<?xml version="1.0"?>
<tscherno>
	<title>
		<tit>365 Gründe gegen Atomkraft</tit>
		<leg>Zertifikat Nr.000358/</leg>
	</title>
	<alldays>
		<day></day>
		<day>1986 - UdSSR, AKW Tschernobyl in der Ukraine: Reaktorblock 4 explodiert - der bisher schwerste Atomunfall. Teile Europas sind bis heute radioaktiv kontaminiert.</day>
		<day>Im April 1951 führt eine Flut des Flusses Tetscha, in den jahrelang radioaktive Abfälle aus dem Atomkomplex Majak geleitet wurden, zur Kontamination landwirtschaftlicher Nutzflächen.</day>
		<day>2005 - Russland, Sibirisches Chemiekombinat in Sewersk/Tomsk-7: Automatische Abschaltung des Reaktors ADE-4 durch das Notschutzsystem.</day>
		<day>1964 - USA, Testgebiet Nevada: Unterirdischer Atombombentest "Pipefish", Operation Niblick. Radioaktivität gelangt in die Umwelt.</day>
		<day>1991 - USA, AKW Maine Yankee: Eine Explosion, die durch eine gebrochene Wasserstoffleitung ausgelöst wird, führt zur Reaktorschnellabschaltung und zu einem Turbinenfeuer.</day>
		<day>1970 - USA, Testgebiet Nevada: Zwei unterirdische Atombombentests "Hod-A und B" werden durchgeführt. Radioaktivität gelangt in die Umwelt.</day>
		<day>1991 - Japan, AKW Tomari in der Präfektur Hokkaido: Während einer Inspektion werden an 309 Leitschaufeln im Niederdruckteil der Turbine über 600 Risse gefunden.</day>
		<day>1990 - Deutschland, AKW Philippsburg 2: Funktionsstörung an einer Reaktordruckbehälter-Füllstandsmessung.</day>
		<day>1982 - Falklandkrieg: Der britische Zerstörer "HMS Sheffield" wird von einer Rakete versenkt. Möglicherweise hatte das Schiff Atombomben an Bord. </day>
		<day>1994 - Russland, AKW Belojarsk: Das Kraftwerk ist für Reparaturen heruntergefahren, als Natrium aus dem Sekundärkreislauf ausläuft und Feuer fängt.</day>
		<day>1997 - Japan, AKW Fukushima Daiichi in der Präfektur Fukushima: Schnellabschaltung von Block 4 wegen zu niedrigem Wasserstand im Reaktor.</day>
		<day>Im Mai 1998 wird eine Cäsiumquelle im Stahlwerk des spanischen Los Barrios eingeschmolzen. Erhöhte Cäsium-137-Werte werden in Teilen Frankreichs und Italiens gemessen.</day>
		<day>2004 - Deutschland, AKW Philippsburg 1: An Notstrom-Dieselgeneratoren werden Funktionsstörungen festgestellt.</day>
		<day>1966 - China, Testgebiet Lop Nor in der Provinz Sinkiang: Oberirdischer Atombombentest.</day>
		<day>1994 - Deutschland, Tengen-Wiechs: Bei der Durchsuchung eines Gebäudes wird Plutonium gefunden. </day>
		<day>1998 - Indien: Unterirdische Atombombentests "Shakti-1-3".</day>
		<day>2000 - USA, New Mexico: Das Feuer "Cerro Grande" kommt der Atomwaffenfabrik und den Atommüll-Lagerstätten des Los Alamos National Laboratory gefährlich nahe. </day>
		<day>1998 - Indien: Unterirdische Atombombentests "Shakti-4-5".</day>
		<day>1995 - Kanada, AKW Bruce: Über 80 Tonnen Schwerwasser laufen während eines Unfalls aus. In den folgenden drei Tagen wird Tritium in die Atmosphäre freigesetzt.</day>
		<day>1957 - Pazifik, Weihnachtsinseln: Der oberirdische Atombombentest "Grapple 1" wird von Großbritannien durchgeführt. </day>
		<day>2004 - Frankreich, AKW Cattenom 2: Feuer in einem Kabelkanal im Bereich der Turbinenhalle. Die Feuerwehr reißt eine Mauer ein, um brennende Kabel zu erreichen. </day>
		<day>1985 - Pazifik, Rongelap-Atoll: Greenpeace evakuiert Bewohner der Insel. Fallout von Atomtests, insbesondere von "Bravo" 1954, hat die Region massiv verstrahlt.</day>
		<day>2000 - Deutschland, AKW Lingen (Emsland): Das Feuerlöschwassersystem ist infolge eines Spannungsausfalls nicht verfügbar.</day>
		<day>2000 - Mittelmeer: Das britische Atom-U-Boot "HMS Tireless" hat ein Leck im Kühlkreislauf. Denselben technischen Fehler haben sechs baugleiche Atom-U-Boote.</day>
		<day>1978 - Deutschland, AKW Isar: Kontamination außerhalb des Kontrollbereichs.</day>
		<day>1946 - USA, Los Alamos National Laboratory in New Mexico: Kritikalitätsunfall während eines Experimentes mit Plutonium. Ein Mensch stirbt, sieben werden stark verstrahlt.</day>
		<day>1968 - Das sowjetische Atom-U-Boot SSN-589 "Scorpion" geht mit zwei Atomwaffen an Bord 400 Seemeilen südwestlich der Azoren verloren. </day>
		<day>1994 - Russland, Atomkomplex Majak bei Tscheljabinsk: Radioaktive Aerosole werden durch das Ventilationssystem freigesetzt. </day>
		<day>1968 - Barentssee: Ein Teil des Reaktorkerns des sowjetischen Atom-U-Boots K-27 "Kit" schmilzt, etwa 20 Prozent der Brennelemente sind zerstört.</day>
		<day>Im Mai 1994 zeigen Routinekontrollen eines Hauptabsperrventils im AKW Südukraine Schädigung der Hauptbolzen, verursacht durch Undichtigkeiten am Ventil.</day>
		<day>1999 - Kanada, Atomkomplex Chalk River: Vier Arbeiter werden bei einem Unfall mit Plutonium kontaminiert. </day>
		<day>Im Mai 1993 wird im russischen AKW Kola ein Sicherheitsventil fehlerhaft geöffnet, der Druck im Primärkreislauf fällt.</day>
		<day>1998 - Pakistan: Unterirdische Atombombentests im Südwesten des Landes.</day>
		<day>1999 - Bulgarien, Grenzübergang Rousse: Zollbeamte nehmen einen Mann fest, der versucht hoch angereichertes Uran zu schmuggeln.</day>
		<day>1998 - Pakistan: Unterirdischer Atombombentest im Südwesten des Landes.</day>
		<day>1963 - USA, Nellis Air Force Range in Nevada: "Clean Slate II", Operation Roller Coaster, Plutonium wird gezielt freigesetzt. </day>
		<day>2003 - Belgien, AKW Tihange 1: Wegen eines Personalfehlers während eines Routinetests sind die elektrischen Batterien nicht verfügbar.</day>
		<day>1962 - Pazifik, Johnston Insel: Eine US-Atomrakete lässt sich nicht mehr orten und wird zerstört. Radioaktive Substanzen werden vermutlich in die Atmosphäre freigesetzt. </day>
		<day>1977 - Deutschland, AKW Stade: Ausfall eines Notstrom-Dieselgenerators bei Leistungsbetrieb.</day>
		<day>Im Juni 1973 geben Sprecher des Atomkomplexes Hanford, Staat Washington, USA, bekannt, dass 435.000 Liter radioaktiver Flüssigabfälle aus Tank 106-T ausgelaufen sind. </day>
		<day>1977 - Deutschland, AKW Neckarwestheim: Ausfall eines Notstrom-Dieselgenerators bei Leistungsbetrieb. </day>
		<day>1995 - Tschechien, Prag: Von der Polizei wird hoch angereichertes Uran sichergestellt. </day>
		<day>1981 - Irak, nahe Bagdad: Israel bombardiert den von Frankreich gebauten Tammuz 1 (Osirak) Forschungsreaktor wegen vermutetem Atomwaffenbau. </day>
		<day>1962 - Pazifik, Weihnachtsinsel: Die USA führen den Atombombentest "Alma" mit einer Sprengkraft von 782 Kilotonnen oberirdisch durch.</day>
		<day>1963 - USA/UK, Nellis Air Force Range in Nevada: Gezielte Freisetzung von Plutonium. Außerhalb des Testgebietes wird Radioaktivität gemessen. </day>
		<day>2004 - Deutschland, AKW Brunsbüttel: Falsche Konzentration von Bor im Vergiftungssystem, das für die Notabschaltung des Reaktors bereitstehen muss. </day>
		<day>1989 - Deutschland, AKW Krümmel: Ein bestrahltes Brennelement fällt ins Abklingbecken und beschädigt dessen Boden. </day>
		<day>1971 - Pazifik, Atolle Moruroa und Fangataufa: Frankreich führt den oberirdischen Atombombentest "Encelade" durch.</day>
		<day>1994 - Deutschland, Landshut: Wegen Besitzes von hoch angereichertem Uran werden mehrere Personen festgenommen.</day>
		<day>Im Juni 1995 wird in Moskau eine Person im Besitz von hoch angereichertem Uran festgenommen. Das radioaktive Material wurde aus einer Atomanlage gestohlen. </day>
		<day>1991 - USA, AKW Yankee-Rowe in Vermont: Ein Blitz schlägt in eine Umspannanlage ein und löst ein Feuer sowie eine Reaktorschnellabschaltung aus. </day>
		<day>1958 - USA, Oak Ridge Atomanlage Y-12 in Tennessee: Mehrere Kettenreaktionen in einer Uranylnitrat-Lösung. Sieben Personen erhalten eine hohe Strahlendosis.</day>
		<day>1997 - Russland, Atomzentrum Sarow/Arsamas-16: Ein Techniker erhält durch einen Kritikalitätsunfall eine hohe Strahlendosis und stirbt drei Tage später. </day>
		<day>2004 - USA, AKW Vermont Yankee in Vermont: Feuer in Kabelkanälen zum Haupttransformator sowie kleineres Feuer innerhalb des Turbinengebäudes.</day>
		<day>1962 - Pazifik, Johnston Insel: Der Antrieb einer US Thor-Rakete fällt aus, Rakete und Gefechtskopf werden zerstört. Trümmerstücke sind mit Plutonium kontaminiert. </day>
		<day>1987 - UdSSR, Testgebiet Semipalatinsk im Osten von Kasachstan: Unterirdischer Atombombentest.</day>
		<day>1990 - Israel, Kommerzielle Bestrahlungsanlage Soreq: Ein Techniker erhält wegen eines mechanischen Anlagenfehlers eine hohe Strahlendosis.</day>
		<day>1980 - bis 1990 melden sechs AKWs in den USA, zwei in Korea, eines in Indien und in den Niederlanden Nebenkühlwassersystemausfall wegen biologischer Ablagerungen. </day>
		<day>2000 - Frankreich, AKW Dampierre: Eine betriebliche Prozedur, die von einem anderen AKW auf Dampierre übertragen wurde, enthält einen systematischen Fehler. </day>
		<day>Im Juni 1993 wird nahe des Block 1 des AKW Saporoschje, Ukraine, ein radioaktiver "Hotspot" entdeckt. Nach Ventilversagen ist radioaktives Wasser nach außen gelangt.</day>
		<day>1982 - UdSSR, Testgebiet Semipalatinsk im Osten von Kasachstan: Unterirdischer Atombombentest.</day>
		<day>2003 - Georgien, Sadakhlo: Eine Person wird beim Versuch festgenommen, die Grenze mit hoch angereichertem Uran zu passieren.</day>
