. In Berlin hielten am Wochenende rund 100 Jugendliche eine 30-stündige Mahnwache vor der russischen Botschaft ab, unterstützt von lokalen Musikern. Mehr ...

17. Oktober 2013

Die Haftbeschwerden der Aktivisten Miguel Hernan Perez Orsi, Colin Russell und Mannes Ubels sind abgelehnt worden. Sie müssen weiter in Haft bleiben.

Daniel Beltrá, Gewinner des zweiten Platzes des "Wildlife Photojournalist of the Year" widmet seinen Preis dem Fotografen Denis Sinyakov und den anderen der Arctic 30.

Elf Träger des Friedensnobelpreises - unter ihnen Erzbischof Desmond Tutu - haben in einem Brief an den russischen Präsidenten Wladimir Putin ihre Unterstützung für die "Arctic 30" zum Ausdruck gebracht. Mehr ...

16. Oktober 2013

Die Haftbeschwerden der Aktivistin Gizem Akhan und der Aktivisten Jon Beauchamp, Anthony Perrett und Franceso Pisanu sind abgelehnt worden. Sie müssen weiter in Haft bleiben.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat bei Russlands Präsident Wladimir Putin eine baldige Lösung für die 28 Greenpeace Aktivisten und die beiden Journalisten angemahnt, die in Russland nach einem friedlichen Protest an einer Öl-Plattform des russischen Konzerns GAZPROM in Untersuchungshaft sitzen. In einem Telefongespräch mit Putin hat sich Frau Merkel am Mittwoch besorgt über die Inhaftierung geäußert.

Greenpeace Kampagnen-Geschäftsführer Roland Hipp hat es kommentiert: „Wir begrüßen und schätzen die Initiative der Bundeskanzlerin, sich bei Präsident Putin für die Inhaftierten einzusetzen. Die Crew der Arctic Sunrise hat friedlich und gewaltfrei für den Schutz der Arktis und gegen mögliche Ölunfälle durch GAZPROM protestiert. Wir hoffen, dass die Initiative von Frau Merkel die baldige Freilassung der Aktivisten und Journalisten ermöglichen wird.“ Mehr ...

15. Oktober 2013

Auch bei den beiden Aktivisten Frank Hewetson und Cristian D'Alessandro wurde der Antrag auf Freilassung auf Kaution abgelehnt. Die Verhandlung von dem schweizer Aktivisten Marco Weber wurde auf den 21. Oktober verschoben, da es vor Gericht keinen deutschsprachigen Übersetzer gab.

14. Oktober 2013

Dem Kapitän der Arctic Sunrise, Pete Willcox, der Aktivistin, Camila Speziale und dem Besatzungsmitglied, John David Haussmann, wurde heute der Antrag auf Freilassung auf Kaution abgelehnt.

13. Oktober 2013

Greenpeace-Aktivisten aus Italien und Osteuropa protestieren bei der "Barcolana Autumn Cup Regatta" in Trieste gegen den Hauptsponsor Gazprom und für die Freilassung der Arctic 30.

11. Oktober 2013

14.00 Uhr - Mikhail Fedotov, der Berater für Menschenrechte von Russlands Präsidenten Wladimir Putin, äußert sich zu den Arctic 30: "Es gibt keinerlei Rechtfertigung dafür, die Crew der Arctic Sunrise wegen Piraterie anzuklagen."

10.20 Uhr - Die Haftbeschwerde des freiberuflichen Videojournalisten Kieron Bryan wir abgelehnt. Er muss weiter in Haft bleiben.

10.00 Uhr - In Wien protestieren Greenpeace-Aktivisten vor dem Albertina Museum für die Freilassung der Arctic 30. Mehr ...

09. Oktober 2013

Der Geschäftsführer von Greenpeace International, Kumi Naidoo, bittet den russischen Präsidenten Wladimir Putin in einem Brief um ein persönliches Treffen. Naidoo bietet an, als Bürge für die inhaftierten "Arctic 30" einzutreten und für die Dauer des Verfahrens in Russland zu leben. Mehr ...

