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Maartje Theadora


Maartje Theadora
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Name des Schiffes:
Maartje Theadora
Flagge:
DeutschlandDeutschland
Bruttoraumzahl (BRZ):
9.082
Hauptmaschine (KW):
17.280
Fanggerät:
Pelagisches Schleppnetz
Hauptsächliche Fanggebiete:
Nordostatlantik, östlicher Zentralatlantik; in den AWZs von Mauretanien und Marokko/Westsahara
Wichtigste Zielarten:
Kleine pelagische Fischarten wie Atlantischer Hering, Makrele, Chilenische Pferdemakrele, Bastardmakrele, Sardinelle, Sardine und Blauer Wittling
Beifang:
Die Maartje Theadora riskiert den Beifang von bedrohten Arten, darunter Hammerhai, Großrochen (einschließlich Mantarochen) und Delfine in den Gewässern vor Westafrika
Wirtschaftlicher Eigentümer und dessen Hauptsitz:
Parlevliet en Van der Plas B.V. – Niederlande
Schiffsnummer (IMO):
9182801
Äußere Kennzeichnung:
ROS171
Internationales Funkrufzeichen (IRCS):
DEAN2

Unfaire Fischereipraktiken

  • Mit einer Länge von 140 Metern und einer Ladekapazität von 6.000 Tonnen Fisch ist die Maartje Theadora das größte Fischereischiff der deutschen Flotte. Bis 2007 fuhr sie noch unter niederländischer Flagge; wirtschaftlicher Eigentümer ist nach wie vor das niederländische Unternehmen Parlevliet & Van der Plas.
  • Mit ihrer gigantischen Fangkapazität ist die Maartje Theadora an der globalen Überfischung beteiligt. Unter anderem trägt sie zur Erschöpfung der Bestände der Chilenischen Bastardmakrele im Südpazifik bei (2007-2011, 2014) und dezimiert die Bestände kleiner pelagischer Fische in Westafrika (2011-2012). Infolge der Überfischung schrumpfte der Bastardmakrelenbestand im Südostpazifik zwischen den späten 1980er Jahren und 2011 um 90 Prozent
  • Dezember 2012: Geldstrafe in Höhe von 595.000 Euro - der Verstoß: 1.585 Tonnen einer Gesamtladung von 4.000 Tonnen Fisch waren illegal gefangen worden. Die französischen Behörden nahmen das Schiff unter Arrest und beschuldigten den Kapitän, unerlaubterweise zwei Netze kombiniert zu haben, um mehr Fisch zu fangen. Das Schiff wurde freigelassen, nachdem die Eigentümer den Schuldspruch akzeptiert hatten.
  • Im Zeitraum 2007 bis 2013 erhielt der XXL-Trawler insgesamt rund 646.000 Euro Subventionen des Europäischen Fischereifonds (EFF) für die Anschaffung eines „SkySails-Systems“, also eines riesigen computergesteuerten Kiteschirms. Das Schiff profitierte darüber hinaus von indirekter finanzieller Unterstützung seitens der EU: Es bekam den Zugang zu afrikanischen Fischgründen bezahlt und genoss die Befreiung von der Treibstoffsteuer.

Die Fischerei-Monster agieren als wären sie unbeobachtet.
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