		<day>1985 - UdSSR, AKW Balachowo in Russland: Zerstörung einer Dampfleitung beim Test von Block 1, 13 Menschen sterben.</day>
		<day>2000 - USA, Atomkomplex Hanford im Staat Washington: Buschbrände erreichen Gräben mit Atommüll, erhöhte Radioaktivität wird in der Luft gemessen.</day>
		<day>1980 - UdSSR, Testgebiet Semipalatinsk im Osten von Kasachstan: Unterirdischer Atombombentest.</day>
		<day>1972 - Pazifik, Atolle Moruroa und Fangataufa: Frankreich führt den oberirdischen Atombombentest "Titania" durch.</day>
		<day>1985 - Taiwan, AKW Maanshan: Großes Feuer im Turbinengebäude des ersten Blocks.</day>
		<day>1996 - Tschechien, LVR-15 Reaktor des Atomforschungsinstituts in Rez: Die maximal erlaubte wöchentliche Freisetzung von radioaktivem Jod-131 wird überschritten.</day>
		<day>1981 - USA, AKW North Anna in Virginia: Eine Fehlfunktion im Transformator beschädigt diesen, eine Ölleckage und ein Feuer sind die Folge. </day>
		<day>2005 - Belgien, AKW Tihange: Beim Routinetest der Notstrom-Dieselgeneratoren wird festgestellt, dass sie nicht einsatzfähig sind.</day>
		<day>2001 - Deutschland, stillgelegte Versuchs-Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe: Es wird bekannt, dass ein Arbeiter Ende 2000 Plutoniumoxid gestohlen hatte. </day>
		<day>1999 - China, AKW Qinshan 1: Ein Störfall aus dem Jahr 1998 kommt ans Licht: Führungsrohre für die Kerninneninstrumentierung hatten sich durch Vibration verschoben.</day>
		<day>1990 - USA, AKW Quad Cities in Illinos: Abflussventile in allen Notkühlsystemen sind funktionsunfähig.</day>
		<day>1996 - Tschechien, AKW Dukovany: Grenzwerte und Auflagen werden missachtet. </day>
		<day>Defekte Jodfilter im Atomkomplex Hanford, Staat Washington, USA, werden im Juli 1951 ausgewechselt. 850 Tera-Bequerel wurden in den vergangenen Monaten freigesetzt. </day>
		<day>1991 - Russland, AKW Bilibinsk: Radioaktive Flüssigkeit tritt aus und kontaminiert das AKW. </day>
		<day>2000 - Ukraine, AKW Tschernobyl 3: Überflutung des Gebäudes für Notstrom-Dieselgeneratoren. Notstromsysteme stehen nicht zur Verfügung, Reaktor muss abgeschaltet werden. </day>
		<day>1999 - Japan, AKW Tsuruga 2 in der Präfektur Fukui: Große Mengen radioaktives Kühlwasser laufen aus einem gerissenen Edelstahlrohr aus, das als korrosionsresistent galt. </day>
		<day>1962 - USA, Testgebiet Nevada: Unterirdischer Atombombentest "Merrimac", Operation Storax. Radioaktivität gelangt in die Umwelt.</day>
		<day>1961 - UdSSR, Sibirisches Chemiekombinat in Sewersk/Tomsk-7: Kettenreaktionen in einer Urananreicherungsanlage. </day>
		<day>1975 - UdSSR, Testgebiet Semipalatinsk im Osten von Kasachstan: Unterirdischer Atombombentest.</day>
		<day>1945 - USA, Alamogordo in New Mexico: Die USA testen unter dem Kodenamen "Trinity" zum ersten Mal eine Atombombe. </day>
		<day>1993 - Russland, Atomkomplex Majak bei Tscheljabinsk: Bei einer Explosion in einer Plutonium verarbeitenden Fabrik wird Radioaktivität frei. </day>
		<day>1979 - USA, New Mexico: Radioaktives Wasser und kontaminiertes Sediment fließen im Rio Puerco. Zwei Tage zuvor war der Damm einer Uranabraumhalde gebrochen.</day>
		<day>Im Juli 2001 beschlagnahmt die Polizei in Paris, Frankreich, hoch angereichertes Uran und nimmt drei Verdächtige fest.</day>
		<day>1992 - Litauen, AKW Ignalina: Radioaktives Gas tritt aus einer explodierten Leitung aus. </day>
		<day>1971 - Schweiz, AKW Mühleberg: Aufgrund eines Öllecks bricht ein Feuer im Turbinengebäude aus. </day>
		<day>1992 - Frankreich, AKW Dampierre: Bei einer Prüfung des Deckels des Reaktordruckbehälters werden zwei Arbeiter verstrahlt.</day>
		<day>1956 - USA, Idaho National Engineering Laboratory: Eine radioaktive Reaktorkomponente ist unzureichend abgeschirmt und verstrahlt vier Personen.</day>
		<day>1964 - USA, Atomanlage in Wood River Junction, Rhode Island: Kritikalitätsunfall infolge menschlichen Versagens in einem Anlagenteil zur Uranrückgewinnung.</day>
		<day>1997 - Russland, Atomkomplex Dimitrowgrad: Über mehrere Tage tritt Jod-131 durch das Ventilationssystem aus. </day>
		<day>Im Juli 1996 wird im AKW Kmelnitzki, Ukraine eine Stickstoffpipeline mit Kühlmittel aus dem Primärkreislauf gefüllt. Pipeline und Anlage werden radioaktiv kontaminiert. </day>
		<day>1992 - Schweden, AKW Barsebäk: Ein fehlerhaftes Sicherheitsventil im Primärsystem wird beim Hochfahren des Reaktors nicht angezeigt. </day>
		<day>Im Juli 1993 entwenden zwei zur Marine gehörende Personen zwei frische Brennelemente aus einem Lager in Murmansk, Russland. </day>
		<day>1993 - Russland, Nordmeerflotte in der Andrejew-Bucht: Diebstahl von 1,8 Kilogramm hoch angereichertem Uran.</day>
		<day>1993 - Frankreich, AKW Tricastin: Im Volllastbetrieb wird entdeckt, dass ein Grenzwert für den Neutronenfluss falsch kalibriert ist.</day>
		<day>1993 - Großbritannien, AKW Wylfa: Ein Teil eines Greifarms zum Wechsel von Brennelementen fällt auf einen Brennstoffkanal. Radioaktivität wird freigesetzt.</day>
		<day>1958 - Pazifik, Johnston Insel: Atombombentest der USA "Teak" im Rahmen der Operation Hardtack 1 in 77 Kilometern Höhe.</day>
		<day>1993 - Russland, Atomkomplex Majak bei Tscheljabinsk: Bruch einer Rohrleitung aufgrund von Korrosion. Radioaktives Material läuft aus. </day>
		<day>2001 - Deutschland, AKW Lingen (Emsland): Teilweiser Ausfall der Brandmeldeanlage durch Überspannung infolge Blitzeinschlag. </day>
		<day>1962 - UdSSR, Testgebiet Semipalatinsk im Osten von Kasachstan: Oberirdischer Atombombentest.</day>
		<day>2003 - USA, Los Alamos National Laboratory: Wegen zu langer Lagerung einer Verpackung werden Arbeiter in der Plutoniumanlage mit Plutonium kontaminiert.</day>
		<day>1945 - Japan: Der US-B29-Bomber "Enola Gay" wirft die Atombombe "Little Boy" über Hiroshima ab. Bis Ende Dezember 1945 sterben etwa 140.000 Menschen. </day>
		<day>1962 - UdSSR, Testgebiet Semipalatinsk im Osten von Kasachstan: Oberirdischer Atombombentest.</day>
		<day>1997 - Russland, Insel Sachalin: Der Generator eines Leuchtturms, der radioaktive Substanzen enthält, wird im Ochotskischen Meer notentsorgt. </day>
		<day>1945 - Japan: Die USA werfen die Plutoniumbombe "Fat Man" über Nagasaki ab. Bis November 1945 sterben etwa 74.000 Menschen. </day>
		<day>1985 - UdSSR, Tschaschma-Bucht: Explosion im Reaktor des atomgetriebenen U-Boots K-431 während der Beladung mit Brennstoff. Radioaktivität gelangt in Luft und Wasser.</day>
		<day>1988 - Argentinien, AKW Atucha 1: Steigende Aktivität und Vibration im Reaktor führen zu einer Notabschaltung. Brennstabteile werden im Reaktorkessel gefunden. </day>
		<day>2000 - Barentssee: Feuer und Explosion in der ersten Sektion des russischen Atom-U-Boots K-141 "Kursk". Es sinkt, 118 Besatzungsmitglieder sterben.</day>
		<day>1991 - USA, AKW Nine Mile Point im Staat New York: Defekt im Haupttransformator führt zur Abschaltung des Reaktors. Ungenügend Notstrom steht zur Verfügung. </day>
		<day>1993 - Deutschland, AKW Krümmel: Zwei Armaturen, die bei Störfällen die Sicherheits- und Entlastungsventile offen halten müssen, funktionieren nicht.</day>
		<day>1974 - Pazifik, Atolle Moruroa und Fangataufa: Frankreich führt den oberirdischen Atombombentest "Scorpion" durch.</day>
		<day>1983 - USA, Golf von Mexico: Verlust versiegelter Strahlenquellen, die Radioaktivität in die marine Umwelt freisetzen können. </day>
		<day>1995 - China, Testgebiet Lop Nor in der Provinz Sinkiang: Unterirdischer Atombombentest.</day>
		<day>1997 - Deutschland, AKW Biblis B: Während einer Revision fallen zwei der vier Nebenkühlwasserpumpen aus, eine weitere steht wegen Reparaturen nicht zur Verfügung. </day>
		<day>1998 - USA, Argonne National Laboratory West in Idaho: Elf Arbeiter werden bei Wartungsarbeiten an einer der "heißen Zellen" radioaktiv kontaminiert. </day>
		<day>Im August 1995 verhakt sich im AKW Ignalina in Litauen ein Kran, der im Bereich der Brennstoffbeladung arbeitet, in ein Stromkabel. Der Strom fällt aus. </day>
		<day>1962 - UdSSR, Testgebiet Semipalatinsk im Osten von Kasachstan: Oberirdischer Atombombentest.</day>
		<day>1996 - Costa Rica, San José: Eine medizinische Strahlenquelle wird falsch kalibriert. Patienten werden dadurch zu hohen Strahlendosen ausgesetzt.</day>
		<day>1988 - Deutschland, AKW Isar 1: Reaktorschnellabschaltung durch niedrigen Füllstand im Reaktordruckbehälter.</day>
		<day>1992 - USA, AKW Turkey Point in Florida: Während Hurrikan "Andrew" lösen Fehlalarme im Brennelemente-Lager Besorgnis aus. Es war während des Sturms nicht zugänglich.    </day>
		<day>1984 - Vor der Küste von Zeebrugge: Frachter "Mont Louis" kollidiert mit der Autofähre "Olau Britannia" und sinkt mit 30 Containern Uranhexafluorid an Bord.</day>
		<day>1997 - Georgien, militärisches Trainingslager Lilo: Ein Strahlungs-"Hotspot" wird nahe den unterirdischen Schutzanlagen gefunden. </day>
		<day>2001 - Deutschland, AKW Philippsburg 2: Zwei Wochen nach einer Revision fällt auf, dass das Vergiftungssystem, das zur Verfügung stehen muss, ist nicht einsatzfähig ist. </day>
		<day>2002 - Deutschland, AKW Biblis B: Der Schalter für die automatische Notstandsstromversorgung ist ausgeschaltet. </day>