Die russische Justiz, die gegen die Besatzung des Greenpeace-Schiffes Arctic Sunrise bereits eine Anklage wegen "bandenmäßiger Piraterie" erhoben hat, erwägt zugleich, die "Arctic 30" wegen angeblicher Drogenfunde zu belangen. Mehr ...

08. Oktober 2013

Das russische Gericht hat eine Beschwerde von Greenpeace International gegen die zweimonatige Untersuchungshaft der Aktivisten abgelehnt. Greenpeace International hatte in seiner Beschwerde eine Freilassung gegen eine Kautionszahlung beantragt. Mehr ...

07. Oktober 2013

Greenpeace International hat bekannt gegeben, wegen der illegalen Beschlagnahmung der Arctic Sunrise durch russische Behörden Strafanzeige zu stellen. Bei der Stürmung des Schiffes durch den russischen Geheimdienst FSB sei es zu einer Reihe schwerwiegender Rechtsübertretungen gekommen. Mehr ...

05. Oktober 2013

11.00 Uhr - Große Solidarität mit den "Arctic 30". Tausende Menschen demonstrieren weltweit für die sofortige Freilassung der inhaftierten Arktisschützerinnen und Arktisschützer und den sofortigen Stopp von Ölbohrungen in der Arktis. Mehr ...

04. Oktober 2013

Die niederländische Regierung kündigt an, gegen die Beschlagnahmung des Greenpeace-Schiffes Arctic Sunrise durch Russland vor den Internationalen Seegerichtshof ziehen zu wollen. Die Arctic Sunrise fährt unter niederländischer Flagge. Mehr ...

03. Oktober 2013

16.21 Uhr - Jetzt ist klar: Alle 30 ArktisschützerInnen sind wegen Piraterie angeklagt. Mehr ...

02. Oktober 2013

15.47 Uhr - Die Anklagen werden erhoben. Mittlerweile sind 13 AktivistInnen und 1 freischaffender Videofilmer der Piraterie angeklagt.

01. Oktober 2013

20.45 Uhr - Vor der imposanten und lautstarken Basler Zuschauerkulisse haben sich am 01. Oktober 2013 zu Beginn des Champions-League-Spiels FC Basel gegen den FC Schalke 04 vier Greenpeace-Kletterer vom Dach des Basler Fussballstadions St. Jakob-Park abgeseilt. Sie zeigten damit dem russischen Sponsor der Champions League und von Schalke 04 für seine Ölbohrpläne und rüden Fouls in der Arktis die Rote Karte: Don't foul the arctic. Mehr ...

30. September 2013

10.00 Uhr - Auch für die acht noch nicht verurteilten Arktisschützer werden zwei Monate Untersuchungshaft angeordnet. Damit sind jetzt alle 28 Aktivistinnen und Aktivisten sowie zwei freiberufliczhe Bildjournalisten in U-Haft.

29. September 2013

13.00 Uhr - Weltweit finden Solidaritäts- und Protestkundgebungen für die festgehaltenen Greenpeace Aktivistinnen und Aktivisten sowie die Crew der Arctic Sunrise statt. Mehr ...

27. September 2013

15.00 Uhr - 28 Greenpeace-Aktivisten aus 18 Ländern sowie ein freiberuflicher Fotograf und ein freiberuflicher Videofilmer sind in Murmansk, Russland vor ein Gericht gestellt worden. Gegen 22 der 30 wurde eine zweimonatige Untersuchungshaft verhängt, acht weitere Aktivisten sollen bis zu einer späteren Anhörung festgehalten werden. Das Gericht folgte damit dem Antrag der Ermittlungsbehörde, die weiter dem Vorwurf der "Piraterie" nachgehen will. Mehr ...

Auch Greenpeace-Jugendliche protestieren gegen Gazprom. In vier deutschen Städten demonstrieren rund 120 Jugendliche von Greenpeace gegen Ölbohrungen des russischen Ölkonzerns Gazprom in der Arktis. Sie fordern ein Schutzgebiet in der Arktis. Mehr ...