		<day>1949 - UdSSR, Testgebiet Semipalatinsk im Osten von Kasachstan: Erster oberirdischer Atombombentest der UdSSR. Radioaktiver Fallout geht über Teilen des Altai-Gebietes nieder. </day>
		<day>1956 - UdSSR, Testgebiet Semipalatinsk im Osten von Kasachstan: Oberirdischer Atombombentest.</day>
		<day>1962 - UdSSR, Testgebiet Semipalatinsk im Osten von Kasachstan: Oberirdischer Atombombentest.</day>
		<day>2005 - Argentinien, AKW Atucha 1: Ein Arbeiter wird bei Wartungsarbeiten an einer Brennstoff-Lademaschine einer überhöhten Strahlendosis ausgesetzt. </day>
		<day>1962 - UdSSR, Nowaja Semlja in der Arktis: Oberirdischer Atombombentest.</day>
		<day>2002 - Deutschland, AKW Krümmel: Druckbegrenzungsventile, die funktionieren müssen, tun dies bei einer Überprüfung nicht. Sie öffnen sich nur teilweise.</day>
		<day>Im Atomkomplex Hanford, Washington, USA, beginnt im September 1944 die Plutoniumproduktion. Mehr als 40 Jahre wird Radioaktivität in Luft, Wasser, Boden entlassen.</day>
		<day>1988 - UdSSR, Litauen, AKW Ignalina 2: Großer Kabelbrand durch Selbstentzündung.</day>
		<day>1961 - UdSSR: Oberirdische Atombombentests im Osten und im Westen von Kasachstan. </day>
		<day>1962 - UdSSR, Atomkomplex Majak bei Tscheljabinsk: In einer Plutoniumlösung treten spontane Kettenreaktionen auf.</day>
		<day>1993 - Deutschland, AKW Biblis B: Ein Teil aus einem Dampferzeuger wird im Reaktordruckbehälter gefunden.</day>
		<day>1982 - UdSSR, AKW Tschernobyl in der Ukraine: Während des Hochfahrens von Block 1 nach Revision bricht ein Brennstoffkanal, Radioaktivität wird freigesetzt.</day>
		<day>2004 - Russland, Semlja-Bunge-Insel: Leuchtturm-Generatoren mit radioaktiven Strahlenquellen müssen bei schwerem Wetter von einem Hubschrauber abgeworfen werden.</day>
		<day>1957 - USA, Atomwaffenfabrik Rocky Flats in Colorado: Verkettung von Ereignissen und Fehlverhalten. Feuer breitet sich im Ventilationssystem aus, Plutonium wird freigesetzt. </day>
		<day>1961 - UdSSR, Nowaja Semlja in der Arktis: Oberirdischer Atombombentest.</day>
		<day>1987 - Brasilien, Goiânia: Aus einem verlassenen Krankenhaus wird eine medizinische Strahlenquelle gestohlen. Mehrere Menschen sterben an den Folgen der Verstrahlung.</day>
		<day>Im September 1997 wird das Abwasserrohr der Wiederaufarbeitungsanlage La Hague, Frankreich, gesäubert. Radioaktive Ablagerungen verteilen sich über den Meeresboden.</day>
		<day>1961 - USA, Testgebiet Nevada: Unterirdischer Atombombentest "Antler", Operation Nougat. Außerhalb des Testgebietes wird Radioaktivität gemessen.</day>
		<day>2000 - Georgien, Flughafen Tiflis: Nukleares Material, unter anderem Plutonium, wird von der Polizei beschlagnahmt.</day>
		<day>1977 - China, Testgebiet Lop Nor in der Provinz Sinkiang: Oberirdischer Atombombentest.</day>
		<day>1958 - USA, Idaho National Engineering Laboratory: Etwa 3,7 Tera-Becquerel radioaktiver Materialien werden zu Testzwecken in die Luft freigesetzt.</day>
		<day>1993 - Frankreich, AKW St. Alban: Während des Brennelementwechsels fällt die Kühlung des Abklingbeckens aus. Ein Pumpenausfall wurde nicht angezeigt.</day>
		<day>1973 - UdSSR, Testgebiet Semipalatinsk im Osten von Kasachstan: Unterirdischer Atombombentest.</day>
		<day>2005 - Norwegen, Altmetallschmelze in Mo i Rana: In mehreren Lieferungen von Altmetall wird Radioaktivität gemessen. </day>
		<day>1990 - Deutschland, AKW Philippsburg 1: Ein Entlastungsventil öffnet sich ungewollt und lässt sich danach nicht wieder schließen.</day>
		<day>1983 - Argentinien, RA-2 Forschungsreaktor nahe Buenos Aires: Bedienungsfehler während der Kernkonfiguration führt zum Kritikalitätsunfall, eine Person stirbt. </day>
		<day>2002 - Deutschland, AKW Philippsburg: Bei Reinigungsarbeiten wird radioaktiv kontaminiertes Wasser in die Regenwasserkanalisation geleitet. </day>
		<day>1962 - UdSSR: Oberirdische Atombombentests auf dem Testgebiet Semipalatinsk im Osten von Kasachstan und in Nowaja Semlja in der Arktis.</day>
		<day>2005 - Schottland, Wiederaufarbeitungsanlage Dounreay: In einer Anlage zur Zementierung radioaktiver Abfälle läuft Material aus, die Anlage wird geschlossen. </day>
		<day>1962 - UdSSR, Nowaja Semlja in der Arktis: Oberirdischer Atombombentest.</day>
		<day>1957 - USA, Testgebiet Nevada: Atombombentest "Charleston" im Rahmen der Operation Plumbbob.</day>
		<day>1957 - UdSSR, Atomkomplex Majak bei Tscheljabinsk: Ein Fehler im Kühlsystem führt zur chemischen Explosion. Große Mengen Radioaktivität werden freigesetzt. </day>
		<day>1999 - Japan, Urankonversionsanlage Tokaimura in der Präfektur Ibaraki: Spontane Kettenreaktionen wegen Missachtung von Sicherheitsbestimmungen.</day>
		<day>1999 - Republik Korea, AKW Wolsong 3: Wegen einer defekten Dichtung läuft schweres Wasser aus. </day>
		<day>1999 - Kirgisistan, Kara Balta: Zwei Personen werden beim Versuch, Plutonium zu verkaufen, festgenommen.</day>
		<day>1987 - USA, AKW Fort St. Vrain in Colorado: Auslaufendes Öl löst Feuer im Turbinenbereich aus. Kontrollraumleitungen, Ventile und Instrumente werden massiv beschädigt. </day>
		<day>1961 - UdSSR: Oberirdische Atombombentests auf dem Testgebiet Semipalatinsk im Osten von Kasachstan und in Nowaja Semlja in der Arktis.</day>
		<day>2004 - Frankreich, nahe Paris: Ein LKW mit 4,5 Tonnen angereichertem Uran aus Lingen (Emsland) wird auf dem Weg zum AKW Blayais in einen Auffahrunfall verwickelt. </day>
		<day>1986 - Atlantik: Das sowjetische Atom-U-Boot K-219 sinkt einige Tage nach einem Feuer und einer Explosion etwa 1.000 Kilometer nordöstlich von Bermuda. </day>
		<day>Im Oktober 1962 baut sich die Kubakrise zwischen den USA und der UdSSR auf, der Höhepunkt des Kalten Krieges. Ein atomarer Schlagabtausch scheint bevorzustehen. </day>
		<day>1957 - Großbritannien, Windscale (heute Sellafield): Großbrand im Atomreaktor zur Plutoniumproduktion. Große Mengen radioaktiven Materials gelangen in die Umwelt.</day>
		<day>1989 - USA, AKW Shearon Harris in North Carolina: Eine Kette von Ereignissen führt zu Feuern an mehreren Stellen der Anlage.</day>
		<day>2000 - Tschechien: AKW Temelin 1 wird in Betrieb genommen. Seitdem gibt es immer wieder Zwischenfälle im umstrittenen AKW Temelin. </day>
		<day>1991 - Ukraine, AKW Tschernobyl 2: Feuer im Turbinenraum nach einem Kurzschluss. Pumpen fallen aus, Teile des Daches stürzen ein.</day>
		<day>In Xinzhou, in Nord-Chinas Provinz Shanxi, hebt im Oktober 1992 ein Arbeiter eine Strahlenquelle auf und nimmt sie mit nach Hause. Sein Bruder, sein Vater und er sterben.</day>
		<day>Ein Atom-U-Boot der sowjetischen Nordmeerflotte lässt radioaktiven Flüssigabfall ab, während es im Jahr 1989 in der Ara-Bucht ankert.</day>
		<day>1970 - China, Testgebiet Lop Nor in der Provinz Sinkiang: Oberirdischer Atombombentest.</day>
		<day>1982 - UdSSR, AKW Armenia in Armenien: Ein Kabelbrand beeinträchtigt die Möglichkeiten der Kernkühlung.</day>
		<day>1959 - USA, Idaho Chemical Processing Plant: Versehentlicher Transfer einer Uranylnitrat-Lösung in einen ungeeigneten Lagertank löst einen Kritikalitätsunfall aus. </day>
		<day>1980 - USA, AKW Indian Point im Staat New York: Der Eintritt von Grundwasser beschädigt Elektrik und Pumpen.</day>
		<day>1951 - UdSSR, Testgebiet Semipalatinsk im Osten von Kasachstan: Oberirdischer Atombombentest.</day>
		<day>1989 - Spanien, AKW Vandellos: Feuer im Turbinengebäude. Verbindungen zwischen Wasserrohren werden beschädigt, das Turbinengebäude wird überflutet. </day>
		<day>Ein Sprecher des Atomkomplexes Hanford, Staat Washington, USA, räumt im Oktober 1990 die Möglichkeit einer Wasserstoffexplosion in einem Tank für radioaktive Abfälle ein.</day>
		<day>1994 - Estland, Lagerstätte für radioaktiven Müll in Tammiku: Metallgehäuse mit einer radioaktiven Cäsium-137-Quelle wird gestohlen, es verstrahlt mehrere Menschen.</day>
		<day>1962 - UdSSR: Oberirdische Atombombentests in Kasachstan und in Nowaja Semlja in der Arktis.</day>
		<day>Im Oktober 1994 wird im Block 3 des AKW Tschernobyl, Ukraine, ein durchdringender Riss im oberen Teil der Wand eines Brennstoffkanals gefunden. </day>
		<day>2005 - USA, AKW St. Lucie in Florida: Ausfall von Systemen zur Datenerfassung und -anzeige für Notfälle. </day>
		<day>1961 - UdSSR: Oberirdische Atombombentests auf dem Testgebiet Semipalatinsk im Osten von Kasachstan und in Nowaja Semlja in der Arktis.</day>
		<day>1991 - Weißrussland, industrielle Sterilisationsanlage in Neswisch: Ein Arbeiter erhält eine hohe Strahlendosis, als er eine Bestrahlungskammer betritt, um einen Fehler zu beheben. </day>
		<day>1961 - UdSSR: Zwei oberirdische Atombombentests im westlichen Teil von Kasachstan und einer in Nowaja Semlja in der Arktis.</day>
		<day>2003 - Großbritannien, AKW Heysham: Beide Reaktoren werden abgeschaltet, nachdem Kühlwasser aus einem defekten Rohr die Turbinenhalle überflutet hat. </day>
		<day>Der Deich eines Abfallbeckens des Atomkomplexes Hanford im Staat Washington, USA, bricht im Oktober 1948. Mehrere Kilo Uran fließen in den Columbia-Fluss.</day>
		<day>1961 - UdSSR, Nowaja Semlja im nördlichen Eismeer: Die größte je gezündete thermonukleare Bombe wird in 4.000 Metern Höhe zur Explosion gebracht. </day>
		<day>1989 - USA, AKW Dresden in Illinois: Bei Volllastbetrieb wird wegen einer ganzen Serie von Problemen ein Teil des Kühlsystems im Block 3 für funktionsuntüchtig erklärt.</day>
		<day>1962 - Pazifik, Johnston Insel: Die USA führt den Atombombentest "Kingfish" im Rahmen der Operation Fishbowl in großer Höhe in der Atmosphäre durch. </day>
		<day>1996 - USA, AKW Haddam Neck in Connecticut: Arbeiter, die bei Reinigungsarbeiten radioaktive Ablagerungen entfernen, atmen radioaktive Partikel ein.</day>
		<day>1965 - UdSSR, Elektrostal Konversionsanlage: Auftreten einer spontanen Kettenreaktion. </day>
		<day>1958 - USA, Luftwaffenstützpunkt Dyess in Texas: Ein US-B47-Bomber mit einer Atomwaffe an Bord fängt Feuer und stürzt ab.</day>
		<day>1955 - USA, Testgebiet Nevada: Im Rahmen des "Projekt 56 Nr. 3" wird Plutonium gezielt freigesetzt. </day>
		<day>1955 - UdSSR, Testgebiet Semipalatinsk im Osten von Kasachstan: Oberirdischer Atombombentest.</day>
		<day>2001 - Japan, AKW Hamaoka in der Präfektur Shizuoka: Rohrleitungen im Hochdruck-Einspeisesystem brechen während eines Tests, vermutlich wegen einer Wasserstoffexplosion.</day>
		<day>Ein Arbeiter wird radioaktiv verstrahlt, während er im AKW Tschernobyl, Ukraine, im November 1995 ein defektes Brennelement entfernt. Gebäudeteile werden kontaminiert.</day>
		<day>1991 - USA, AKW Salem in New Jersey: Großes Feuer im Turbinengebäude von Block 2.</day>
		<day>2003 - USA, AKW Seabrook in New Hampshire: Wasserstoff gelangt in das Turbinengebäude, es entsteht ein entflammbares Gemisch.</day>
		<day>1966 - USA, Testgebiet Nevada: Unterirdischer Atombombentest "Ajax" im Rahmen der Operation Latchkey. Radioaktivität gelangt in die Umwelt.</day>
		<day>2003 - Russland, Kola-Halbinsel: Marine-Inspektoren finden Überreste eines zerlegten Isotopengenerators. Die Strahlenquelle wird in drei Metern Wassertiefe entdeckt. </day>
		<day>Im November 1995 verklemmt sich im AKW Paks, Ungarn, durch Fremdmaterial im Primärkreislauf ein Kontrollstab. </day>
		<day>1980 - Italien, AKW Garigliano: Anstieg des Grundwasserspiegels. Radioaktivität aus dem Lagertank für verbrauchte Filterharze kontaminiert das Grundwasser.</day>
		<day>1987 - UdSSR, Testgebiet Semipalatinsk im Osten von Kasachstan: Unterirdischer Atombombentest.</day>
		<day>1996 - Die "Mars 96"-Sonde tritt nach einer Störung wieder in die Erdatmosphäre ein. Sie fällt westlich von Chile in den Pazifik - und mit ihr die atomare Stromversorgung. </day>
		<day>1999 - Schottland: Ein Tornado-Kampfflugzeug der britischen Luftwaffe stürzt 800 Meter entfernt vom AKW Torness bei Edinburgh ab. </day>
		<day>1983 - Großbritannien, Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield (ehem. Windscale): Unkontrollierte Ableitung radioaktiver Abwässer. Strandbereiche werden geschlossen.</day>
		<day>1951 - USA, Testgebiet Nevada: Oberirdischer Atombombentest "Sugar" im Rahmen der Operation Jangle. </day>
		<day>1996 - Russland, Atomkomplex Majak bei Tscheljabinsk: Bei Reparaturarbeiten an der Elektrik der Entlüftung werden radioaktive Aerosole freigesetzt.</day>
		<day>1995 - Russland, AKW Kursk: Arbeiter sind beim Entladen eines undichten Brennelements im Block 4 Strahlendosen ausgesetzt, die zulässige Jahresgrenzwerte überschreiten.</day>
		<day>1955 - UdSSR, Testgebiet Semipalatinsk im Osten von Kasachstan: Oberirdischer Atombombentest.</day>
		<day>Das russische AKW Belojarsk wird im November 1993 wegen erhöhter Strahlungswerte in der Abluftanlage abgeschaltet. </day>
		<day>Im November 1995 öffnen sich im AKW Ignalina in Litauen spontan Ventile von Drucktanks der Kernnotkühlung. Etwa zwölf Tonnen Wasser laufen aus. </day>
		<day>2005 - Italien: Radioaktives Material zum Testen von Gaspipelines wird gestohlen.</day>
		<day>1962 - UdSSR, Testgebiet Semipalatinsk im Osten von Kasachstan: Oberirdischer Atombombentest.</day>
		<day>Ein Kurzschluss im russischen AKW Kola verursacht im November 1992 eine ungeplante Abschaltung des Kraftwerks. Notstrom-Dieselgeneratoren springen nicht an.</day>
		<day>1974 - UdSSR, Testgebiet Semipalatinsk im Osten von Kasachstan: Unterirdischer Atombombentest.</day>
		<day>1955 - USA, EBR-I Forschungsreaktor in Idaho: Wegen unzureichenden Wissens der Bedienungsmannschaft bei einem Experiment kommt es zur Teilschmelze des Reaktors. </day>
		<day>1975 - Russland, AKW Sosnowi Bor nahe St. Petersburg: Das Durchschmelzen einiger Brennelemente zerstört einen Teil der aktiven Reaktorzone.</day>
		<day>1984 - Pazifik, Atolle Moruroa und Fangataufa: Frankreich führt den unterirdischen Atombombentest "Miletos" durch.</day>
		<day>1949 - USA, Atomkomplex Hanford im Staat Washington: Experiment "Green Run". Über 300 Tera-Becquerel Jod-131 werden auf einmal in die Umwelt abgegeben.</day>
		<day>1982 - USA, AKW Dresden in Illinois: Hochwasser über dem historischen Maximum verursacht Schäden am Kraftwerk.</day>
		<day>1963 - USA, Testgebiet Nevada: Unterirdische Atombombentests "Barracuda" und "Sardine" im Rahmen der Operation Niblick. Radioaktivität wird freigesetzt.</day>
		<day>1965 - Japan, nahe Okinawa: Ein US-Skyhawk-Jet mit einer Atomwaffe an Bord rollt vom Flugzeugträger und versinkt. Der Pilot stirbt, Flugzeug und Atomwaffe gehen verloren.</day>
		<day>1989 - Golf von Mexiko: Verlust einer versiegelten radioaktiven Strahlenquelle während Ölbohrarbeiten.</day>
		<day>1975 - DDR, AKW Greifswald: Schalter- und Kabelbrand beeinträchtigen die Sicherheit der Anlage massiv. Für einige Zeit fällt die Kühlung des Reaktorkerns aus. </day>
		<day>1968 - USA, Testgebiet Nevada: Unterirdischer Atombombentest "Schooner" im Rahmen der Operation Bowline. Radioaktivität wird in die Umwelt freigesetzt.</day>
		<day>Im Dezember 1995 läuft radioaktive Flüssigkeit aus einem Rohr auf den Boden des AKW Südukraine. Etwa 30 Quadratmeter werden kontaminiert.</day>
		<day>1998 - Türkei, Istanbul: Boxen mit gebrauchten medizinischen radioaktiven Quellen werden als Altmetall verkauft und geöffnet. Mehrere Personen werden verstrahlt.</day>
		<day>Im Dezember 1992 wird radioaktives Wasser aus einem Abfalltank des russischen AKW Belojarsk freigesetzt und gelangt ins Kühlwasserbecken.</day>
		<day>1963 - USA, Testgebiet Nevada: Unterirdischer Atombombentest "Eagle" im Rahmen der Operation Niblick. Radioaktivität gelangt in die Umwelt.</day>
		<day>1980 - Großbritannien, AKW Hinkley: Hochwasser und sehr hohe Wellen zerstören das Pumpenhaus und führen zum Ausfall des Nebenkühlwassersystems. </day>
		<day>2001 - Deutschland, AKW Brunsbüttel: Wasserstoffexplosion in einer Rohrleitung nur wenige Meter vom Reaktordruckbehälter entfernt.</day>
		<day>Von den 177 unterirdischen Tanks für radioaktive Abfälle im Atomkomplex Hanford, Staat Washington, USA, sind 149 einwandig. 67 dieser Tanks haben bereits geleckt.</day>
		<day>1974 - UdSSR, Testgebiet Semipalatinsk im Osten von Kasachstan: Zwei unterirdische Atombombentests.</day>
		<day>1987 - Deutschland, AKW Biblis A: Menschliches Versagen ist verantwortlich für ein Leck im radioaktiven Primärkühlkreislauf. </day>
		<day>1984 - UdSSR, AKW Kalinin 1 in Russland: Drei kleinere Brände in drei verschiedenen Bereichen führen zu einem großen Brand im Turbinengebäude.</day>
		<day>Im Winter 1987 fallen durch strengen Frost diverse sicherheitsrelevante Sensoren im französischen AKW Chinon aus. </day>
		<day>2004 - Tschechien, AKW Temelin 2: 20.000 Liter radioaktives Kühlwasser laufen ins Containment des AKWs. </day>
		<day>1979 - UdSSR, Testgebiet Semipalatinsk im Osten von Kasachstan: Unterirdischer Atombombentest.</day>
		<day>1962 - UdSSR, Nowaja Semlja in der Arktis: Oberirdischer Atombombentest.</day>
		<day>Die Plutoniumanlagen des Atomkomplexes Hanford im Staat Washington, USA, geben allein im Jahr 1945 über 20.000 Tera-Becquerel an Jod-131 in die Umwelt ab.</day>
		<day>1967 - China, Testgebiet Lop Nor in der Provinz Sinkiang: Oberirdischer Atombombentest.</day>
		<day>1962 - UdSSR, Nowaja Semlja in der Arktis: Zwei oberirdische Atombombentests.</day>
		<day>2004 - Indien, AKW Madras 2 in Tamil Nadu: Nach Erdbeben und anschließendem Tsunami dringt Meerwasser auf das AKW-Gelände. Der Reaktor wird heruntergefahren.</day>
		<day>1998 - Großbritannien, AKW Hunterston B: Verbindungen zum Stromnetz werden wegen schlechten Wetters unterbrochen. Es treten Schwierigkeiten bei der Reaktorkühlung auf.</day>
		<day>Ende Dezember 1999 lassen in Frankreich Stürme den Fluss Gironde über die Ufer treten. Das AKW Blayais wird teils überflutet, wichtige Sicherheitssysteme fallen aus.</day>
		<day>1989 - Golf von Mexico: Verlust einer versiegelten radioaktiven Strahlenquelle während Ölbohrarbeiten.</day>
		<day>1976 - UdSSR, Testgebiet Semipalatinsk im Osten von Kasachstan: Unterirdischer Atombombentest.</day>
		<day>1978 - UdSSR, Russland, AKW Belojarsk 2: Feuer, das im Turbinengebäude beginnt, breitet sich über Kabelkanäle aus. Das Kontrollgebäude wird stark beschädigt.</day>
		<day>1992 - Indien, AKW Rajasthan 1: Vier Tonnen Schwerwasser laufen aus. Das Notkühlsystem des Reaktors wird aktiviert.</day>