26. September 2013

16.51 Uhr - Greenpeace Sprecherin Faiza Oulahsen (NL) und ein Crewmitglied, der ukrainische Koch, müssen drei Tage in U-Haft bis zur nächsten Anhörung.

16.10 Uhr - Ein weiterer russischer Aktivist muss für zwei Monate in Untersuchungshaft.

15.42 Uhr - Ebenfalls zwei weitere Monate Haft für den US-Kapitän Pete Willcox.

15.25 Uhr - Greenpeace International Sprecher Dima Litvinov aus Schweden muss für drei weitere Tage in Haft bis zur nächsten Anhörung.

14.57 Uhr - Ebenfalls zwei weitere Monate Haft für den französischen Deckhelfer Francesco Pisanu und den neuseeländischen Bootsmechaniker Jonathon Beauchamp.

14.11 Uhr - Ebenfalls zwei weitere Monate Haft für das neuseeländische Crewmitglied David John Haussmann und den polnischen Aktivisten Tomasz Dziemianczuk.

12.35 Uhr - Erste Gerichtsentscheide fallen in Murmansk gegen die Greenpeace-Aktivisten. Freelance Fotograf Denis Sinyakov und Greenpeace Sprecher Roman Dolgov bleiben für weitere zwei Monate während den Ermittlungen zu den Piraterievorwürfen in Haft.

08.30 Uhr - Die Arctic Sunrise-Crew sowie die Aktivisten sind im Gerichtssaal. Sie tragen Handschellen an Händen und Füssen, sehen aber zuversichtlich aus. Einige begrüssen und bedanken sich bei den Medien.

07.00 Uhr - Die Anhörungen vor Gericht beginnen. In den kommenden Stunden entscheidet sich das weitere Schicksal unserer Aktivisten.

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25. September 2013

11.00 Uhr - Erstmals äussert sich auch der russische Staatspräsident Putin zum Verbleib unserer Aktivisten. Sogar er räumt ein, dass es sich beim friedlichen Protest nicht um Piraterie gehandelt hat. Aber "formell gesehen haben sie versucht, die Ölplattform zu besetzen", legitimiert er den unverhältnismässigen Einsatz des Geheimdienstes FSB. Mehr ...

24. September 2013

18.00 Uhr - Nach vier Tagen bewaffneter Verwahrung auf dem Greenpeace Schiff "Arctic Sunrise", werden die 30 Männer und Frauen aus 18 Nationen in ein bewachtes Gebäude des russischen Untersuchungsausschusses in Murmansk überführt.

23. September 2013

11.57 Uhr - Mehr als 40 Umweltschutz- und Menschenrechtsgruppen auf der ganzen Welt setzen sich für die Freilassung der 30 Aktivistinnen und Aktivisten von Greenpeace ein, welche noch immer auf der Arctic Sunrise, mit Kurs Richtung Murmansk, festgehalten werden.

22. September 2013

16.35 Uhr - Es ist 89 Stunden her, seit Mitarbeiter des russischen Geheimdienstes FSB die Arctic Sunrise ohne rechtliche Grundlage geentert haben.

17.00 Uhr - Der internationale Rechtsberater Rechtsanwalt Assoc. Prof. Dr. Stefan Kirchner stellt fest, dass die Enterung der Arctic Sunrise keine rechtliche Grundlage hat.

21. September 2013

15.20 Uhr - Professor Geert-Jan Knoops, ein Professor für Internationales Strafrecht an der Universität Utrecht (Niederlande) wird in dänischen Medien folgendermassen zitiert: "Aufgrund der mir bislang bekannten Faktenlage, waren die russischen Behörden nicht berechtigt, das Schiff zu besteigen".

15.45 Uhr - Noch immer keine Neuigkeiten von der Arctic Sunrise-Crew. Greenpeace weist die Behauptung zurück, die Aktion an der Plattform sei ein Akt der Piraterie gewesen. Es scheint, dass sich die russische Regierung auf einer sehr dünnen Argumentationsgrundlage bewegt, um die illegale Aktion auf der Arctic Sunrise in internationalem Gewässer zu rechtfertigen.