		<day>1958 - UdSSR, Atomkomplex Majak bei Tscheljabinsk: Spontane Kettenreaktion in einer Uranylnitrat-Lösung in einer Versuchsabteilung. Drei Personen sterben. </day>
		<day>1961 - USA, Idaho National Engineering Laboratory: Eine Dampfexplosion im Versuchsreaktor SL-1 zerstört den Reaktor und tötet drei Techniker. </day>
		<day>1999 - USA, AKW Millstone in Connecticut: 3.180 Liter Abwasser mit Spuren von Tritium gelangen in den Long-Island-Sund. </day>
		<day>Im Januar 1995 erfolgt im Block 3 des AKW Tschernobyl, Ukraine, eine Reaktorschnellabschaltung. Ein Arbeiter hatte ein falsches Ventil geschlossen.</day>
		<day>1990 - UdSSR, AKW Kalinin in Russland: Radioaktiv kontaminiertes Wasser läuft teils in das Reaktorgebäude, teils in die Kanalisation aus.</day>
		<day>1989 - USA, AKW H.B. Robinson 2 in South Carolina: Feuer durch Bedienungsfehler. Ein Belüftungssystem war an die zentrale Wasserstoffversorgung angeschlossen worden.</day>
		<day>1986 - Japan, AKW Fukushima Daiichi in der Präfektur Fukushima: Durch ein Feuer im Block 2 werden zwei Arbeiter verletzt.</day>
		<day>1962 - USA, Testgebiet Nevada: Unterirdischer Atombombentest "Stoat" im Rahmen der Operation Nougat. Radioaktivität gelangt in die Umwelt.</day>
		<day>2006 - Iran: Um die Urananreicherung wieder aufzunehmen, werden IAEA-Siegel an mehreren Atomanlagen trotz internationaler Proteste entfernt. </day>
		<day>1997 - Japanisches Meer: Nach einem Tankerunfall droht ausgetretenes Öl die Kühlsysteme von 15 japanischen AKWs in Küstennähe lahm zu legen.</day>
		<day>1987 - Frankreich, AKW Saint-Laurent-des-Eaux 1: Nach anhaltendem, sehr kaltem Wetter droht Eis auf der Loire die Wasseraufnahme des AKW zu behindern.</day>
		<day>1988 - Japan, AKW Fukushima Daiichi in der Präfektur Fukushima: In Block 6 bricht Feuer aus. </day>
		<day>1969 - Pazifik, nahe Hawaii: Nachdem sich Munition entzündet hat, bricht auf dem atomgetriebenen Flugzeugträger "Enterprise" der US-Marine Feuer aus. </day>
		<day>1982 - Golf von Mexiko: Verlust einer versiegelten radioaktiven Strahlenquelle während Ölbohrarbeiten. </day>
		<day>Im Januar 1993 bricht im AKW Kursk in Russland ein Rohr, radioaktive Aerosole verteilen sich in der Anlage.</day>
		<day>1966 - Spanien, Palomares: Ein US-B52-Bomber mit vier Atomsprengköpfen an Bord kollidiert in der Luft mit seinem Tankflugzeug. Plutonium wird frei.</day>
		<day>1956 - USA, Testgebiet Nevada: Im Rahmen des "Projekt 56 Nr. 4" wird Plutonium gezielt freigesetzt. </day>
		<day>1999 - Japan, AKW Fukushima Daini in der Präfektur Fukushima: Feuer in der Verbrennungsanlage zur Volumenreduktion fester radioaktiver Abfälle. </day>
		<day>Im Januar 1994 gelangt im AKW Saporoschje, Ukraine, wegen eines Ventilschadens radioaktiv kontaminiertes Kühlwasser in ein Druckluftsystem von Block 4.</day>
		<day>1968 - Grönland, Thule: Ein US-B52-Bomber mit vier Atomsprengköpfen an Bord stürzt nahe dem Luftwaffenstützpunkt ab. Plutonium verteilt sich großflächig. </day>
		<day>1984 - Niederlande, AKW Borssele: Extremes Niedrigwasser und starke Winde führen zum Ausfall des Nebenkühlwassersystems. </day>
		<day>1990 - Kanada, AKW Bruce in der Provinz Ontario: Fehler in der Software. Während der Brennstoffbeladung ereignet sich ein Unfall. Radioaktivität wird frei. </day>
		<day>1978- : Der sowjetische Satellit "Kosmos-954" stürzt im Norden Kanadas ab. Radioaktives Material wird über 124.000 Quadratkilometer verteilt. </day>
		<day>1981 - USA, AKW Ginna im Staat New York: Der Bruch einer Rohrleitung führt zur Freisetzung von radioaktivem Kühlmittel als Flüssigkeit und Dampf.</day>
		<day>1999 - USA, Las Vegas in Nevada: Ein Feuchtigkeits- und Dichtemessgerät mit einer radioaktiven Strahlenquelle wird von einem Pick-up-Truck gestohlen. </day>
		<day>1951 - USA: Beginn der Atombombentests im Testgebiet Nevada. 904 Tests wurden zwischen 1945 und 1992 allein hier durchgeführt. </day>
		<day>2001 - Griechenland: 245 plutoniumhaltige Metallplättchen werden nahe dem Dorf Asvestochori in einem Versteck im Wald gefunden.</day>
		<day>1965 - USA, Testgebiet Nevada: Unterirdischer Atombombentest "Tern", Operation Whetstone. Radioaktivität wird in die Umwelt freigesetzt.</day>
		<day>1963 - UdSSR, Sibirisches Chemiekombinat in Sewersk/Tomsk-7: In einer Uranylnitrat-Lösung in einem Sammelbehältnis kommt es zu Kettenreaktionen.</day>
		<day>2001 - USA, AKW La Salle in Illinois: Durch Ausfall eines der Haupttransformatoren schaltet sich der erste Block automatisch ab.</day>
		<day>1991 - Frankreich, AKW Gravelines: Bei einer Kontrolle wird festgestellt, dass Ventile sicherheitsrelevanter Systeme in "Offen"-Stellung blockiert sind.</day>
		<day>1993 - Russland, AKW Kola: Abschaltung wegen beschädigter Stromleitungen nach einem Sturm. Der Notstrom-Dieselgenerator von Block 1 springt nicht wie geplant an. </day>
		<day>Anfang Februar 2001 wird in Samut Prakan, Thailand, eine medizinische Strahlenquelle aus einem Lager entwendet, demontiert und als Altmetall verkauft.</day>
		<day>1994 - Russland, Atomkomplex Majak bei Tscheljabinsk: Freisetzung radioaktiver Gase innerhalb der Anlage. </day>
		<day>1989 - El Salvador, San Salvador: Eine industrielle Kobalt-60-Strahlenquelle verklemmt sich in der Bestrahlungsposition, die Strahlung belastet das Personal hoch. </day>
		<day>2004 - Frankreich, AKW Cattenom 3: Während der Beladung mit neuen Brennelementen wird festgestellt, dass ein Brennelement in der falschen Position war. </day>
		<day>1983 - Südatlantik: Der Reaktorkern des Satelliten "Kosmos 1402" tritt in die Atmosphäre ein und zerbricht. Ein Versuch, ihn in eine höhere Umlaufbahn zu schicken, schlug fehl.</day>
		<day>2004 - Deutschland, AKW Biblis: Teilausfall der Notstandsstromversorgung von Biblis B zu Biblis A und Notstromfall in Biblis B. </day>
		<day>1991 - Japan, AKW Mihama in der Präfektur Fukui: Leck infolge Rohrbruch. Aus dem Kühlsystem von Block 2 treten radioaktives Wasser und radioaktiver Dampf aus.</day>
		<day>1999 - Kuwait: Eine Einheit der US-Armee entsorgt irrtümlicherweise einen tritiumhaltigen Geschützmündungssensor auf einer kuwaitischen Müllkippe. </day>
		<day>2000 - USA, AKW Millstone 2 in Connecticut: Während eines Tests unter Volllast fallen zwei Kontrollstäbe in den Reaktorkern und lösen eine Notabschaltung aus. </day>
		<day>1965 - USA, Testgebiet Nevada: Unterirdischer Atombombentest "Alpaca", Operation Whetstone. Radioaktivität wird außerhalb des Testgebietes  gemessen.</day>
		<day>2000 - USA, AKW Callaway in Missouri: Schwankende Netzspannung führt zu einem Fehler im Reaktorkühlsystem und zur automatischen Abschaltung des Reaktors. </day>
		<day>1964 - Algerien, Testgebiet "In Ekker": Frankreich führt den unterirdischen Atombombentest "Opale" durch.</day>
		<day>2002 - Ukraine, AKW Kmelnitzki 1: Wegen Fehlverhalten bleibt ein Ventil offen, durch das Wasser vom Becken für den Brennstoffwechsel in die Reaktorzelle läuft. </day>
		<day>1989 - USA, AKW Palo Verde in Arizona: Reaktorabschaltung aufgrund einer Fehlfunktion des Reglers für Speisewasser. </day>
		<day>2005 - Großbritannien, Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield (ehem. Windscale): Inventarisierung des radioaktiven Materials. 29,6 Kilogramm Plutonium fehlen.</day>
		<day>In einem Gebäude der Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield (ehem. Windscale), Großbritannien, wird durch einen Unfall im Februar 1997 radioaktiver Staub aufgewirbelt. </day>
		<day>1965 - USA, Testgebiet Nevada: Unterirdischer Atombombentest "Seersucker", Operation Whetstone. Radioaktivität wird in die Umwelt freigesetzt.</day>
		<day>1999 - Peru, Wasserkraftwerk Yanango: Ein Arbeiter hebt Teil einer Strahlenquelle auf und steckt ihn in die Tasche. Beinamputation aufgrund der hohen Strahlendosis.</day>
		<day>2002 - Deutschland, AKW Philippsburg 2: Startversagen eines Notstrom-Dieselgenerators bei wiederkehrender Prüfung.</day>
		<day>1977 - Tschechoslowakei, AKW Jaslovske Bohunice: Massive Beschädigung von Brennstäben, Freisetzung von Radioaktivität. Reaktor wird außer Betrieb genommen. </day>
		<day>1967 - Deutschland, AKW Gundremmingen: Bruch einer Dampfleitung durch starken Druckanstieg.</day>
		<day>1962 - USA, Testgebiet Nevada: Unterirdischer Atombombentest "Platypus", Operation Nougat. Radioaktivität wird in die Umwelt entlassen.</day>
		<day>1999 - Schweden, AKW Oskarshamn 3: Während Wartungsarbeiten an der Umspannanlage tritt Kerninstabilität auf. </day>
		<day>1967 - UdSSR, Testgebiet Semipalatinsk im Osten von Kasachstan: Unterirdischer Atombombentest.</day>
		<day>1958 - UdSSR, Nowaja Semlja in der Arktis: Oberirdische Atombombentests.</day>
		<day>Im Februar 1994 friert im AKW Ignalina in Litauen wegen des kalten Wetters ein Teil der Brandschutzeinrichtung ein.</day>
		<day>1954 - Pazifik, Bikini-Atoll: Während des Tests der US-Wasserstoffbombe "Bravo" wird ein riesiges Gebiet radioaktiv verseucht. </day>
		<day>2001 - Großbritannien: Ein Zug mit Atommüllbehältern für das schottische AKW Torness entgleist.</day>
		<day>März - 1949 bis November 1951: Enorme Mengen hoch radioaktiver Flüssigabfälle werden aus dem Atomkomplex Majak (damals UdSSR) in den Fluss Tetscha geleitet.</day>
		<day>Eine - Person wird im März 1994 in St. Petersburg, Russland, im Besitz von hoch angereichertem Uran, das zuvor aus einer Atomanlage gestohlen wurde, festgenommen. </day>
		<day>1962 - USA, Testgebiet Nevada: Unterirdischer Atombombentest "Danny Boy", Operation Nougat. Radioaktivität wird Außerhalb des Testgebietes gemessen.</day>
		<day>1968 - Pazifik: Das U-Boot K-129 mit zwei Torpedos mit Atomsprengköpfen an Bord geht 1.230 Meilen vor Kamtschatka verloren. </day>
		<day>2002 - USA, AKW Davis-Besse in Ohio: Bei einer verspäteten Inspektion wird massive Korrosion am Deckel des Reaktordruckbehälters festgestellt. </day>
		<day>1957 - UdSSR, Testgebiet Semipalatinsk im Osten von Kasachstan: Oberirdischer Atombombentest.</day>
		<day>1979 - Pazifik, Atolle Moruroa und Fangataufa: Frankreich führt den unterirdischen Atombombentest "Philoctete" durch.</day>
		<day>1980 - Deutschland, AKW Biblis A: Erhöhte Abgabe von radioaktivem Jod-131 bei Reaktorstillstand. </day>
		<day>1997 - Japan, Wiederaufarbeitungsanlage Tokaimura in der Präfektur Ibaraki: Bei einer Explosion in der Anlage werden 37 Menschen radioaktiv verstrahlt.</day>
		<day>1968 - USA, AKW San Onofre in Kalifornien: Ein Kabelbrand bricht durch Selbstentzündung in Block 1 aus.</day>
		<day>1980- , Frankreich, AKW Saint-Laurent-des-Eaux: Reaktorkernkühlung wird durch abgelöstes Metallteil behindert, Brennelemente verschmelzen. </day>
		<day>1958 - UdSSR: Oberirdische Atombombentests auf dem Testgebiet Semipalatinsk im Osten von Kasachstan und in Nowaja Semlja in der Arktis.</day>
		<day>1953 - UdSSR, Atomkomplex Majak bei Tscheljabinsk: In einem Zwischenlagerbehältnis kommt es zur spontanen Kettenreaktion in plutoniumhaltiger Lösung.</day>
		<day>1994 - Ukraine, AKW Kmelnitzki: Block 1 wird nach einem Feuer für fünf Tage abgeschaltet. Auslöser für das Feuer war ein Kurzschluss.</day>
		<day>Im März 1994 treten im AKW Kola, Russland, zwei Leckagen auf, eine von radioaktivem Kühlmittel aus dem Hilfssystem zur Reinigung des Primärkreislaufes.</day>
		<day>1961 - UdSSR, Sibirisches Chemiekombinat in Sewersk/Tomsk-7: Chemische Explosion von konzentrierter Salpetersäure und einer Flüssigkeit mit organischen Anteilen.</day>
		<day>1984 - USA, AKW Rancho Seco in Kalifornien: Wasserstoffexplosion und Feuer im Turbinengebäude.</day>
		<day>1958 - USA, Idaho National Engineering Laboratory: Bei Routinetransfer von radioaktivem Abfallmaterial zur Lagerung werden elf Arbeiter verstrahlt. </day>
		<day>1973 - USA, Idaho National Engineering Laboratory: Vom 19. bis 21. März wird ein Arbeiter, der eine der Prozesszellen repariert, einer hohen Strahlendosis ausgesetzt. </day>
		<day>1975 - USA, AKW Browns Ferry in Alabama: Feuer bricht im Kabelverteilerraum und im Reaktorgebäude aus. Viele der zerstörten Kabel waren sicherheitsrelevant. </day>
		<day>1979 - UdSSR, Testgebiet Semipalatinsk im Osten von Kasachstan: Unterirdischer Atombombentest.</day>
		<day>1992 - Russland, AKW Sosnowi Bor 3 nahe St. Petersburg: Notabschaltung und Freisetzung von Radioaktivität. Das Atomministerium gibt als Auslöser ein fehlerhaftes Ventil an. </day>
		<day>1977 - Japan, AKW Fukushima Daiichi in der Präfektur Fukushima: Mangels Schutzmaßnahmen entzünden sich Vinyl- und Gerüstteile durch Funkenflug bei Schweißarbeiten.</day>
		<day>1978 - UdSSR, Testgebiet Semipalatinsk im Osten von Kasachstan: Unterirdischer Atombombentest.</day>
		<day>Im März 2001 bricht im AKW Maanshan 1 in Taiwan die externe Stromversorgung zusammen. Grund: Salzablagerungen auf Leitungen lösten Kurzschlüsse und Feuer aus.</day>
		<day>1979 - USA, AKW Three Mile Island, Harrisburg in Pennsylvania: Teilschmelze des Reaktorkerns - der bislang schwerste Atomunfall in den USA.</day>
		<day>1985 - Deutschland, AKW Obrigheim: Defekte Elektronikkarte im Notstands- Reaktorschutzsystem.</day>
		<day>1994 - Russland, Atomkomplex Majak bei Tscheljabinsk: Freisetzung radioaktiver Gase.</day>
		<day>1994 - USA, AKW Cooper in Nebraska: Der Fluss Missouri übersteigt die Höchstmarke seiner Zehntausendjahres-Flutvorhersagen, ins AKW tritt Grundwasser ein. </day>
		<day>2003 - Russland, AKW Balachowo: Die Abschaltung einer der Hauptpumpen führt zur Notabschaltung des ersten Blocks. </day>
		<day>1967 - UdSSR, Atomkomplex Majak: Wind treibt radioaktive Partikel von ausgetrockneten Stellen des Karatschai-Sees, der als Atommüllkippe diente, über bewohnte Gebiete.</day>
		<day>Im AKW Südukraine wird im April 1994 während einer Routinekontrolle ein Fehler im Niveauregler eines Dampferzeugers entdeckt, der zum Reaktorschutzsystem gehört.</day>
		<day>1996 - USA, AKW Palo Verde in Arizona: Mehrere Brände, unter anderem im Hauptkontrollraum des AKW. </day>
		<day>1968 - UdSSR, Atomkomplex Majak bei Tscheljabinsk: Während eines Experiments kommt es zu einem Kritikalitätsunfall, zwei Personen sterben. </day>
		<day>1993 - Russland, Sibirisches Chemiekombinat in Sewersk/Tomsk-7: Schwerer Unfall in Anlage zur Plutoniumgewinnung. Die Umgebung wird großflächig radioaktiv verseucht. </day>
		<day>1989 - Norwegische See, 180 Kilometer südöstlich der Bäreninsel: Das sowjetische Atom-U-Boot "Komsomoletz" sinkt nach einem Brand an Bord.</day>
		<day>1970 - Atlantik, Golf von Biskaya: An Bord des sowjetischen Atom-U-Boots K-8 bricht Feuer aus, beide Reaktoren werden abgeschaltet. Drei Tage später sinkt es bei einem Sturm.</day>
		<day>1953 - UdSSR, Atomzentrum Sarow/Arsamas-16: Ein Techniker löst einen Unfall aus, der starke Hitze verursacht. Ein Teil eines Plutoniumkerns schmilzt. </day>
		<day>2003 - Ungarn, AKW Paks 2: Überhitzung und Beschädigung von Brennelementen. Radioaktive Gase werden in die Umgebung freigesetzt.</day>
		<day>2001 - Ukraine, AKW Rowno: Ein Kranteil fällt herunter und beschädigt Leitungen. Die Stromversorgung bricht zusammen, Feuer bricht infolge eines Kabelbrandes aus.</day>
		<day>1972 - Deutschland, AKW Würgassen: Nach dem unbeabsichtigten Öffnen eines Druckentlastungsventils entweicht Dampf. Radioaktives Wasser gelangt in die Weser.</day>
		<day>Im AKW Kmelnitzki 1, Ukraine, tritt während Stillstands im April 1996 ein Fehler im Reaktorkühlsystem auf. Durch Druckverlust hatte sich eine Pumpe abgeschaltet. </day>
		<day>2002 - Bolivien, Cochabamba: Eine defekte industrielle Strahlenquelle wird in einem öffentlichen Bus zum Hersteller zurückgeschickt. </day>
		<day>2005 - USA, AKW Kewaunee in Wisconsin: Eine Überprüfung zeigt, dass Teile des Turbinengebäudes überflutungsgefährdet sind. Sicherheitssysteme könnten dann ausfallen.</day>
		<day>2003 - USA, AKW Quad Cities in Illinois: Ein Druckentlastungsventil öffnet sich unerwartet und lässt sich nicht wieder schließen. Block 2 wird abgeschaltet.</day>
		<day>1970 - Pazifik: Ein Modul der "Apollo 13" mit einem plutoniumhaltigen Generator tritt in die Atmosphäre ein und versinkt in der Tiefsee. </day>
		<day>1989 - Pakistan, AKW Kanupp: Aus einem Leck im Schwerwassersystem läuft radioaktives Wasser ins Containment. Arbeiter werden verstrahlt, als sie das Leck beheben.</day>
		<day>2000 - Georgien, Batumi: Vier Personen werden im Besitz hoch angereicherten Urans festgenommen. </day>
		<day>Kritikalitätsunfall im April 1962 in einer Plutoniumfabrik der Atomanlage Hanford, Staat Washington, USA. Es werden etwa 44 Tera-Becquerel an radioaktiven Gasen freigesetzt.</day>
		<day>1964 - aus dem US-Satelliten "Transit 5BN-3", der seine Umlaufbahn nicht erreichte, wird bei Atmosphäreneintritt Plutonium frei und weltweit verteilt.</day>
		<day>2005 - Großbritannien, WAA Sellafield (ehem. Windscale): Hoch radioaktive Flüssigkeit läuft über Monate in eine Stahlkammer. Die Warnanzeige wurde ignoriert.</day>
		<day>Brennelemente werden im französischen AKW Dampierre im April 2001 auf falsche Positionen gesetzt. Unter anderen Umständen hätte der Reaktor kritisch werden können. </day>
		<day>2003 - Russland, Atomkomplex Majak bei Tscheljabinsk: Freisetzung radioaktiver Aerosole in die Reparaturzone der Anlage.</day>
		<day>2004 - Deutschland, AKW Philippsburg: Während einer Revision kommt es zur Freisetzung von radioaktiv kontaminiertem Wasser aus Block 1.</day>
	</alldays>
	<months>
		<m>APRIL</m>
		<m>MAI</m>
		<m>MAI/JUNI</m>
		<m>JUNI</m>
		<m>JUNI/JULI</m>
		<m>JULI</m>
		<m>JULI/AUGUST</m>
		<m>AUGUST</m>
		<m>AUGUST/SEPTEMBER</m>
		<m>SEPTEMBER</m>
		<m>SEPTEMBER/OKTOBER</m>
		<m>OKTOBER</m>
		<m>OKTOBER/NOVEMBER</m>
		<m>NOVEMBER</m>
		<m>NOVEMBER/DEZEMBER</m>
		<m>DEZEMBER</m>
		<m>JANUAR</m>
		<m>JANUAR/FEBRUAR</m>
		<m>FEBRUAR</m>
		<m>FEBRUAR/MÄRZ</m>
		<m>MÄRZ</m>
		<m>MÄRZ/APRIL</m>
	</months>
	<captions>
		<c>Kiew: Galina Miroschnitschenko (34) hat Schilddrüsenkrebs. Diese Krankheit kommt nach der Katastrophe von Tschernobyl besonders häufig unter Frauen in der Ukraine und in Weißrussland vor.</c>
		<c>Wesnowo: Seit der Katastrophe von Tschernobyl kommen vor allem in der südlichen Region von Weißrussland viele Kinder geistig behindert oder mit schweren physischen Krankheiten zur Welt.</c>
		<c>Rogin: Dimitri Nowikow (22) hat seit zehn Jahren Leukämie. Nach der Katastrophe von Tschernobyl wurden Menschen nach Rogin evakuiert, bis sich herausstellte, dass auch dieser Ort kontaminiert war.</c>