20. September 2013

12.03 Uhr - Greenpeace bestätigt, dass die Arctic Sunrise sich westlich, Richtung Murmansk, Russland bewegt. Die Telefonleitungen an Bord sind nicht mehr in Betrieb.

13.00 Uhr - Greenpeace reagiert auf einen russischen Medienbericht, worin ein leitender Angestellter von Gazprom's Prirazlomnaya Ölplattform die bei dem Protest eingesetzte Sicherheitskapsel von Greenpeace als vermeintliche 'Bombe' beschreibt. Die Kapsel wird eingesetzt, um die Aktivisten vor arktischen Temperaturen zu schützen. Sie ist drei Meter lang und zwei Meter breit und umhüllt von einer farbigen Hülle, die mit zahlreichen Greenpeace Logos gekennzeichnet ist.

14.00 Uhr - Mark Rutte, der niederländische Premier sagt, dass die russischen Behörden erst die niederländische Regierung hätten kontaktieren müssen, bevor sie an Bord der Arctic Sunrise gehen. Die Arctic Sunrise segelt unter niederländischer Flagge.

19. September 2013

13.30 Uhr - Die russische Küstenwache beschreiben Marco und Sini als ihre "Gäste", jegliche Kontaktaufnahmeversuche von der Crew und ihrem rechtlichen Beistand bleiben jedoch unbeantwortet.

16.35 Uhr - Das Alarmsystem der Arctic Sunrise ist aktiviert. Via Telefon und Tweets direkt vom Schiff, berichtet die Crew von einem Helikopter direkt über dem Schiff. Russische Behörden seilen sich ab und entern das Schiff. Es handelt sich um eine illegale Aktion, da sich das Schiff außerhalb russischen Hoheitsgebietes in internationalen Gewässern befindet.

Drei Crewmitglieder können sich im Kommunikationsraum einschliessen, woraus sie einen unmittelbaren Augenzeugenbericht der Geschehnisse an Bord twittern können. Nach ihrem Bericht befinden sich etwa 15 bis 16 bewaffnete Agenten an Bord. Diese zwingen die restliche Crew, sich auf Deck zu begeben.

15.15 Uhr - Rund 40 Minuten nachdem die Mitarbeiter des russischen Geheimdienstes das Schiff betreten haben, brechen sie auch den Kommunikationsraum auf und nehmen die verbliebenen Crewmitglieder mit aufs Deck.

19.43 Uhr - Nach einem Telefongespräch mit einer sehr schlechten Verbindung wird klar, dass sich Sini und Marco wieder an Bord der Arctic Sunrise befinden.

22.00 Uhr - Die erste Protestversammlung vor einer russischen Botschaft findet in Washington D.C. statt. Über 35 weitere Länder folgen am nächsten Tag.

22.16 Uhr - Staatliche russische Medien berichten, dass die Arctic Sunrise Kurs auf Murmansk, Russland, hält. Sie wird von der Küstenwache in Schlepp genommen. Mehr ...

18. September 2013

02.34 Uhr - Vier Schlauchboote verlassen die Arctic Sunrise Richtung Gazprom's Ölplattform Prirazlomnaya. Die Aktivisten beginnen auf der Außenhülle der Plattform hochzuklettern um gegen die Ölbohrungen in der Arktis zu protestieren.

Es handelt sich dabei um einen absolut friedlichen Protest. Die Prirazlomnaya ist die erste Bohrinsel, welche in den arktischen Gewässern den Betrieb aufgenommen hat. Doch von Sicherheit kann hier nicht gesprochen werden.

Die russische Küstenwache ist sofort zur Stelle. Mit eigenen Schlauchbooten rammen sie die Greenpeace Schiffe, maskierte Beamte bedrohen die Aktivisten mit Schusswaffen und Messern. Sie feuern zudem elf Warnschüsse ab.

Die beiden Aktivisten Marco (Schweiz) und Sini (Finnland) werden von der russischen Küstenwache festgenommen. Die restlichen Aktivisten kehren zur Arctic Sunrise zurück, die sich in internationalen Gewässern befindet.

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