		<c>Naroditschi: Sonntagnachmittag in einem kontaminierten Ort wenige Kilometer von den Reaktoren entfernt. Die Bewohner bekommen von der Regierung umgerechnet 25 Cents pro Monat, um unverseuchte Lebensmittel zu kaufen.</c>
		<c>Kiew: Larissa Kaplun (49) arbeitete während der Katastrophe von Tschernobyl und von 1986 bis 1989 im Ort Tschernobyl. Ihre beiden Hüftgelenke mussten ersetzt werden.</c>
		<c>Naroditschi: Fußballspiel am Sonntagnachmittag auf verseuchtem Boden. Beide Mannschaften kommen aus Orten, die nur wenige Kilometer von den Reaktoren entfernt liegen.</c>
		<c>Wesnowo: Natascha Popowa (12) und Wadim Kuleschow (8) kamen nach der Katastrophe von Tschernobyl mit psychischen und körperlichen Krankheiten auf die Welt.</c>
		<c>Rogin: Ljudmila Nowikowa hat seit acht Jahren Leukämie. Sie sammelt die Milch der kollektiven Farm im verstrahlten Ort ein. Die Bewohner von Rogin leben in Armut und Isolation.</c>
		<c>Gomel: Irina (19) und Jelena (24) Patutschenko leiden beide an einem Gehirntumor, obwohl die Familie die Region kurz nach dem Unfall von Tschernobyl verlassen hat.</c>
		<c>Pripjat: Das ehemalige Kino von Pripjat. Die nur wenige Kilometer von den Reaktoren entfernte Stadt wurde drei Tage nach der Katastrophe von Tschernobyl evakuiert. </c>
		<c>Wesnowo: Sascha Nesterenko (links, 16) kam mit dem Down-Syndrom auf die Welt. Seit der Katastrophe von Tschernobyl werden in Weißrussland erheblich mehr Kinder mit schweren Krankheiten geboren.</c>
		<c>Gomel: Anja Pesenko (15) hat einen Gehirntumor. Sie kann nichts allein tun. Die Eltern müssen sie auch nachts alle 15 Minuten drehen, damit sie sich nicht wund liegt.</c>
		<c>Minsk: Zwillingsbrüder Michail und Wladimir Lariga (16). Michail kam mit einem Wasserkopf und Wladimir taub zur Welt. Vater und Mutter arbeiteten nach der Katastrophe von Tschernobyl in den am stärksten verstrahlten Gebieten.</c>
		<c>Tschetschersk: Michail Matjuschkow (65) hat Halskrebs. Er entsorgte nach dem Unfall von Tschernobyl radioaktiv verseuchtes Material aus der Gefahrenzone.</c>
		<c>Pripjat: Der verlassene Kindergarten von Pripjat.</c>
		<c>Buda Kaschelewo: Nastja Jeremenko (9) hat Gebärmutterkrebs und Metastasen in der Lunge.</c>
		<c>Musljumowo: Trotz radioaktiver Verseuchung gehen viele Bauern auf Entenjagd. </c>
		<c>Kurmanowo: Ramsis Faisullin (16) leidet aufgrund seines Wasserkopfes unter chronischen Kopfschmerzen. Als Betroffener protestiert er gegen die Lagerung radioaktiven Materials und die mangelnde medizinische Aufklärung.</c>
		<c>Musljumowo: Karl-Marx-Straße, die Hauptstraße von Musljumowo nahe dem Fluss Tetscha. Nach der radioaktiven Verseuchung haben viele Menschen ihr Zuhause verlassen. Die anderen leiden an durch Radioaktivität verursachten Krankheiten.</c>
		<c>Baschakul: Kostja Necharasow hat das Down-Syndrom, seine Schwester Natalja hatte mit acht Jahren einen Gehirntumor. Die Mutter schwamm als junge Frau in dem radioaktiv verseuchten Fluss Tetscha.</c>
		<c>Musljumowo: Altja Magasumowa (26) und Iljas Magasumow (13) leiden unter Bronchitis und Nasenbluten. Dem Jungen haben die Ärzte vom Sport abgeraten.</c>
		<c>Musljumowo: Karl-Marx-Straße, die Hauptstraße von Musljumowo nahe dem Fluss Tetscha. Trotz der radioaktiven Verseuchung des Flusses wurde der Ort nie offiziell evakuiert.</c>
		<c>Baschakul: Die Bevölkerung diskutiert mit ihrem Gouverneur. Seit Monaten können die Menschen ihre Rechnungen nicht bezahlen. Der Stromversorger in Osersk hat ihnen daraufhin den Strom abgestellt.</c>
		<c>Musljumowo: Farida Walewa (41) wird womöglich bald nicht mehr laufen und ihre Hände nur noch eingeschränkt nutzen können. Ihr Kiefer schrumpft, sie leidet unter starken Knochenschmerzen.</c>
		<c>Musljumowo: Geschäft in Musljumowo. Die meisten Einwohner des Ortes leiden an Krankheiten, die durch Radioaktivität verursacht wurden. </c>
		<c>Hudaiberdinsk: Im Bett liegend Iljas Garew (13), im Vordergrund sein Vater. Wie viele Kinder aus seinem Ort ist Iljas so schwach, dass er sich jeden Tag nach der Schule hinlegen muss. </c>
		<c>Musljumowo: Disco am Samstagabend. Viele Jugendliche möchten die Region wegen der radioaktiven Verseuchung, Armut und sozialer Probleme verlassen. </c>
		<c>Naumowka: Xenia und Jewgeni Kolomojsewi. Xenia (15) hat Schilddrüsen- und Immunkrankheiten, Jewgeni (24) Nierenprobleme.</c>
		<c>Samus: Der Fluss Tom nahe dem Sibirischen Chemiekombinat Sewersk/Tomsk-7. Fischen und Schwimmen sind dort verboten.</c>
		<c>Samus: Sergej Frischmann (28), ehemaliger Arbeiter im Sibirischen Chemiekombinat Sewersk/Tomsk-7, leidet an Nasenbluten, Kopfschmerzen und Immunschwäche. Ein Großteil der Arbeit wird dort ohne angemessenen Strahlenschutz verrichtet. </c>
		<c>Samus: Hafen von Samus. Viele der Hafen- und Bauarbeiter sind krank. Die Ärzte führen die Krankheiten auf die radioaktive Verseuchung zurück.</c>
		<c>Tomsk: Alexander Boltatschewi und Walentina Boltatschewaja. Walentina erholt sich vom Brustkrebs. Ihre Enkelin ist mit zerebraler Kinderlähmung geboren worden. Viele Freunde und Verwandte sind krank geworden oder gestorben.</c>
		<c>Samus: Der verstrahlte Sand aus dem Hafen von Samus und dem Fluss Tom wurde zum Häuserbau verwendet.</c>
		<c>Naumowka: Wera Mayer hat Diabetes. Ihr Mann, der ohne Strahlenschutz auf den verseuchten Feldern gearbeitet hat, ist tot. Weras Tochter mussten wegen Thrombose beide Beine amputiert werden.</c>
		<c>Naumowka: Kinder auf dem Schulweg. Der Ort wurde beim Atomunfall 1993 verseucht und nie evakuiert. Einwohner, denen es möglich war, haben die Gegend verlassen.</c>
		<c>Naumowka: Kinder der Grundschule von Naumowka. Untersuchungen weisen verschiedene schwere Krankheiten bei der Bevölkerung des verseuchten Orts nach.</c>
		<c>Naumowka: Der Ort wurde beim Unfall im Sibirischen Chemiekombinat Sewersk/Tomsk-7 1993 verseucht und nie evakuiert. Einwohner, denen es möglich war, haben die Gegend verlassen.</c>
		<c>Naumowka: Tatjana Rolgeser (19) leidet an Gastritis, Schilddrüsen- und Nierenkrankheiten.</c>
		<c>Tomsk: Der "Schwarze See" liegt direkt am Sibirischen Chemiekombinat Sewersk/Tomsk-7 und ist hochgradig radioaktiv kontaminiert.</c>
		<c>Samus: Witali Fedakow (60) war Kapitän auf einem Baggerschiff, das den Fluss Tom vertieft hat. Dass das Flusssediment verseucht war, hat ihn damals nicht beunruhigt. Heute ist Witali Invalide.</c>
		<c>Tomsk: "Schwarzer See". Aus dem Sibirischen Chemiekombinat Sewersk/Tomsk-7 werden große Mengen radioaktiver Abfälle direkt in den Boden gepumpt.</c>
		<c>Naumowka: Kinder der Grundschule von Naumowka. Der Ort wurde beim Unfall 1993 verseucht und nie evakuiert.</c>
		<c>Semei (ehem. Semipalatinsk): Herr Gudsenko hat einen Tumor in der linken Gehirnhälfte und wird in Semei behandelt.</c>
		<c>Polygon: Kinder spielen auf dem Gelände um den Hof, drei Kilometer vom radioaktiv verseuchten See Balapan entfernt.</c>
		<c>Sarjal: Mutter Sirigaisa hat zwei Söhne durch Selbstmord verloren. In den letzten zehn Jahren haben sich 45 junge Männer im Ort meist wegen Impotenz umgebracht.</c>
		<c>Polygon: Jergasi Sultanat und zwei seiner Söhne nahe seines Hofs, drei Kilometer vom See Balapan entfernt. Die Bauern halten ihr Vieh auf dem radioaktiv verseuchten Boden.</c>
		<c>Semei (ehem. Semipalatinsk): Walentina Sarowa (71) arbeitete im nuklearen Forschungszentrum von Igor Kurtschatow und war Zeugin vieler Atomexplosionen. Sie wurde unfruchtbar und erlitt einen Schlaganfall.</c>
		<c>Polygon: Zwei Töchter der Familie Sultanat wurden stumm geboren. Die Mutter hat Probleme mit ihrem Immunsystem und der Schilddrüse.</c>
		<c>Semei (ehem. Semipalatinsk): Dsunusowa Gulsum (43) leidet an einem Gehirntumor. Sie lebt im Atombombentestgebiet.</c>
		<c>Semei (ehem. Semipalatinsk): Ein Raum im Krankenhaus.</c>
		<c>Semei (ehem. Semipalatinsk): Der Junge Serjoscha Mukamel hat eine zerebrale Lähmung, kann nichts allein tun und braucht rund um die Uhr Betreuung. Der Vater verließ die Familie, Mutter und Sohn leben vom Krankengeld der Großmutter, bei der Krebs diagnostiziert wurde.</c>
		<c>Polygon: Jergasi Sultanat und zwei seiner Kinder im Bauernhaus. Der Hof liegt drei Kilometer vom radioaktiv kontaminierten See Balapan entfernt.</c>
		<c>Polygon: Ground Zero. Hier hat die Sowjetunion 1949 ihre erste Atombombe gezündet.</c>
	</captions>
	<intro>
		<t>365 Gründe gegen Atomkraft</t>
		<intro1>Am Anfang war der Wille zur Zerstörung. Das Hauptmotiv für die Entwicklung der Atomtechnik: die Optimierung einer Bombe, die in ihrem Vernichtungspotenzial alles Gekannte in den Schatten stellte. Tod und Verderben begleiten nicht nur die Atombombe seit Hiroshima und Nagasaki, sondern auch die wirtschaftliche Nutzung der Atomkraft. Dutzende Unfälle beweisen jedes Mal aufs Neue den zerstörerischen Charakter dieser unbeherrschbaren Technologie. Jeder Kabelbrand, jedes geplatzte Rohr kann aus einem Atomkraftwerk innerhalb von Minuten eine Bombe machen, kann ein neues Hiroshima auslösen. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis es tatsächlich dazu kommen sollte. Am 26. April 1986 um 1.23 Uhr war es so weit. 
Die Explosion im Block 4 des Atomkraftwerkes Tschernobyl geschah, im Gegensatz zum Angriff auf Hiroshima, unbeabsichtigt. Sie wurde aber in Kauf genommen. Mit der Nutzung der Atomkraft wird weiterhin ein lebensgefährliches Risiko toleriert, verschwiegen, vergessen. Nur: Sieben Millionen Menschen haben nicht den Luxus, Tschernobyl vergessen zu können, mahnt der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Kofi Annan. Sieben Millionen Männer, Frauen und Kinder leiden jeden Tag unter den Folgen der Katastrophe, unter den Folgen der Atomkraft. Kaum einem sind diese Menschen namentlich bekannt. Selbst auf den Krankenakten sind sie nur mit einer anonymen Nummer registriert: "Certificate No.000358/" ist die Nummer für das Leiden von Anja Pesenko.
Es leiden viele der 860.000 Helfer, die in den Tagen und Wochen nach der Explosion unter Einsatz ihres Lebens mit primitivsten Mitteln versuchten, die Folgen zu begrenzen. Es leiden Hunderttausende, die ihre Heimat binnen Minuten aufgeben mussten, um wie Kriegsflüchtlinge das nackte Leben zu retten. Es leiden die Menschen, die weiter in den hoch verstrahlten Regionen Weißrusslands, der Ukraine und Russlands leben müssen.
</intro1>
		<intro2>Es leiden die, die in der Krebsklinik von Kiew auf dem Flur sitzen und auf ihre Behandlung warten. Viele davon Kinder oder Jugendliche, viele ohne Chance, jemals geheilt zu werden. Und es leiden all jene, die verloren haben, was ihnen das Liebste im Leben gewesen ist: ihr Kind, ihre Schwester, ihren Vater, ihre Frau, ihren besten Freund.
Staaten, die Atombomben besitzen und immer wieder testeten, haben eine besondere Verantwortung für die radioaktive Verseuchung der Welt. Ein Unfall in einer Atomanlage, aber auch schon eine fehlerhafte Anwendung im medizinischen Bereich oder der Diebstahl von Atommaterial kann für Einzelne fatale gesundheitliche Folgen haben. Von all dem erzählt dieser Kalender: von Menschen, die dafür bezahlt haben, dass andere meinten, Atomkraft beherrschen zu können. Aus Tausenden von Gründen gegen Atomkraft haben wir hier 365 zusammengestellt.
Letztlich ist die Frage der Nutzung der Atomkraft eine zivilisatorische, ja philosophische: Haben wenige Menschen das Recht, viele andere einer so großen Gefahr auszusetzen? Begegnen Sie auf den Fotos von Robert Knoth Menschen, deren Leben sich durch Atomkraft dramatisch verändert hat, und entscheiden Sie selbst.
Begriffserklärungen, weitere Informationen und das Quellenverzeichnis finden Sie unter www.greenpeace.de/tschernobyl
</intro2>
	</intro>
	<allmaps>
		<maptit>Tschernobyl</maptit>
		<map>Tschernobyl ist ein kleines Dorf im Norden der Ukraine, direkt an der Grenze zu Weißrussland, 130 Kilometer nördlich der ukrainischen Hauptstadt Kiew. Acht Kilometer von Tschernobyl am Flüsschen Pripjat wurden in den Siebzigerjahren die Atomreaktoren und eine eigene Stadt für Arbeiter und ihre Familien gebaut. 
Die Reaktoren gehörten zu einer russischen Baureihe, denen man relativ leicht Plutonium für Atombomben entnehmen kann. Zehn Kraftwerke sollten am Pripjat entstehen. Vier Atommeiler waren in Betrieb, zwei weitere im Bau, als in der Nacht vom 25. auf den 26. April 1986 kurz nach ein Uhr der Reaktor 4 in Tschernobyl explodierte: Der Super-GAU, der nicht mehr zu beherrschende Unfall in einem Atomkraftwerk, war eingetreten.
Eine erste radioaktive Wolke zog über Polen nach Skandinavien. Am 28. April 1986 löste sich im schwedischen Atomkraftwerk Forsmark der automatische Alarm aus: Die Strahlung auf dem Gelände war so hoch, dass man zunächst einen Unfall in Forsmark vermutete. Erst dadurch erfuhr die Weltöffentlichkeit vom gravierendsten Unfall der Industriegeschichte in Tschernobyl. 
Die radioaktive Belastung in Weißrussland, der Ukraine und Russland ist bis heute katastrophal: Ganze Regionen sind hier für die Produktion von Nahrungsmitteln auf Jahrhunderte verloren. In den betroffenen Gebieten sind heute die meisten Menschen krank. Von den jungen Menschen, die zu Aufräumarbeiten im verstrahlten Gebiet gezwungen wurden, sind bis 2002 - allein nach ukrainischen Angaben - bereits 15.000 gestorben. 
Die Fotos entstanden im Juni und Juli 2005 in der Region Tschernobyl.
</map>
		<maptit>Majak</maptit>
		<map>Einer der größten aktiven Atomkomplexe der Welt liegt in den Bergen des Ural an der Grenze von Russland zu Kasachstan. Der Atomkomplex Majak bei Tscheljabinsk ist keine einzelne Anlage, sondern eine regelrechte Atom-Kleinstadt. Seit den Vierzigerjahren war sie das Zentrum der sowjetischen Plutoniumproduktion. Hauptaufgabe war, aus abgebrannten Brennstäben Plutonium zu gewinnen und für die Verwendung in Atombomben weiterzuverarbeiten.
Am 29. September 1957 führte ein defektes Kühlsystem in Majak zum damals größten Unfall in einer Atomanlage, der heute nur von Tschernobyl in den Schatten gestellt wird. Radioaktive Partikel wurden durch die Explosion großflächig freigesetzt und in die Atmosphäre geschleudert.
Majak ist so etwas wie ein permanenter GAU: Durch zahlreiche Unfälle und die bewusste Freisetzung von Radioaktivität wurden in den vergangenen Jahrzehnten 272.000 Menschen hohen, gesundheitsschädlichen Strahlendosen ausgesetzt. Die Region gilt heute als eines der verstrahltesten Gebiete der Welt.
Zentrum des Leidens ist das Dorf Musljumowo, 30 Kilometer vom Atomkomplex entfernt. Kaum einer hier ist gesund. Die Menschen leiden an chronischen Krankheiten wie Bluthochdruck, Herzproblemen, Arthritis und Asthma. Jeder zweite Erwachsene ist unfruchtbar, jedes dritte Neugeborene kommt mit Missbildungen zur Welt, jedes zehnte Kind wird zu früh geboren. Die Zahl der Krebserkrankungen ist drastisch erhöht. 
In der Fotogalerie zu diesem Artikel zeigen wir Ihnen einige Fotos von Robert Knoth, entstanden im September 2000 und im August 2001 in der Region Tscheljabinsk.
</map>
		<maptit>Sewersk/Tomsk-7</maptit>
		<map>Weit in Sibirien, 3000 Kilometer östlich von Moskau, liegt am Fluss Tom eine der militärisch bedeutendsten russischen Atomanlagen: das Sibirische Chemiekombinat Sewersk, früher bekannt unter dem Namen Tomsk-7. 
Der Komplex besteht aus fünf Atomkraftwerken, einer Anlage zur Plutoniumgewinnung aus abgebrannten Brennstäben, Fabriken zur Verarbeitung von Uran und Plutonium, Lagergebäuden für Atommüll und einer Anlage, die flüssigen Atommüll ins Erdreich pumpt. Die Atomreaktoren, von denen zwei noch in Betrieb sind, dienten zur Herstellung von Plutonium für sowjetische beziehungsweise russische Atomwaffen.
Am 6. April 1993 explodierte im Sibirischen Chemiekombinat Sewersk/Tomsk-7 ein Tank der Uran- und Plutoniumfabrik. In die Atmosphäre geschleuderte radioaktive Partikel kontaminierten ein Gebiet von über 120 Quadratkilometern. Zahlreiche Dörfer mussten evakuiert werden, sie sind dauerhaft unbewohnbar. Noch heute leiden die Menschen in der Region an den Folgen. Viele zeigen dieselben Symptome wie die Opfer von Tschernobyl und Majak: Krebs, Blutkrankheiten, Schädigung des Erbguts.
Die Kontamination der Region geht schleichend weiter. Immer noch wird flüssiger Atommüll einfach in den Boden gepumpt, auf dem Gelände sammelt sich mehr und mehr Atommüll an. Deutschland und andere westeuropäische Länder verseuchen mit: Die französische Atomfirma Cogema und das deutsch-britisch-niederländische Unternehmen Urenco - zu einem Drittel im Besitz von RWE und E.ON - entsorgen strahlenden Müll aus ihren Urananreicherungsanlagen im Sibirischen Chemiekombinat Sewersk/Tomsk-7.  
Die Fotos zu diesem Artikel entstanden im August und September 2005 in der Region Tomsk.
</map>
		<maptit>Semipalatinsk</maptit>
		<map>Semipalatinsk Polygon ist ein ehemaliges Testgebiet für Atombomben in der kasachischen Steppe, 480 Kilometer östlich der Hauptstadt Astana. Mit rund 18.000 Quadratkilometern war es das größte Testgebiet der Sowjetunion. Zwischen 1949 und 1989 zündete die sowjetische Regierung hier etwa 500 Atomsprengköpfe. Bis 1962 geschah dies oberirdisch, später in Stollen oder Bohrlöchern, was aber die radioaktive Freisetzung in die Umwelt keineswegs verhinderte.
Vier Jahrzehnte lang verteilte sich radioaktiver Fallout weit über die Region hinaus. Kontaminiert wurden etwa die Stadt UST-Kamenogorsk 450 Kilometer östlich oder die Altai-Region etwa 300 Kilometer nordöstlich in Russland. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass der Fallout aus Semipalatinsk mehrere hunderttausend Menschen radioaktiv belastet hat. 
Nach Untersuchungen von Prof. Dr. Saim Balmuchanov sind die Folgen für die Menschen der Region verheerend: Die Sterblichkeitsrate liegt fast zweieinhalb Mal so hoch wie in nicht verseuchten Gebieten, 80 bis 90 Prozent der Kinder und Frauen leiden an Blutarmut, 60 bis 70 Prozent an Störungen der Schilddrüse. Etwa die Hälfte der betroffenen Bevölkerung weist Fehlfunktionen am Bewegungsapparat auf.
Am 29. August 1991 wurde das Testgebiet Semipalatinsk geschlossen. Mit den Folgen werden aber Generationen von Kasachen noch leben müssen: Sie atmen weiterhin radioaktive Partikel ein oder nehmen sie über Lebensmittel auf - etwa über die Milch ihrer Kühe, die auf belasteten Weiden grasen. 
Die Fotos zu diesem Artikel entstanden im April 1999 in der Region Ostkasachstan.
</map>
	</allmaps>
	<final>
		<f_date>März 2006</f_date>
		<f_disc>Die meisten Vorfälle sind auf den Tag genau ermittelt, diese Eintragungen beginnen mit der Jahreszahl. Vorfälle, für die sich aus den von uns benutzten Quellen nur der Monat nachweisen ließ, stehen im Fließtext mit der Jahresangabe im Satzverlauf.</f_disc>
		<f_pub>Impressum</f_pub>
		<f_green>Greenpeace International</f_green>
	</final>
</tscherno>	